[Werbung] Das Vallée de la Bruche zwischen dem Elsass und den Vogesen bietet vielseitige Wanderwege und Rundtouren mit unterschiedlicher Länge. Tipps für Naturerlebnisse im Bruche-Tal.
Kooperation | Vallée de la Bruche
Das Vallée de la Bruche westlich von Straßburg ist ideal, wenn man eine Wanderreise ins Elsass ohne Auto machen möchte. Mit der Bahn ist man von der Elsass-Metropole in weniger als 30 Minuten im idyllischen Bruche-Tal und findet dort wunderschöne Wanderwege, abwechslungsreiche Pfade und kurzweilige Rundtouren für jeden Geschmack. Bei Wanderungen kann man in Bauerngasthöfen einkehren, die Vorzüge der Elsässer Küche genießen und dort auch übernachten.
Die Region im Département Bas-Rhin in der französischen Region Grand Est ist geprägt von waldreichen Bergen und Hügeln, saftigen Wiesen und ertragreichen Feldern. Seinen Namen verdankt die Region dem Fluss Bruche, der sich durch das malerische Tal schlängelt. Das Bruche-Tal lockt mit herrlichen Naturerlebnissen, die sich beim Wandern und Radfahren entdecken lassen. Die Region im Elsass kann man sportlich-aktiv oder entspannt-genussvoll ganz individuell erkunden.
Vom Climont-Gipfel hat man großartige Ausblicke auf die Landschaft, wie auch vom Château de la Roche bei Bellefosse. Wenn man das Wandern mit dem Radfahren kombinieren will, fährt man auf dem Radweg „La Vélo Bruche“ am Fluss entlang durch das malerische Tal. Beide Outdoor-Aktivitäten lohnen eine Reise in das Vallée de la Bruche.
Vallée de la Bruche | Wanderung zum Climont-Gipfel
Die Wanderung zum Climont-Gipfel beginne ich an meiner Unterkunft, der Ferme du Nouveau Chemin – Prairies du Hang, außerhalb von Bourg-Bruche. Die Gemeinde ist verkehrsgünstig mit der Bahn erreichbar und zum Gipfel wandert man in südöstlicher Richtung. Der Weg führt durch einen herrlich schattigen Wald, anfangs noch auf einem breiteren Forstweg, der später in einen schmalen Pfad übergeht. Mit jedem Schritt tauche ich weiter ein in die Natur des Bruche-Tals und genieße die Ruhe und Stille des Waldes.
Die Sonne schickt immer wieder helle Strahlen zwischen den hohen Bäumen hindurch, während der Wanderweg langsam, aber stetig, weiter an Höhe gewinnt. Entlang der Strecke wachsen üppige Waldblumen, Farne und feuchtes Moos. Die Temperaturen sind an diesem Tag perfekt, etwas mehr als 20 Grad Celsius, und ich steige nach einer kurzen Trinkpause weiter hinauf in Richtung Gipfel. Mit zunehmender Höhe bieten sich wunderbare Ausblicke in die schöne Landschaft, die geprägt ist von sanften grünen Hügeln.
Der Climont selbst, 965 Meter über dem Meeresspiegel, ist ein markanter Berg mit einem trapezförmigen Gipfel. Er gilt als schönster Berg der Sandsteinvogesen und gehört zu den Wahrzeichen des Bruche-Tals. An ihm entspringen die Breusch (Bruche) und der Giessen. Als imposanter Buntsandsteinblock sitzt der Gipfel quasi auf einem Grundstein aus Granit. Der Vogesenclub errichtete 1871 auf dem Climont den 17 Meter hohen Juliusturm (Tour Jules), benannt nach dem damaligen Vorsitzenden Julius Euting.
Climont-Gipfel mit Juliusturm
Schließlich erreiche ich den Juliusturm, steige die steinernen Stufen hinauf und genieße die großartige Rundumsicht auf die Berge und Hügel im Elsass und den Vogesen. Der Ausblick beeindruckt mich, auch die satten Grüntöne in den verschiedenen Variationen, die sich einem von oben bieten. Idyllische Orte, beschauliche Weiler und freiliegende Höfe kann man in der Umgebung erkennen. Das waldreiche Mittelgebirge ist perfekt zum Wandern und Radfahren, was man u.a. auch bei dieser wunderbaren Aussicht sehen kann.
