Rom Sehenswürdigkeiten & Highlights – Rom von A bis Z

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[enthält Werbung] Rom – die ewige Stadt lohnt sich immer und zu jeder Jahreszeit für einen Städtetrip. Infos & Tipps von Co-Autorin Corinna zu den Rom Sehenswürdigkeiten.

 

Rom – die ewige Stadt, Wiege der heutigen Zivilisation, Zentrum katholischen Glaubens: Die italienische Metropole in wenige Worte zu fassen, fällt schwer. Co-Autorin Corinna war kürzlich das erste Mal dort und hat sich in die Stadt verliebt. Ihre Liebeserklärung mit den Highlights & Tipps hat sie in alphabetischer Reihenfolge verfasst. Rom von A bis Z:

A – Appia Antica

Du wolltest schon immer mal auf einer Straße flanieren, die mehrere tausend Jahre alt ist? Auf der Via Appia Antica hast du die Gelegenheit dazu! Die Strecke liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums. Dort, umsäumt von Zypressenbäumen und Pinienhainen, zeigt sich Rom von seiner grünen Seite. Du kannst die Straße mit dem Bus 118 entlangfahren oder die Gegend mit einem Leihfahrrad erkunden.

Besonders sehenswert ist der rund 400 Meter lange Abschnitt zwischen dem Mausoleum von Caecilia Metella und dem Appica Antica Caffè, denn dort ist noch das Original-Pflaster aus dem vierten Jahrhundert vor Christus erhalten – inklusive Kutschenspuren.

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Auf der Via Appia Antica sind noch historische Kutschenspuren zu finden.

B – Borghese

Nein, die Villa Borghese ist kein Gebäude, sondern ein großer Stadtpark oberhalb des Piazza del Popolo. Hier kannst du die Seele baumeln lassen, Tretboot fahren oder das Museum Galleria Borghese besuchen. Einen tollen Blick über die Piazza del Popolo hast du zudem von den Terrazza del Pincio.

C – Coppedè

Im Norden Roms befindet sich dieses Kleinod, das so völlig anders erscheint, als man meint, es von Rom zu kennen. Das Viertel Coppedè besteht eigentlich nur aus einer Straße (Via Dora) und einem Platz (Piazza Mincio) – sonst ist drum herum nicht viel los. Der Platz wird jedoch von Häusern im Jugendstil umsäumt, die glatt einem Märchen entsprungen sein könnten.

Am besten kommst du dorthin mit der alten Straßenbahn 19 (Haltestelle Buenos Aires). Tipp: Bringe dir selbst eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken mit, setze dich an den Brunnen an der Piazza, lausche dem Rauschen des Wassers und verliere dich im Anblick dieser besonderen Architektur.

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Rund um die Piazza Mincio befinden sich die traumhaftesten Häuser.

D – Direktflug

Von Deutschland nach Rom fliegst du in rund eineinhalb Stunden, z.B. von Frankfurt aus. Achtung: Es gibt in Rom zwei Flughäfen. Der internationale Fiumicino (auch Leonardo da Vinci Flughafen genannt) befindet sich außerhalb der Stadt und ist der größte Airport. Von dort kannst du den Zug Leonardo Express in 35 Minuten zum Hauptbahnhof Termini nehmen (Kosten: 15 Euro pro Person).

Wenn du mit mehreren Personen reist, lohnt es sich aber, vorab in deinem Hotel nach einem privaten Fahrer zu fragen. Vom Stadtzentrum zum Flughafen kostet der private Transfer 50 Euro, also gar nicht mal so viel teurer als der Zug und ist dafür um einiges bequemer. Der kleinere Flughafen Ciampino wird hauptsächlich von den Billig-Airlines angeflogen.

E – Engelsburg

Die Engelsburg im Viertel Prati in direkter Sichtachse zum Petersdom war eines unserer persönlichen Highlights. Nicht nur sticht sie durch ihre runde Bauweise hervor, bei der Besichtigung windet sich der Weg spiralenförmig im Inneren der Burg immer weiter nach oben, bis du plötzlich mit phantastischen Aussichten von der Stadtmauer auf den Tiber, den Petersdom und das historische Zentrum belohnt wirst. Zusätzlich faszinieren gut erhaltene mittelalterliche Räume und malerische Innenhöfe.

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Die Engelsburg besticht durch ihre besondere runde Bauweise.

