12 Outdoor-Blogger zeigen ihre Wanderschuhe

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[Werbung] Die Auswahl an Wanderschuhen ist riesig und eine Kaufentscheidung oft schwierig. Diese 12 Outdoor-Blogger helfen bei deiner Wahl, denn sie stellen dir ihren Lieblingsschuh vor.
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Dieser Artikel ist mit „Werbung“ gekennzeichnet, weil Produktnamen erwähnt werden. Es gab aber keine finanzielle Unterstützung und die Outdoor-Blogger sind in ihrem Urteil unabhängig. 

Die Frage nach dem richtigen oder perfekten Wanderschuh?

Wenn man sich Wanderschuhe kaufen möchte, hat man inzwischen die Qual der Wahl. Der Markt ist riesig, die Auswahl enorm. Neulinge, die mit dieser beliebten Outdoor-Aktivität starten wollen, müssen sich entscheiden zwischen flachen und knöchelhohen Schuhen aus Leder oder Gore-Tex-Membran, steigeisentauglich oder nicht, mit flexiblen oder steifen bzw. stabilen Sohlen. Und auch der erfahrene Wanderer steht, wenn seine geliebten Schuhe nicht neu besohlt werden können oder einfach nicht mehr zu retten sind, vor der Frage: welcher Schuh soll’s denn diesmal werden?

Meine Motivation für diesen Artikel war ehrlich gesagt eine ganz andere: Neugierde! Schlichte Neugier! Ich wollte einfach wissen mit welchem Schuhwerk meine Blogger-Kollegen so unterwegs sind, wenn sie von ihren spannenden Touren berichten. Und vielleicht hilft dieser Artikel dem einen oder anderen, wohin die Reise gehen könnte beim Kauf eines Wanderschuhs. Die Entscheidung fällt letztlich natürlich immer beim Austesten von Schuhen am Fuss.

Los geht’s, hier sind die Lieblingswanderschuhe von 12 Outdoor-Bloggern:

Jörg von „Outdoorsuechtig“

Wanderschuhe Lowa Renegade GTX Mid

Wenn es um gute „Allround-Qualitäten“ beim Wandern geht, ist mein Lieblingsschuh der Lowa Renegade GTX Mid. Er hat sich sowohl im Mittelgebirge wie auch auf leichten Bergwanderungen bewährt. Auch „kilometerlastigere“ Aktionen wie z.B. 24-Stunden-Wanderungen oder Wandermarathons sind mit diesem Schuh machbar und der Renegade hat mich bislang immer zuverlässig ins Ziel getragen. Besonders gerne erinnere ich mich an den 100 km langen Megamarsch von Frankfurt nach Weinheim im vergangenen Jahr. Mit den Lowas an den Füßen habe ich den ohne Probleme überstanden.

Nur ins Hochgebirge sollte man damit nicht gehen, dazu ist die Sohle zu weich. Wie sehr ich dieses Modell liebe, erkennt man daran, dass ich nun schon das vierte Mal zu diesem Modell gegriffen habe. Mein Fazit: Reinschlüpfen und Wohlfühlen!

Zum Blogger: Jörg liebt die Natur, ausgiebige Geocaching- und Wandertouren sowie das Reisen. Mit seinem Blog Outdoorsuechtig.de möchte er seine Leser mit nach draußen nehmen, ihnen interessante Wanderungen und Regionen vorstellen sowie Tipps, Tricks und Anregungen rund um das Thema Wandern geben.

 

Thomas von „Mehr Berge“

Salewa Crow GTX

Bei meinen Wanderschuhen muss man unterscheiden: Für normale Touren unterhalb der Fels- und Firngrenze nutze ich den leichten adidas Terrex Fast R Mid GTX, darüber hinaus den (bedingt) steigeisenfesten Salewa Crow GTX. Dieser ist aktuell auch mein Lieblingsschuh (hier mein Testbericht). Erstens, weil ich Touren im Firn liebe, und zweitens, weil er mir mit meinem kürzlich gebrochenen Sprunggelenk den momentan notwendigen Halt bietet und ich mich dadurch bei jedem Schritt sicher fühle.