Nachdem ich die Rundumsicht ausgiebig in mich aufgesogen habe, lege ich noch eine Rast an der Bank neben dem Turm ein, bevor ich die Wanderung fortsetze. Über schmale Pfade und Trails geht es nun langsam bergab, wobei der Wanderweg zuerst freie Blicke in die Landschaft bietet und dann später – wie beim Aufstieg – durch einen artenreichen Wald führt. An heißen Sommertagen ist es bestimmt sehr angenehm, wenn man hier im Schatten wandern kann. Das scheint mir definitiv ein Vorteil der Tour zu sein.
Später verläuft der Weg an saftigen Wiesen vorbei bis zur Unterkunft südlich von Bourg-Bruche. Von dort aus kann man einen der Züge nehmen, die tagsüber regelmäßig verkehren. Die Wanderung zum Climont-Gipfel ist herrlich kurzweilig und lohnenswert. Meine Wanderung war 13 km lang mit 460 hm und ich war etwas mehr als drei Stunden unterwegs. Der reine Rundweg hinauf zum Gipfel, ohne die Strecke zu Beginn und am Ende, ist insgesamt kürzer, den Überblick und Link dazu gibt es nachfolgend.
Wanderung zum Climont-Gipfel
Schwierigkeitsgrad: mittel
Länge: 7,5 km
Dauer: 02:30 h
Höhenmeter: 300 m
Weitere Informationen zur Tour gibt es auf der Website von Visit Alsace hier.
Vallée de la Bruche | Übernachten auf dem Bauernhof
Während meiner Wanderreise im Elsass habe ich in der Ferme Nouveau Chemin – Prairies du Hang übernachtet. Nicolas lebt hier mit seiner Familie und bietet Wanderern, Radfahrern und Aktivurlaubern gemütliche Gästezimmer. Schöne Bauernhöfe, meist in malerischer Idylle gelegen, die auch als Unterkunft firmieren, sind ganz typisch für das ländlich geprägte Vallée de la Bruche. Die Naturerlebnisse liegen meist direkt vor der Haustür, sie können morgens nach einem Frühstück umgehend erkundet werden.
Die Atmosphäre auf dem Bauernhof ist herzlich und familiär, neben der Familie leben hier noch Curly-Pferde, Hühner und ein Hund. Die robuste und widerstandsfähige Rasse der Curly-Pferde ist für ihren sanften und freundlichen Charakter bekannt. Die ursprünglich aus den Rocky Mountains stammende Rasse ist einzigartig, denn ihre Haare sind hypoallergen. Aus der Stutenmilch stellt Nicolas hochwertige Seifen, Cremes und Kosmetika her, die man in Läden und auf Märkten in der Region kaufen kann.
Am Morgen erwartet die Gäste ein reichhaltiges Frühstück – die perfekte Grundlage, um in einen aktiven Tag zu starten. Abends werden saisonale Gerichte aus frischen, regionalen und hochwertigen Zutaten serviert. Das Elsass ist für seine hervorragende Küche bekannt und Nicolas kann wunderbar kochen. Fleischschnecken nach Elsässer Art mit Karottensalat, dazu knusprige Brotscheiben mit Schafskäse. Auch die vegetarische Lasagne mit Salat am nächsten Abend, inklusive Vorspeise und Nachtisch, waren sehr fein.
Weitere Informationen zu Unterkünften im Vallée de la Bruche gibt es hier.
Vallée de la Bruche | Wanderung zum Château de la Roche
Eine weitere abwechslungsreiche Wanderung führt hinauf zum Château de la Roche. Es befindet sich südlich von der Gemeinde Bellefosse, ein guter Ausgangspunkt für die Tour ist die Ferme Auberge du Promont. Man erreicht sie über die Landstraße D214 östlich von Ranrupt und folgt dem Hinweisschild bis zur Herberge. Dort startet der Wanderweg zum „Steinschloss“ etwa 200 Meter östlich vom Bauerngasthof mit einem stetigen, aber sehr moderaten Anstieg über einen schattigen Waldweg in Richtung Norden.