F – Forum Romanum

Hier spielte sich früher das römische Leben ab: Es wurde getratscht, gefeilt und es wurden Geschäfte gemacht. Heute ist das Forum Romanum eine riesige historische Ausgrabungsstätte und eine der wichtigsten Attraktionen in Rom. Ein Spaziergang über das Forum Romanum ist absolut faszinierend und du solltest hierfür mindestens zwei Stunden einplanen. Auf dem Programm steht nämlich auch ein Abstecher zum Palatin Hügel, von wo du einen einmaligen Blick über das Gelände hast und der als Ursprungsort des Römischen Reiches gilt.

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Das Forum Romanum ist ein absolutes Muss bei deiner Rom-Reise.

G – Geduld

Diese Tugend ist nicht meine größte Stärke – und doch solltest du sie unbedingt mitbringen, wenn du in Rom öffentliche Verkehrsmittel nutzen willst. Die Angaben bei Google Maps stimmten meist nur halb und nicht selten warteten wir 20 Minuten und länger an einer Haltestelle. Die Italiener lassen sich einfach nicht aus der Ruhe bringen, und dann kommt es schon mal vor, dass der Busfahrer erst seinen Nachmittags-Espresso schlürft, bevor er seine Busfahrt fortsetzt. Oder er macht Mittagspause und der Bus kommt eine Stunde später oder gar nicht.

Spontane Streiks (uns passiert) können auch immer wieder vorkommen. Plane also für deine Wege genug Zeit ein und komme am besten einfach dann zur Haltestelle, wann es dir passt – du wirst im Schnitt auch nicht länger warten, als wenn du dich an die Angaben im Internet hältst.

H – Hunger

Für Power-Sightseeing brauchst du ausreichend Stärkung. Gut also, dass es in Rom viele leckere Restaurants, Bars und Essensmöglichkeiten gibt. Auf dem Speiseplan stehen neben der klassischen Pizza zum Beispiel die traditionelle Pinsa, eine Art flaches Brot, das mit unterschiedlichen Zutaten belegt wird, oder die National-Pasta-Gerichte Cacio et Pepe und Carbonara.

Am leckersten gegessen haben wir im „Paolo Emilio“ (Prati), im „Pinsa ‘mpò“ (nahe Vatikan), im „Alfredo et Ada“ (Ponte nahe Engelsburg), im „Flavio al Velavevodetto“ (Testaccio), im „O’Sapor e Napule“ (Quadraro) und im „I Buoni Amici Roma“ (bei der Lateranbasilika).

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Die Pinsa ist eine römische Spezialität und eine leckere Alternative zur klassischen Pizza.

I – Illuminati

Natürlich ist eine so beeindruckende Stadt wie Rom Schauplatz für erfolgreiche Blockbuster. Auf den Spuren von Dan Browns Illuminati und Leonardo da Vinci wandelst du an der belebten Piazza del Popolo. Schön anzusehen sind auch die Schwesternkirchen Santa Maria die Miracoli und Santa Maria in Montesanto. Die Piazza del Popolo erreichst du mit der Metro A (Haltestelle Flaminio) oder zu Fuß von der Altstadt über die Via del Corso.

J – Justizpalast

Ungelogen – Rom ist ein einziges faszinierendes Freiluftmuseum! Praktisch hinter jeder Ecke wird du von der Schönheit eines neuen Monumentes, Gebäudes oder Platzes schier umgehauen. Der Palazzo di Giustizia steht in direkter Nachbarschaft zum Tiber und zur Engelsburg. An seine Rückseite schließt sich die Piazza Cavour an. Für Rom einzigartig, ist dieser Platz von riesigen Palmen umsäumt und verströmt so eher spanisch-mediterranes statt historisch-römisches Flair.

Die Einheimischen – und ich – lieben den Ort, denn hier kannst du wunderbar verweilen, das alltägliche Leben der Anwohner beobachten und deine letzte Sightseeing-Tour Revue passieren lassen.

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Die Piazza Cavour mit seinen großen Palmen hat uns besonders gut gefallen.

K – Kolosseum

Brot und Spiele, das liebten die Römer. Heute ist das Kolosseum gemeinsam mit dem Forum Romanum eine große Touristenattraktion. Nicht nur ist es faszinierend und abstoßend zugleich, sich vorzustellen, wie das Volk oben auf den Rängen saß, während unten in den Käfigen die Gladiatoren und Tiere eingesperrt waren und nur auf ihren Kampf warteten. Die geschickte Bauweise des Amphitheaters ermöglicht auch zugleich schöne Blicke auf das Forum Romanum und die historische Altstadt.

