Die Weitwanderwege des Nordens im Blick

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Simon Michalowicz ist am liebsten draußen mit seinen Wanderschuhen unterwegs. Besonders die Fern- und Weitwanderwege faszinieren ihn. Sein bisher größtes Abenteuer war die Durchquerung von Norwegen der Länge nach. Insgesamt 140 Tage war er zu Fuß bis zum Nordkap unterwegs. Hier berichtet er über seine Leidenschaft Fernwandern.

Simon, du bist Weltenbummler und Fernwanderer. Erzähle uns wie das mit dem Fernweh bei dir angefangen hat?

Aus einer Bierlaune heraus haben wir den Rothaarsteig im heimischen Sauerland unter die Füße genommen. So fing alles an, das Fernwandern gefiel mir und ich habe mich allmählich gesteigert. Zuerst Irland, dann Schottland und Norwegen. Und dort bin ich dann hängen geblieben, habe mein Herz endgültig an den Norden verloren.

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Skandinavien und die nordischen Länder haben es dir besonders angetan. Was macht für dich den Reiz dieser Outdoor-Region aus?

Das ist ganz einfach: die Skandinavier lieben es einfach draußen zu sein! Das Friluftsliv ist ein ganz normaler Teil der Alltagskultur, am Wochenende auf Tour zu gehen für viele Leute dort einfach ganz selbstverständlich. Und wenn man dann selbst einmal das weite und schroffe Fjell, also die Bergregionen dort im Norden erlebt hat, der wird schwer wieder davon loskommen.

Wie kommt’s eigentlich zum Namen deines Blogs „Simon på tur“ und was bedeutet er?

Das bedeutet auf Norwegisch „Simon auf Reisen“ oder „Simon unterwegs“. Ich wollt einen Namen für den Blog, der persönlich ist und mich auch direkt mit Norwegen und dem dortigen Friluftsliv verbindet. Und das passt glaube ich ganz gut, auch wenn ich öfters mal eine E-Mail bekomme, die wie folgt beginnt: Sehr geehrter Herr Patur!

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Wie gehst du vor, wenn du eine Reise planst, was nimmst du mit, wie bist du üblicherweise unterwegs?

Ich bin zumeist ganz einfach zu Fuß oder im Winter mit Backcountry-Ski unterwegs. Wenn ich eine Idee zu einer Tour habe, versuche ich mich umfassend im Internet und mit Hilfe gängiger Literatur darüber zu informieren. Oft lese ich auch einfach Reiseberichte zum Beispiel bei www.outdoorseiten.net und lasse mich inspirieren. Bei der Planung gehe ich dann schon recht detailverliebt an die Sache heran, versuche mir ein möglichst umfassendes Bild von allem rund um die Tour zu machen. Ich mache daraus dann aber keine Raketenwissenschaft, aber die Planung macht mir schon immer viel Freude. Auch bei der Ausrüstung bin ich eher konservativ und komfortabel unterwegs. Ich will mich absolut auf meine Ausrüstung verlassen können und verzichte dementsprechend auf ultralight Dinge wie ein Tarp oder so. Das ist mir einfach zu unbequem und unkomfortabel. Ich hab’s gerne bequem. 😉

Im Jahr 2013 hast du ein besonderes Abenteuer durchgezogen: du hast Norwegen einmal der Länge nach per Pedes durchquert. Wie war’s?

Einfach genial! Unfassbar gut, extrem anstrengend und jede Mühe wert. Ich wollte einfach mal genau mein Ding machen, und so war es dann auch. Ein großes Abenteuer, mit allem, was dazu gehört. Wahnsinnig viel Vorbereitung, Ängste, Vorfreude und in der Realität noch sehr viel eindrücklicher als ich es mir hätte jemals vorher vorstellen können. Die Tour zu machen war die beste Entscheidung überhaupt und hat mein ganzes Leben verändert. Ich bin unendlich dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte dieses Abenteuer zu wagen

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Kannst du neben den längeren Reisen auch Microabenteuern vor deiner Haustür etwas abgewinnen? Falls ja, wie sieht das bei dir aus?

Ehrlicherweise habe ich mich damit lange echt schwer getan. Irgendwann hab ich es dann einfach mal ausprobiert und es hat viel Spaß gemacht. Seitdem ziehe ich immer mal wieder am Wochenende los, gerne auch mit Zelt im Rucksack, und erkunde die Umgebung. Diese kleinen Abenteuer machen richtig viel Spaß. Man muss ihnen oft nur mal eine Chance einräumen.

Dein ultimativer Tipp für den fernweh-geplagten Leser?

Denk nicht zu viel nach, mache keine Raketenwissenschaft daraus und versuche so gut es geht, die Konjunktive in deinem Leben zu streichen. Geh einfach raus, ziehe los und mache irgendwas, worauf du so richtig Lust hast. Und nicht sofort aufgeben, wenn es einmal nicht so funktioniert wie geplant. Das gehört ganz einfach dazu und jede Erfahrung ist besser als gar keine Erfahrung. Zu Hause auf dem Sofa hat noch keiner seine Abenteuer-Träume verwirklicht!

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Alle Fotos: © Simon Michalowicz

Auf seinem Blog www.simonpatur.de berichtet Simon über seine Abenteuer, über Weihwanderwege in Norwegen, Skandinavien und vieles mehr. Seine Fotos und Reiseeindrücke findet ihr auf Facebook und Instagram. Mehr Infos zu seinem Buch „Norwegen der Länge nach“ findest du hier.

Und hier stellen wir dir noch drei weitere Abenteurer vor – schau mal rein:
Thomas Bauer, David Wolf, Maximilian Semsch

Heiko Müller

Heiko Müller

Ich bin Redakteur, Reiseblogger und Gründer von People Abroad. Verreist du auch so gerne wie ich? Dann haben wir mindestens eine Gemeinsamkeit. Was ich am liebsten unterwegs mache? Mich auf neue Orte, Menschen und Kulturen einlassen. Laufen und biken. Fotografieren, schreiben und hier bloggen. Hinterlasse einen Kommentar oder kontaktiere mich unter info@people-abroad.de.
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1 Antwort zu “Die Weitwanderwege des Nordens im Blick

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