Ideale Touren für diesen Wanderschuh sind einfache Hochtouren mit Fels, Firn und Gletscherberührung, denn auch Steigeisen halten an seiner festen Sohle einwandfrei und sicher. Meine Highlights mit diesem Schuh waren u.a. die Sulzfluh im Rätikon in den Zentralalpen und der Abstieg durch den Rachen mit knapp 600 Höhenmetern Firnabfahrt sowie die Hochtour auf die Liebener Spitze (Obergurgl) in den Ötztaler Alpen.

Zum Blogger: Thomas berichtet zusammen mit Steffi und Armin auf dem Blog Mehr-Berge.de über die Erfahrungen und Erlebnisse unterwegs beim (Fern)Wandern in Österreich, Frankreich, Norwegen und in der Schweiz sowie über Klettersteig- und Bikepacking-Touren und übers Campen.

 

Erika von „Ulligunde“

Lowa Alpine Pro GTX

Mein Bergschuh, der Lowa Alpine Pro GTX, ist insofern etwas ganz besonderes für mich, weil ich ihn mir gemeinsam mit meinem Kooperationspartner Lowa selbst gebaut habe. Zwei Tage hat das Nähen und Kleben gedauert und am Ende hatte ich nicht nur einen Schuh in der Hand, in dem mein Name eingestickt war, sondern ich habe vor allem gelernt, wie unendlich viel Arbeit in so einem Schuh steckt. Das hatte ich vorher so nicht auf dem Schirm. Ich dachte immer, dass Schuhe „halt am Fließband“ entstehen.

Der größte Vorzug ist für mich persönlich, dass er einfach sehr gut sitzt. Ich musste ihn noch nicht mal einlaufen und das bedeutet viel bei so einem steifen Schuh. Mal ganz davon abgesehen, dass er einfach schick aussieht. 😉 Zur Verwendung kommt er vor allem bei leichten Hochtouren – er ist nur bedingt steigeisenfest – und bei Bergtouren. Es gibt übrigens ein Video davon, wie ich den Schuh baue.

Zur Bloggerin: Erika bloggt auf ulligunde.com und dieser Blog gehört zu den ältesten, sicher aber zu den „weiblichsten“ Alpinblogs. Seit 2010 geht es dort um Bergsport. Anfangs noch um Trekking und Wandern, inzwischen mehr um das Klettern in Fels, Eis und Schnee. Und darum, wie man mit der Angst am Berg umgeht, denn die Höhenangst war lange ein großes Thema für sie.

 

Timo von „Fjordwelten“

Garmont Fanes GTX

Wer auf der Suche nach dem richtigen Wanderschuh ist, dem muss ich eine Illusion rauben: Den einen Allrounder, der einfach für jede Gelegenheit der Schuh der Wahl ist, den gibt es leider nicht. Ich besitze deshalb mehrere, sehr verschiedene Wanderschuhe. Vor jeder Wanderung wähle ich einen davon aus, der zu Jahreszeit und Wetter, zur Länge der Wanderung, zum Untergrund und zu der Menge an Gepäck, die ich dabei habe, passt.

Trotzdem habe ich natürlich – wie wohl jeder Wanderer – einen Liebling, den ich im Moment besonders oft aus dem Schrank nehme. Ein vielseitiger Schuh, der zu vielen verschiedenen Wanderungen passt: den Garmont Fanes GTX. Ich lebe an den Fjorden Norwegens und bin hier sehr viel in den Bergen unterwegs. Ich nutze den Fanes GTX also vor allem auf Bergwanderungen, wo das Gelände oft sehr felsig ist. Die Vibram-Sohle ist sehr robust und hat einen guten Grip – das ist perfekt!

Der Wanderschuh ist dreiviertelhoch, was für mich ein schöner Kompromiss ist: Der Knöchel ist z.B. in Geröllfeldern gegen Umknicken deutlich besser geschützt als in einem halbhohen Schuh. Andererseits ist der Schuh deutlich leichter als ein hoher Wanderstiefel. Richtige Stiefel nutze ich eigentlich nur im kalten norwegischen Winter oder wenn ich Zelt und Schlafsack im großen Rucksack mit dabei habe.