Das Ticket für das Kolosseum mit einem festgelegten Zeitfenster zum Preis von zwei Euro musst du zwingend vorab online reservieren, da am Tag nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern zugelassen ist. Ich empfehle hier eine Buchung über die offizielle Seite www.il-colosseo.it (Deutsche Sprache kann eingestellt werden). Mit dem Ticket fürs Kolosseum kannst du anschließend auch ins Forum Romanum, ein bestimmtes Zeitfenster ist hierfür nicht mehr erforderlich.

L – Lateranbasilika

In Rom gibt es so viele Kirchen, dass du schnell den Überblick verlierst und kaum alle besichtigen kannst. Neben dem Petersdom lohnt sich die prunkvolle Basilica San Giovanni in Laterano. Sie ist eine der wichtigsten Pilgerkirchen und offizielle Kirche der Päpste. Der Eintritt ist kostenlos, du solltest aber darauf achten, angemessen gekleidet zu sein (Schultern und Knie bedeckt).

M – Monti

In Sichtweite zum Kolosseum findest du das älteste Viertel Roms. Monti hat an sich keine klassischen Sehenswürdigkeiten, dafür charmante Häuser, weniger prunkvolle Kirchen – und die quirlige Piazza della Madonna die Monti. Am Abend tummeln sich hier Einheimische rund um den Brunnen und genießen Aperol Spritz to go vom Kiosk am Platz.

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Monti ist das älteste Viertel Roms.

N – Nachtleben

Hoffentlich bist du einige Tage und Nächte in Rom, denn so charmant und quirlig Monti ist, so faszinierend ist auch das Viertel Trastevere südlich des Vatikans. Wenn man gepflegtes Nachtleben mit Restaurants und Bars sucht, dann ist man hier genau richtig. Trastevere besticht durch enge Gassen und teils heruntergekommene Fassaden und hat so seinen ganz eigenen Charme. Außerdem liegt es direkt am Tiber.

O – Orangengarten

Der Orangengarten befindet sich neben dem Viertel Testaccio auf dem Aventinhügel, einer der sieben Hügel Roms, und ist auch bei den Einheimischen sehr beliebt. Nach einem vollen Sightseeing-Tag mit vielen Eindrücken oder wenn die Sonne knallt, lässt es sich hier unter schattenspendenden Bäumen wunderbar entspannen – und dabei eine Aussicht auf die Altstadt, den Tiber und bis zum Petersdom genießen.

Gerade bei Sonnenuntergang ist hier ein idealer Ort, um die Magie des Lichts auf der Stadt zu spüren. Neben dem Orangengarten (Giradino degli Aranci) kannst du zudem durchs „Schlüsselloch von Rom“, dem „Buco di Roma“, lugen: An der grünen alten Tür des Malteserordens ist ein zerschlissenes Loch. Du siehst von dort durch den malerischen Garten direkt auf den Petersdom.

Vor der Tür bildet sich meist eine kurze Schlange und viele versuchen, ein Bild von dem Schlüsselloch mit dem Petersdom zu schießen. Die Licht- und Größenverhältnisse sind aber so, dass es für die meisten – mich eingeschlossen – unmöglich ist. So behältst du diesen einzigartigen Blick einfach nur in deiner Erinnerung.

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Vom Aventinhügel hast du eine tolle Aussicht auf den Tiber und bis zum Petersdom.

P – Petersdom

Urbi et orbi: Vom Petersdom, dem Zentrum katholischen Glaubens, wird der Segen in die Welt gesendet. Unzählige Pilger und Touristen bestaunen jährlich die Kirche des Papstes und das Wahrzeichen Roms. Dabei ist bereits der Petersplatz beeindruckend. Der Eintritt in den Petersdom ist frei, jedoch musst du dich auf eine Schlange gefasst machen, da strenge Sicherheitskontrollen und eine Kleiderordnung herrschen.

