Farmarbeit: Work and Travel in Norwegen

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Work and Travel ist richtig angesagt. Vor allem nach dem Abi zieht es viele zum Jobben in die Ferne. Jan war zum Work and Travel in Norwegen. Dort hat er auf einer Farm in der Nähe der Lofoten gearbeitet. In seiner Freizeit hat er zusammen mit anderen Freiwilligen die Umgebung erkundet. Über seine Zeit in Norwegen wollten wir mehr wissen.

Vor einiger Zeit hat uns Jan Ritter erzählt wie er sein Work and Travel in Norwegen geplant hat. Den Artikel dazu findest du hier: Nach dem Abi: Work & Travel in Norwegen. Jetzt waren wir natürlich neugierig wie sein Farmstay in Norwegen war und wie es ihm im Land gefallen hat. Zum Glück haben wir ihn in Plauderlaune erwischt und er hat uns über seine Erfahrungen berichtet.

Wie war das Arbeiten auf der Farm und was hast du alles gemacht?

Morgens haben wir immer zuerst die Kühe und Schafe versorgt, also die Tiere gefüttert und den Stall geputzt. Die Arbeit danach sehr unterschiedlich – je nachdem was gerade anfiel. Es war so ziemlich alles dabei, was man sich unter einer Arbeit auf einer Farm vorstellen kann. Bei typisch norwegischem Wetter, also wenn es kalt und nass war, haben wir Holz gehackt. Auf dem weitläufigen Gelände wurden beispielsweise die Tiere gezählt oder die Zäune erneuert. Wir haben auch viel angestrichen, von den Ställen bis zur kompletten Hausfassade.

Und natürlich, wie es sich auf einer Farm gehört, sind wir auch sehr häufig mit dem Traktor herumgefahren, um Futter und Werkzeuge zu transportieren. Es gab eigentlich immer etwas zu tun und es war auch meistens sehr abwechslungsreich. Manche Arbeiten haben mehr Spaß gemacht, andere weniger, jedoch wurde es mit den anderen Freiwilligen nie langweilig bei der Arbeit. Das Arbeitsklima war sehr entspannt. Dem Gastgeber Geir war es wichtig, dass die Arbeit auf der Farm richtig gemacht wurde. Wie lange man für die Arbeit braucht war ihm weniger wichtig.

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Wie viele Arbeitsstunden warst du täglich im Einsatz?

Am Tag haben wir so zwischen vier bis fünf Stunden auf der Farm gearbeitet, manchmal waren wir auch früher fertig.

Wo hast du auf der Farm gewohnt?

Wir Freiwilligen waren in einer eigenen Wohnung im Haus des Gastgebers untergebracht. Die Wohnung war zwar klein, aber es war genug Platz für alle und es war alles vorhanden. Also eigenes Baden, Küche und so weiter. Echt super war die tolle Aussicht direkt auf einen norwegischen Gletscher!

Wie hast du dich mit dem Gastgeber verstanden?

Mein Gastgeber Geir war ein sehr, sehr netter und angenehmer Mensch. Er war quasi die Ruhe in Person. Während der Arbeit erklärte er alles genau, hat sich Zeit genommen und war nie im Stress. Das gilt übrigens für die meisten Norweger.

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

Wenn wir Freiwilligen nicht gearbeitet haben sind wir oft mit dem Boot auf dem Fjord zum Angeln rausgefahren. Und wie es sich für Norwegen gehört, waren wir sehr oft wandern. Toll war es, wenn wir um ein Uhr nachts auf einem Berggipfel angekommen sind und gesehen haben wie am Horizont langsam die Sonne über dem Meer untergeht. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen durch den Svartisen-Nationalpark mit dem gleichnamigen Gletscher zu wandern. Ein echt schöner Park.

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Da wir meistens Glück mit dem Wetter hatten, weil es nur selten geregnet hat, konnten wir oft die Gegend erkunden. Dafür bekamen wir das Auto von Geir. Bei einer Tour haben wir sogar einen Elch gesehen. Falls wir dann doch mal schlechtes Wetter hatten, sind wir in der Wohnung geblieben, Aber wir waren eine super Gruppe und hatten viel Spaß auch bei schlechtem Wetter.

Welches ist dein norwegisches Lieblingsgericht?

Definitiv Elchfleisch – das ist sehr lecker!

Für wen ist die Farmarbeit weniger geeignet?

Insgesamt für Leute, die ein Problem damit haben sich schmutzig zu machen und die nicht mit anpacken können.

Kannst du anderen eine Farmarbeit in Norwegen empfehlen?

Ich kann es jedem nur empfehlen, vor allem wenn man gerne in der Natur ist und kein Problem mit Tieren hat. Bei meinem Aufenthalt ist alles sehr gut gelaufen. Die Arbeit auf dem Bauernhof war eine tolle Erfahrung, der Gastgeber ein super Typ und Norwegen ist ein schönes Land.

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Fotos: Jan Ritter

Hier findest du den Artikel, in dem Jan berichtet wie er sein Work and Travel in Norwegen geplant hat: Nach dem Abi: Work & Travel in Norwegen. Zum Thema Work and Travel findest du hier noch weitere Artikel.

 

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Erwin Ritter

Erwin Ritter

Als Schüler bin ich mit dem Fahrrad und Mofa kreuz und quer durch Deutschland gefahren. Nach meiner kaufmännischen Ausbildung war ich in Frankreich, danach in Finnland. Dort habe in einem Feriendorf in Lappland gejobbt. Danach verschlug es mich aus beruflichen Gründen für zwei Jahre nach Irland. Hier schreibe ich rund um das Thema Ausland und Reisen.
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