Der idyllische Waldweg mündet später in einen schmalen Pfad und an einer Lichtung kreuzen sich zwei Wanderwege. Ich marschiere geradeaus und biege, kurz bevor man die Burgruine erreicht, nach links und laufe bergab, bis ich schließlich vor dem imposanten Felsen stehe, auf dem das Château de la Roche thront. Noch ein paar Treppenstufen (Hinweis: Begehung auf eigene Gefahr) hinauf und mir erschließt sich eine wunderbare Rundumsicht auf die gesamte Region mit den malerischen Gemeinden der Umgebung.
Ausblick vom Château de la Roche
Die Lage der Felsenburg auf 820 Metern Höhe ist spektakulär, der Ausblick ebenso. Die Festung wurde im 12. Jahrhundert erbaut und diente einst als Sitz der Lehnsherren des Ban de la Roche. Spätere Besitzer sollen angeblich Reisende ausgeraubt und Lösegeld erpresst haben, weshalb die Burg vom Herzog von Lothringen und dem Bischof von Straßburg zerstört und ein Wiederaufbau untersagt wurde. Heute zieht die Felsenburg Wanderer in ihren Bann, denn von oben kann man die Gipfel der Region bestaunen.
Auf der Burgruine lege ich eine Rast ein und schaue nach den Orten der Umgebung auf der Wanderkarte. Bellefosse, Belmont, Waldersbach, Blancherupt, Founday und weitere Gemeinden liegen zu meinen Füßen. Hervorragendes Kartenmaterial gibt es übrigens in der Tourist-Info in Schirmeck. Die Mitarbeiter dort sind auch behilflich, wenn es um Routen, Übernachtungen und Tipps geht. Inzwischen sind dunkle Wolken über der Felsruine aufgezogen, weshalb ich mich auf den Rückweg zur Ferme Auberge begebe.
Die Ferme Auberge du Promont bietet sich als Möglichkeit zur Einkehr als Abschluss dieser Wanderung an. Das Bauerngasthaus ist ein beliebtes Ausflugsziel, serviert werden saisonale Gerichte aus regionalen Zutaten. Ein urgemütliches Bauernhaus mit feiner Elsässer Küche, herzlichen Gastwirten und einem guten Panoramablick. Die Wanderung zum Château de la Roche kann man übrigens beliebig verlängern und auch von anderen Ausgangspunkten wie beispielsweise Bellefosse oder Ranrupt beginnen.
Wanderung zum Château de la Roche
Schwierigkeitsgrad: leicht
Länge: 5,0 km
Dauer: 01:30 h
Höhenmeter: 120 m
Weitere Informationen zu einer etwas längeren Tour zum Château de la Roche gibt es hier.
Vallée de la Bruche | Bike & Hike
Am Anfang habe ich es bereits erwähnt, dass man das Bruche-Tal im Elsass prima ohne Auto erkunden kann. Eine Wanderreise lässt sich bequem mit der Bahn planen. Die Wandertouren kann man von einem der Bahnhöfe als Start- und Zielpunkt beginnen. Eine Alternative dazu ist ein kombiniertes „Bike & Hike“. Bei meinen Wanderungen zum Climont-Gipfel und dem Château de la Roche bin ich den 1. Abschnitt meiner Outdoor-Tour jeweils mit dem E-Bike gefahren, um an den Startpunkt meiner Wanderung zu kommen.
Man kann die Wanderungen auch ohne E-Bike planen. Da ich neben dem Wandern auch gerne Radtouren unternehme, fand ich die Kombination perfekt und konnte damit meine beiden Lieblingsaktivitäten miteinander verbinden. Ein E-Bike gibt es zum Ausleihen bei der Tourist-Info in Schirmeck, weitere Infos dazu gibt es hier. Mit dem QR-Code der Initiative Hel’eau (Aufkleber gibt es in der Tourist-Info) findet man Wasserstellen in der Region, an denen sich die Trinkflasche auffüllen lässt, was ziemlich praktisch ist.