Weitere Wartezeiten kommen hinzu, wenn du auf die 137 Meter hohe Kuppel möchtest (siehe Titelfoto). Hierfür kostet der Eintritt mit dem Aufzug 10 Euro Person (nur Bargeld). Doch wer sich auf einen bequemen Transfer freut, der irrt: Der Aufzug spart „nur“ etwa 200 Treppenstufen. Auf halber Höhe blickst du dann hinunter ins Kirchenschiff und siehst Menschen und Priester wie Ameisen wuseln. Die letzten 320 Treppenstufen, bis ganz hinauf auf die Kuppel, musst du gehen – und das ist manchmal gar nicht so leicht. Denn der Gang ist schmal und die Wände teils schräg. Oben angekommen wirst du mit einem phantastischen 360-Grad-Blick über Rom belohnt!

Der Weg hinunter ist bisweilen genauso knifflig, jedoch weniger anstrengend. Der Aufzug lässt dich am Ende im Inneren der Kirche hinaus, sodass du das sakrale Gebäude anschließend auf dich wirken lassen kannst. Durch die Wartezeiten solltest du rund zwei Stunden Zeit für alles einplanen.

Q – Quadraro

Falls du nur ein Wochenende in Rom Zeit hast, wirst du vermutlich die wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten im inneren Stadtkern erkunden und auch dann fasziniert sein von der Vielfältigkeit der Stadt. Ich mag allerdings den Kontrast: Schicke altehrwürdige Gebäude machen Rom ebenso aus wie ganz normale Viertel, in denen die Einheimischen leben.

Wer in Quadraro wohnt, der spaziert vermutlich nicht täglich am Kolosseum und dem Petersdom vorbei. Hier kannst du authentisch den Alltag beobachten und zum Beispiel im „O’Sapor e Napule“ lecker und günstig Essen gehen. Das Viertel ist zudem bekannt für seine Street Art, zu finden in der Via dei Quintili, Via Diana, Via die Lentuli oder dem Quadraro Tunnel unter der Hauptstraße durch zur Via Decio Mure.

Der Abstecher nach Quadraro lässt sich mit dem Besuch der Via Appica Antica verbinden, da du vom Appia Antica Caffè mit dem Bus 60 und der Metro A schnell an der Haltestelle Porta Furba bist.

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Rom mal ganz anders: moderne Street Art in Quadraro.

R – Roma Pass

Du willst dir in Rom viel anschauen, dir langes Warten an der Kasse sparen und zusätzlich den öffentlichen Nahverkehr nutzen? Dann empfehle ich dir den Roma Pass. Der offizielle Rom Pass ist für 48 oder 72 Stunden gültig und beinhaltet freien Eintritt zu einer oder zwei Sehenswürdigkeiten. Wir hatten uns den Roma Pass für 72 Stunden geholt (Preis: 52 Euro) und kamen so gratis ins Kolosseum/Forum Romanum und die Engelsburg.

Viele empfehlen, den Roma Pass vorab online zu kaufen. Du musst ihn dann nur noch an einem von sechs Tourist-Infopoints in der Stadt abholen. Klingt gut, hat aber einen Haken: Die Abholung in den Infopoints ist nur vor 18 Uhr möglich. Und morgens öffnen sie teilweise erst um 9.30 Uhr. Als wir unseren Roma Pass um 18.30 Uhr am Flughafen abholen wollten, war dies nicht mehr möglich – der Kauf eines neuen Passes aber schon (was wir natürlich nicht wollten, da wir schon für die Reservierung bezahlt hatten).

Also hat es uns am nächsten Tag etwas gestresst, vor dem Besuch des Kolosseums noch an der Engelsburg den Pass abzuholen. Da man sich so oder so irgendwo anstellen muss, würde ich das nächste Mal den Pass einfach direkt vor Ort kaufen und bezahlen. Dein Zeitfenster für das Kolosseum kannst du übrigens dennoch vorab reservieren, da man beim Bestellvorgang keine Roma- Pass-Nummer oder ähnliches angeben muss.

S – Stadtmauer

In einer so geschichtsträchtigen Stadt wie Rom, in der du die Qual der Wahl zwischen unzähligen Sehenswürdigkeiten hast, fällt die Stadtmauer leicht unter den Tisch. Dabei wirst du ihr immer wieder begegnen: an der Lateranbasilika, am Petersdom oder auf dem Weg vom Flughafen zum Hauptbahnhof. Wenn du mit dem Bus 118 zur Via Appica Antica fährst, solltest du einen Stopp an der Porta San Sebastiano machen.