Andererseits regnet es hier viel und ich muss selbst bei gutem Wetter immer auch mit matschigem Boden rechnen. Ein Großteil des Fanes GTX besteht aus robustem Nubukleder undist damit wasserfest. Nur die Zunge ist nicht aus Leder, dort kommt Gore-Tex-Technologie zum Einsatz. Das ist zwar nicht wirklich wasserfest, aber immerhin stark wasserabweisend. Kurz: Bei ernsthaften Wanderungen, die zwar nicht nur über Feldwege führen, aber auch keine komplizierten Flussüberquerungen oder Schneefelder beinhalten, ist der Garmont Fanes GTX für mich dann doch so etwas wie der perfekte Allrounder.

Zum Blogger: Timo steht schon immer auf Abenteuer in der Natur, aber seit er in Fjordnorwegen lebt, ist er so richtig wandersüchtig geworden. Auf seinem Blog Fjordwelten.de stellt er tolle Reiseziele in Norwegen vor und gibt auch Tipps für die richtige Ausrüstung. Den meisten dürfte Timo auch mit seinem zweiten Blog bruderleichtfuss.com, den es schon wesentlich länger gibt, bekannt sein.

 

Carsten von „Fastpacking“

Merrell All Out Charge

Schon seit mehr als zehn Jahren trage ich, außer bei Gletscher- oder Wintertouren, so gut wie in jedem Gelände und bei nahezu jedem Wetter am liebsten Trailrunningschuhe zum Wandern. Da ich als Ultraleicht-Trekker meist mit leichtem Rucksack und ohne viel Gewicht unterwegs bin, brauche ich auch nicht die Schuhe bzw. Stiefel wie traditionelle Trekker, die hohe Lasten tragen.

 

Besonders den Merrell All Out Charge mag ich deswegen, weil die Innenseite – samt Knickfalte – aus einem verstärkten Material besteht. Andere Trailrunningschuhe zerstöre ich schnell durch’s Tragen, d.h. ich verschleiße das Material beim Wandern ziemlich zügig. Beim All Out Charge ist das nicht der Fall. 🙂 Irgendwann kriege ich zwar auch diesen Schuh durch, aber gerade habe ich mit wieder ein neues Modell gekauft. 😉

 

Zum Blogger: Carsten („Sauerkraut“) ist Long-Distance-Trekker und immer mit leichter Ausrüstung unterwegs. Auf seinem Outdoor-Blog Fastpacking.de schreibt über Ultralight Trekking und viele andere Outdoor-Themen. Außerdem gibt er Weitwanderkurse.

 

Björn von „St. Bergweh“

La Sportiva Boulder X

Mein Lieblingswanderschuh ist der La Sportiva Boulder X. Eigentlich ist er gar kein Wander-, sondern ein Approach-Schuh – oder deutsch: Zustiegsschuh. Das bedeutet, er ist eigentlich eher für kurze Strecken gemacht, nämlich den Weg zur Kletterwand, wo man dann in den Kletterschuh wechselt, und zurück. Trotzdem schwöre ich auch bei längeren Wanderungen auf den seit Jahren nahezu unveränderten Boulder X des italienischen Bergschuhspezialisten La Sportiva. Warum? Weil er für einen Halbschuh durchaus stabil und robust, aber trotzdem unglaublich bequem ist.

So hat er mich unter anderem schon mehrfach bei meinen traditionellen St. Bergweh Harz-Trips (2-Tage-Rundtour mit knapp 55 km um und über den Brocken), während diverser Tagestouren auf einem Roadtrip durch Norwegen und bei verschiedensten alpinen Hüttentouren in den Alpen begleitet. Und es ist der wahrscheinlich einzige Wanderschuh, der den gesamten Laugavegur inkl. Fimmvorduhals-Trail auf Island absolviert hat, ohne jemals den Boden berührt zu haben.

Aufklärung: Ich habe meinen Mammut Comfort High GTX Surround nicht vertraut, die mich zwei Jahre zuvor zum Abbruch der Tour gezwungen hatten, was allerdings weniger an dem Schuh selbst, sondern eher an einer gereizten Sehne auf der Außenseite meines linken Knöchels lag. So bescheuert wie es klingt: Ich hatte tatsächlich ein zweites Paar Schuhe auf der legendären Zelttrekkingtour dabei – eben besagten La Sportiva Boulder X – habe sie aber während der gesamten sechs Tage nie getragen.