Vallée de la Bruche | Radfahren auf dem Vélo Bruche
Wenn man das Wandern noch ausgiebiger mit dem Radfahren kombinieren möchte, bietet sich der Radweg „La Vélo Bruche“ an. Er führt von Saales bis nach Urmatt auf insgesamt 38 Kilometer durch das Bruche-Tal. Fährt man weiter bis nach Molsheim, verlängert sich die Strecke auf rund 50 Kilometer. Teilstrecken lassen sich auch mit der Bahn absolvieren. Entlang der Route gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Einkehren und auch Übernachten. Ich bin den Abschnitt zwischen Schirmeck und Bourg-Bruche geradelt.
Der Radweg verläuft meist parallel entlang der rauschenden Bruche durch das wunderbar grüne Tal im Elsass. Alleine der Blick auf den plätschernden Fluss an der Strecke ist schon eine Erfrischung. Die Strecke ist durchgehend beschildert und asphaltiert. Die Steigungen sind für den Radfahrer moderat und mit dem E-Bike ohnehin gut zu bewältigen. Unterwegs lohnen sich idyllische Orte mit Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und historischen Gebäuden, inklusive der Einkehr in einem gemütlichen Gasthaus oder Café.
Der Vélo Bruche lässt sich grundsätzlich mit dem E-Bike, Trekking-/Tourenrad, Mountainbike, Gravelbike oder Rennrad befahren. Unterwegs locken auch Nebenwege und Strecken abseits vom eigentlichen Radweg. Das Bruche-Tal lässt sich prima individuell entdecken, man kann aber auch Gourmet- oder Wellness-Angebote über die Tourist-Info buchen. Hierzu gehören u.a. selbstgeführte Radtouren mit dem Picknickkorb und Radausflüge mit einem Restaurant-Besuch oder einer Auszeit in einem Wellnessbereich.
Weitere Informationen zum Radfahren im Bruche-Tal gibt es auf der offiziellen Website hier.
Vallée de la Bruche | Rundgang in Schirmeck
Wenn man in das Vallée de la Bruche im Elsass reist, sollte man unbedingt auch Schirmeck besuchen. Die schöne Gemeinde liegt im Herzen des Bruche-Tals und lohnt sich für einen Rundgang. Vom Bahnhof Schirmeck – La Broque sind es nur wenige Schritte bis zur Tourist-Info im Maison de la Vallée in der Grand Rue. Dort kann man sich ein E-Bike ausleihen, erhält Kartenmaterial zum Wandern und nützliche Tipps für Unternehmungen. Außerdem kann man sich mit regionalen Produkten und Köstlichkeiten eindecken.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zählen u.a. die Kirche Saint-Georges, das Alte Rathaus, der Gemeindepark, das Hôtel des Ville (Rathaus), die Synagoge und die Kirche Saint-Pierre-Fourrier in Wackenbach. Einen wunderschönen Blick hat man von der Burg Schirmeck, die Festung stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Über einen schmalen Pfad hinter der Pfarrkirche ist man in 10 Minuten oben an der Burgruine. Mein Tipp für eine Pause in Schirmeck ist der Café-Shop & Teeladen Coffitivallee in der Avenue de la Gare.
Mémorial Alsace-Moselle
Der Besuch im Mémorial Alsace-Moselle ist ein bewegender Abschluss meiner Reise. Das Museum zeigt in einer Ausstellung die Geschichte der Elsässer und Einwohner aus der französischen Moselle von 1870 bis zum Aufbau Europas. Zahlreiche Dokumente thematisieren eindrücklich die Geschichte der Region anhand vieler Einzelschicksale während des Zweiten Weltkrieges. Dank der Zeitzeugenberichte und Fotografien erhalte ich einen umfassenden Einblick, der auch nach dem Besuch des Museums nachwirkt.
Das Mémorial versteht sich vor allem auch als Geschichtszentrum, es dokumentiert die Jahre des Zweiten Weltkrieges und die Auswirkungen auf das Leben der Menschen in den beiden Regionen. Am Ende der Ausstellung spannt sich der Bogen zur deutsch-französischen Versöhnung und dem vereinten Europa. Das Motto des Museums, „Frieden aus den Erinnerungen der Vergangenheit gestalten“, hat mich noch auf meiner Bahnreise zurück in die Heimat begleitet. Der Besuch war ein einprägsames Erlebnis.
Weitere Informationen zum Wandern im Bruche-Tal gibt es auf der offiziellen Website hier.
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