An diesem ehrwürdigen Stadttor ist die Mauer noch sehr gut erhalten. Außerdem hast du vormittags die Möglichkeit, in einen der beiden Türme nach oben zu steigen. Die Aussicht auf die grüne Seite Roms ist gigantisch. Im Inneren der Türme wird ein Museum betrieben, das sich über eine kleine Spende freut.

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An der Porta San Sebastiano findest du gut erhaltene Stadtmauern.

T – Trevi Brunnen

Neben dem Kolosseum und dem Petersdom ist der Trevi Brunnen vermutlich die bekannteste Sehenswürdigkeit Roms. Ich hatte schon gelesen, dass sich dort tagsüber die Menschmassen drängen. Wir spazierten daher um 23 Uhr vorbei – und es war proppenvoll. Ohne Frage: Der Brunnen ist beeindruckend, aber die Stimmung drum herum hat uns nicht gefallen, lauter dicht gedrängte Menschen und Touri-Abzocke. Wir gingen also schnell weiter. Viel schöner und weniger überlaufen hingegen ist der Brunnen Fontana di Fiumi am Piazza Navona. Der große belebte Platz an sich ist schon eine Augenweide und hier lässt es sich am Abend gut aushalten.

A propos Brunnen: Lasst euch besser nicht auf die vielen Wasserverkäufer am Vatikan, Kolosseum oder Petersdom ein. In der gesamten Stadt gibt es mehr als 2.500 Trinkwasserbrunnen, liebevoll „Nasone“ (große Nasen), genannt, an denen ihr euch erfrischen und eure Wasserflaschen auffüllen könnt. Wasserspender gibt es zum Beispiel im Inneren des Kolosseums, im Forum Romanum, am Petersplatz oder am Piazza Cavour.

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Weniger populär als der Trevi Brunnen, dafür mindestens genauso schön: Die Fontana di Fiumi an der Piazza Navona.

U – Untergrund

Im ersten und zweiten Jahrhundert nach Christus, als das Land knapp war und die ungläubigen Römer ihre Toten platzsparend verbrannten, schufen sich die Christen unter der Erde eine letzte Ruhestätte, um ihre Verstorbenen aufzubahren. Die sogenannten Katakomben waren rund tausend Jahre verschüttet. Heute sind sie ein gut erhaltenes Relikt frühchristlicher Bestattungskultur.

Eine Führung durch das Labyrinth in 20 Meter Tiefe ist absolut empfehlenswert. Die Calixus-Katakomben sind hier die Größten. Führungen in verschiedenen Sprachen, auch deutsch, finden immer zu jeder vollen Stunde statt und kosten acht Euro (Achtung: zwischen 12 und 14 Uhr haben die Katakomben geschlossen). Wir hatten das Ticket vorher online reserviert, was unnötig war. Man bekommt immer gut eine Karte vor Ort und schließt sich einfach der nächsten Führung an.

Die Katakomben liegen an der Via Apia Antica und sind mit dem Bus 118 zu erreichen. Im Inneren dürfen keine Fotos gemacht werden und längere Kleidung ist aufgrund der Temperatur und der Andächtigkeit des Ortes angemessen.

V – Vatikanische Museen

Ob gläubig oder kulturell interessiert: Die Vatikanischen Museen sind ein Muss, wenn man das erste Mal in Rom ist. Sie gehören zu den bedeutendsten Museen der Welt. Dementsprechend groß ist der Andrang und man muss vermutlich eine Weile am Ticketschalter stehen (oder hat sie vorher gegen Aufpreis bereits online gekauft).

Die Museen selbst beinhalten insgesamt 24 Museen und Galerien mit mehr als 70.000 Ausstellungsstücken. Wenn man an jedem Detail interessiert ist, kann man hier wahrscheinlich Tage verbringen. Ansonsten schließt man sich einfach dem Menschenstrom an und kommt so an den wichtigsten Highlights vorbei. Was uns besonders gefallen hat war die Galerie der Landkarten, die alleine schon aufgrund des langen, pompösen Gangs beeindruckend ist. Außerdem die Stanzen des Raffael und die Sixtinische Kapelle.

Die Tour führt schlussendlich über eine Wendeltreppe hinunter zum Ausgang. Die Helix-Treppe von Bramate war, obwohl nicht Teil des Museums im klassischen Sinn, am Ende einer meiner Favoriten. Tipp: In den Sommermonaten haben die Museen freitags und samstags bis 22.30 Uhr geöffnet – sonntags ist immer geschlossen.