Zum Blogger: Björn lebt seit 12 Jahren in Hamburg und hat im Jahr 2011 den Outdoor-Blog St. Bergweh gegründet, um sich und anderen norddeutschen Bergverrückten mit kurzweiligen Storys und schönen Bildern einen digitalen Sehnsuchts- und gleichzeitig Zufluchtsort zu schaffen.

 

Alex von „Outdoorfever“

La Sportiva Nepal Evo GTX

Mein Lieblingswanderschuh und treuester Begleiter auf meinen Berg- und Hochtouren ist ein durch und durch technischer Bergschuh, der La Sportiva Nepal Evo GTX. Für „normale“ Wanderungen wie beispielsweise in der Pfalz, auf der Schwäbischen Alb, im Schwarzwald oder auf leichteren Bergtouren ist dieser Schuh eher weniger geeignet. Für solche Touren habe ich keinen Favoriten und probiere immer mal wieder neue Modelle aus.

Der La Sportiva Nepal Evo GTX wurde für den anspruchsvollen Einsatz in Hochgebirge und Eis konzipiert und genau in diesem Terrain habe ich den Schuh auch im Einsatz. So hat er mich schon auf so einige Drei- und Viertausender der Alpen geführt und mich auch auf meiner Trekkingtour durch das Markha Valley mit Gipfelbesteigung des Kang Yatze (6.400 m) in Ladakh begleitet. Da ich einen eher schmalen Fuß habe, hat mich dieser Schuh von Anfang an mit seiner Passform überzeugt.

Wichtig sind mir auch die Isolationseigenschaften und die Steifheit der Sohle für die Aufnahme von vollautomatischen Steigeisen. All diese Anforderungen werden von diesem Schuh erfüllt und ich habe den Kauf nicht bereut. Für alle, die hoch hinaus wollen und einen eher schmalen Fuß haben, kann ich diesen Schuh empfehlen.

Zum Blogger: Alex teilt seine Leidenschaft für das Reisen und für Draussen auf seinem Blog Outdoorfever.de. Dort schreibt er von seinen Fernreisen, Bergtouren und den kleinen und großen Abenteurern auf Reisen.

 

Gregor von „Jäger der Berge“

Lowa Laurin Pro GTX Mid

Ich gebe zu, dass ich bei dem Aufruf zum diesem Roundup erstmal überlegen musste, ob ich überhaupt einen Lieblingswanderschuh habe. Mittlerweile bin ich auf leichten Wanderungen lieber mit Trailrunning-Schuhen als mit klassischen Wanderschuhen unterwegs. Aber es gibt in der Tat noch einen „richtigen“ Wanderschuh in meinem Schrank, den ich ich als Lieblingswanderschuh bezeichnen würde: den Lowa Laurin Pro GTX Mid Bergschuh. Wie man bei dem Namen schon vermuten kann, ist der Schuh allerdings eher fürs grobe Gelände gemacht.

Der Laurin ist ein idealer Begleiter auf schönen Bergtouren. Auf schmalen, schroffen Wegen fühlt er sich wohl und selbst Kletterpassagen am Fels oder Klettersteige meistert er ohne Probleme. Dabei hilft auch das – wie ich finde – geringe Gewicht des Schuhs enorm. Mit seiner extrem griffigen Vibram-Sohle bringt er mich im rauen Gelände sicher von A nach B. Was ihn aber für mich besonders macht, ist die Tatsache, dass er unheimlich bequem ist und die Füße dank der Gore-Tex-Membran trocken durch sämtliche Wetterkapriolen trägt. Genau deswegen ist der Laurin mein liebster Wanderschuh!

Zum Blogger: Gregor von Jäger der Berge liebt die Berge, ist laut eigenen Angaben allerdings viel zu selten dort. Auf seinem Outdoor-Blog berichtet er von seinen kleinen und großen Erlebnissen in den Bergen oder direkt vor seiner Haustür.

 

Robert von „Vitamin Berge“

Asics Gecko XT

Mein absoluter Favorit ist momentan der Asics Gecko XT. Es ist ein Trailrunningschuh, eigentlich kein klassischer Wanderschuh. Allerdings komme ich mit den leichteren Schuhen durch das direkte Feedback, welches man beim Laufen hat, insgesamt besser zurecht. Schwere Bergschuhe sind mir zu unflexibel und starr. Da ich zumeist flotter unterwegs bin, ist das die perfekte Wahl für eine Mischung aus Wandern und Laufen. Trailrunning also mit Wander-Passagen zwischendrin.