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Die Vatikanischen Museen von außen.

W – William Kentridge Street Art Ponte Sisto

Zwischen der Ponte Guiseppe Mazzini und der Ponte Sisto erstreckte sich lange Zeit entlang der Mauern des Tiber eine große Wandmalerei des Künstlers William Kentridge. Das „Mural di William Kentridge“ ist sogar noch auf Google Maps zu finden. Leider ist das Kunstwert wohl seit ein paar Monaten verblasst: Als wir entlang liefen, war fast nichts mehr davon zu sehen. Ein Spaziergang am Tiber lohnt sich dennoch, um die grüne Seite Roms inmitten all des Trubels kennenzulernen. Die Brücke Ponte Sisto ist zudem der Ausgangspunkt einer Erkundungstour durch Trastevere.

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Auch ohne Wandmalerei lohnt sich ein Spaziergang entlang des Tiber, hier im Hintergrund die Ponte Sisto.

X – XXIII

23 Meter – so groß ist der Höhenunterschied der Spanischen Treppe in der römischen Altstadt. Die Spanische Treppe gehört neben dem Trevi Brunnen zu den bekanntesten Bauwerken in Rom. Und ja, es ist eine Treppe! Mehr kann man dazu fast nicht schreiben. Wir waren abends um 23 Uhr nach dem Trevi Brunnen dort und genossen es, auf den Stufen der Treppe Platz zu nehmen und das Gewusel rund um dem Brunnen zu verarbeiten.

Y – Yummie

Das ehemalige Arbeiter- und Schlachthofviertel Testaccio hat sich inzwischen zu einem Gourmet-Tempel verwandelt. Bei der vierstündigen geführten Tour „Taste of Testaccio“ bekommst du Einblicke in die leckersten kulinarischen Genüsse des Viertels, erkundest den lokalen Markt, nimmst an einer Essig- und Ölverköstigung teil, probierst echtes italienisches Gelato und erfährst, wie Spaghetti Carbonara und Cacio et Pepe so cremig werden, ohne einen einzigen Schuss Sahne.

Nebenbei lernt man einiges über das Viertel und was es mit dem Monte Testaccio und dem „Murale della Lupa“ auf sich hat. Der Preis für die Tour ist mit 79 Euro zwar etwas teurer, lohnt sich aber absolut als Kontrastprogramm zu Vatikan und Co., da die Tour wissenswert, lecker und vor allem sattmachend ist.

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In der Taverna Volpetti bekommst du italienische Köstlichkeiten.

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Z – Ziellos

In Rom lauert gefühlt an jeder Straßenecke eine neue Sehenswürdigkeit, ein historisches Gebäude, eine belebter Piazza oder eine faszinierende Straße. Man kann sich stundenlang treiben lassen – und sollte das auch machen, denn nur so kann man den Flair der Stadt richtig aufsaugen. Wie man aber vermutlich an diesem Artikel merkt, gibt es unheimlich viel zu sehen und die wenigstens bleiben eine ganze Woche in Rom. Wir hatten vier Tage zuzüglich An- und Abreisetag und kürzer würde ich es nicht empfehlen. Bei einem Tag länger wären wir noch ans Meer zu Ostia Antica und dem Lido di Ostia gefahren.

Rom | Hotel-Tipp & Tageseinteilung

Wir übernachteten im Coladir Guest House im Viertel Prati Nahe des Vatikans und der Engelsburg und können es empfehlen. Zuvor hatten wir nach einem ruhigen Zimmer gefragt und bekamen eines mit Fenster zum Innenhof.

Die vier Tage in Rom teilten wir wie folgt auf:

  • Tag 1: Kolosseum und Forum Romanum, Lateranbasilika, abends Viertel Trastevere und historische Altstadt mit Trevi Brunnen und Spanischer Treppe
  • Tag 2: Testaccio Food Tour, Aventinhügel mit Orangengarten und Buco di Roma, abends Viertel Monti
  • Tag 3: Vatikanische Museen und Petersdom, abends Engelsburg und Piazza Navona
  • Tag 4: Via Appia Antica mit Porta San Sebastiano und Katakomben, Viertel Quadraro und Piazza del Popolo, abends Viertel Coppedè

Hast du weitere Tipps zu den Rom Sehenswürdigkeiten? Dann ergänze sie in den Kommentaren.

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