Egal ob ich auf Madeira, im Ötztal oder in Südtirol unterwegs bin – dieser Schuh ist mir treu. In diesem Jahr wird er auch mein Begleiter sein auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran.

Zum Blogger: Robert ist am Liebsten in den Bergen unterwegs und er braucht viel „Vitamin Berge“. So lautet auch der Name seines Blogs – genauer gesagt ist es ein Podcast für Bergliebhaber. Dort dreht sich alles um die Themen Berge, Fotografie, Wandern und Trailrunning.

 

Sven von „Auf und Ab“

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Altra Lone Peak

Richtig klassische Wanderstiefel habe ich tatsächlich schon seit einigen Jahren nicht mehr getragen. Stiefel sind mir einfach zu schwer, unbeweglich und auf langen Strecken zu unbequem. Mein Wanderschuh der Wahl, für lange Wanderungen mit hoher Kilometerleistung, ist ein etwas spezieller Trailrunningschuh: der Altra Lone Peak. Er begleitet mich jetzt schon seit einigen Jahren, bringt mich unbeschadet durch die heimischen Alpen und steckt auch mal Kletterpassagen oder einen Klettersteig weg. Das besondere am Altra ist: er hat eine sehr breite Zehenbox für genügend Raum für die Zehen. Der Vorteil: weniger Blasenbildung.

Er kommt mit „Zero Drop“ (null Sprengung) daher, das heißt, er ist hinten nicht höher als vorne. Der Fuß wird nicht angehoben oder gestützt, das entspricht eher dem „Natural Movement“, also der natürlichen Bewegung, und kräftigt die Füße, Sehnen und Gelenke. Außerdem hat er ein ordentliches Profil, man kann leichte Gamaschen befestigen und es gibt ihn vor allem ohne wasserdichte Membran. Membranen in den Schuhen halten nicht dauerhaft trocken, und wenn die Schuhe dann mal nass sind, trocknen sie kaum mehr. Ohne Membran wird’s halt direkt nass, aber mit Ersatzsocken für die Nacht besteht die Chance, dass die Schuhe am nächsten Morgen wieder halbwegs trocken sind.

Zum Blogger: Sven steht auf große Wüstenabenteuer und Fernwanderungen, aber auch auf kleine, schnelle Wanderungen in den Hausbergen in seiner neuen Heimat, der Zugspitzregion. Wenn ihm der Alltagstrubel zu viel wird, relaxed er bei Microadventures in der näheren Umgebung. Auf seinem Blog aufundab.eu schreibt er seit Ende 2010 über seine Erfahrungen und Erlebnisse.

 

Thomas von „Trekkinglife“

Lowa Aerox GTX

Der Wanderschuh Lowa Aerox GTX ist recht neu auf dem Markt, aber schon jetzt mein Favorit. Warum? Wasserdicht, atmungsaktiv und sehr bequem. Ich hatte den Schuh zum Beispiel auf unserer Wanderung in Schweden an, der Weg verlief sowohl über Waldpfade mit Wurzeln als auch über felsigen Untergrund, und da hat sich der Schuh echt bewährt. Auch auf feuchteren Passagen wie beispielsweise Holzplanken auf dem Sörmlandsleden, die durch Moorgebiet führen, bietet der Schuh einen guten Halt. Das liegt vor allem an der stark profilierten Sohle.

Innen ist der Schuh komplett nahtfrei gefertigt, sodass ich bisher keine einzige Druckstelle oder Blasen hatte. Er besitzt eine Gore-Tex-Surround Technologie, was bedeutet, dass eine Membran verarbeitet ist, die um den ganzen Fuß herumführt, sodass dieser vollkommen wasserdicht und auch atmungsaktiv ist. Solange es nicht ins absolute Hochgebirge geht, ist der Lowa Aerox deshalb mein Favorit.

Zum Blogger: Thomas schreibt zusammen mit Jannik über Wanderungen und Trekkingtouren auf dem Blog Trekkinglife.de. Sie berichten vor allem von Fernwanderwegen in Europa, außerdem geben sie Tipps für Outdoor-Abenteuer in der Natur.

 

Hendrik von „Hiking in Finland“

Luna Sandals Oso Flaco

Mein Lieblingswanderschuh ist gar kein Schuh, sondern eine Sandale. Aber nicht irgendeine herkömmliche Sandale, sondern die Luna Sandals Oso Flaco. Ich trage sie nun seit fast schon fünf Jahren und jedes Jahr im Frühling, wenn es endlich warm genug ist, mache ich fast Freudensprünge, wenn ich die Lunas aus dem Schrank holen kann. Eine Tour mit diesen Sandalen, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, war meine Tatra Traverse-Tour, denn da hatte ich auch noch Bergsteigerschuhe dabei.

Aber bei 25° C sind Bergschuhe einfach eine Qual und ich habe meine Lunas bei diesem warmen Wetter sehr viel lieber angehabt. Das Besondere bei diesen Sandalen ist übrigens, dass sie fest am Fuß sitzen und man auch mit ihnen rennen kann. Das ist sogar der Grund, wozu Sie ursprünglich und immer noch benutzt werden. Am besten erkundigt euch mal und testet sie aus, und wer weiss – vielleicht seid ihr selbst bald ein Luna Monkey!

Zum Blogger: Hendrik schreibt und fotografiert zu den Themen Wandern, Skitouren gehen, Bikepacking und Packrafting auf Hiking in Finland, dem meistgelesenen Skandinavischen Outdoor-Blog.

 

Auch wenn diese Auswahl mit insgesamt 12 Teilnehmern nicht repräsentativ ist, erlaube ich mir, hier nochmal kurz zusammenzufassen:

  1. die Marke Lowa hat bei diesem Round-up die Nase vorn (4 Nennungen), danach kommen La Sportiva (2 Nennungen) sowie Salewa, Garmont und Merrell mit jeweils einer Nennung. Interessant ist, dass mit Asics und Altra (jeweils 1 Nennung) zwei Laufschuh-Marken und mit Luna Sandals sogar eine Sandalen-Firma dabei sind.
  2. der Trend auf dem Outdoor-Markt hin zum leichten Wanderschuh mit flexibler Sohle, bis hin zum Lauf- und Trailrunning-Schuh, der auch bei Wandertouren in den Bergen eingesetzt wird, zeigt sich auch hier. Nur vier der insgesamt 12 Outdoor-Blogger nennen einen steigeisenfesten Wanderschuh aus Leder mit steifer bzw. stabiler Sohle als ihren persönlichen Lieblingswanderschuh (womöglich auch ein Hinweis darauf, wo die Blogger gerne und vorwiegend draußen unterwegs sind). Bei der Kaufentscheidung scheint für die meisten das Abwägen zwischen den Faktoren Gewicht und Stabilität bzw. Flexibilität eine zentrale Rolle zu spielen.
  3. viele der befragten Outdoor-Blogger weisen darauf hin: die Sache mit dem perfekten Wanderschuh ist immer individuell und abhängig vom Einsatz, der Passform, der Beschaffenheit der Wege, auf denen man sich überwiegend aufhält, und ob sich ein Schuh einfach gut am Fuss anfühlt und perfekt sitzt. Schließlich muss man mit der Wahl seiner Wanderschuhe zufrieden sein und sich sicher fühlen auf den Wanderwegen, die einem unter die Sohlen kommen.

Photocredit Titelbild: Werner Müller-Schell

 

Hast du Erfahrungen mit einem der hier genannten Wanderschuhe gemacht oder hast weitere Ergänzungen zu den Tipps und Erfahrungen der Outdoor-Blogger? Welches ist dein persönlicher Wanderschuh und warum? Ich freue mich auf deinen Kommentar und dein Feedback!

 

Heiko Müller

Heiko Müller

Ich bin Redakteur, Reiseblogger und Gründer von People Abroad. Verreist du auch so gerne wie ich? Dann haben wir mindestens eine Gemeinsamkeit. Was ich am liebsten unterwegs mache? Mich auf neue Orte, Menschen und Kulturen einlassen. Laufen und biken. Fotografieren, schreiben und hier bloggen. Hinterlasse einen Kommentar oder kontaktiere mich unter info@people-abroad.de.
Heiko Müller

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