Die Geierlay Hängeseilbrücke im Hunsrück in Rheinland-Pfalz ist ein Naturerlebnis. Tipps für den Besuch der Geierlay und für eine Wanderung auf dem Rundweg Geierlayschleife.
Die Geierlay Hängeseilbrücke im Hunsrück zählt zu den schönsten Hängeseilbrücken Deutschlands. Mit einer Länge von 360 Metern war die Geierlay zeitweise auch die längste Hängeseilbrücke in Deutschland. Sie wurde am 3. Oktober 2015 eröffnet, nachdem der Bau der Brücke im Mai 2015 begann. Im Jahr 2025 feierte die Geierlay ihr 10-jähriges Jubiläum. Inzwischen zählt sie zu den beliebtesten Ausflugszielen in Rheinland-Pfalz. Rund 300.000 Besucher pro Jahr besichtigen die Geierlay und bis Anfang 2026 zog es mehr als 3 Millionen Besucher in den Hunsrück, um die Brücke zu bestaunen.
In diesem Artikel findest du die wichtigsten Infos für den Besuch der Geierlay Hängeseilbrücke und für eine Wanderung der Geierlayschleife. Auf dem 6,4 km langen Premium-Rundwanderweg kann man die Geierlay und die Umgebung erkunden.
Geierlay Hängeseilbrücke | Anfahrt & Parken
Die Geierlay Hängeseilbrücke befindet sich im Hunsrück in Rheinland-Pfalz zwischen den idyllischen Gemeinden Mörsdorf und Sosberg. Mit dem Auto erreicht man die Geierlay über die A61 (Abfahrt Pfalzfeld), A48 (Abfahrt Kaifenheim) und ab Trier über die B327 bis Kastellaun. Reisebusse parken am Buswendeplatz „Ohspull“. Radfahrer erreichen die Geierlay über den „Schinderhannes-Radweg“ ab Kastellaun oder über das Dünnbachtal. In Mörsdorf gibt es mehrere Parkplätze für PKW, Wohnmobile und Busse. Ich empfehle den Parkplatz am Besucherzentrum Mörsdorf. Der Parkplatz ist zwar kostenpflichtig, dafür kann man aber die Geierlay kostenlos besuchen. Im Besucherzentrum gibt es Toiletten, Wanderkarten, regionale Produkte, Gastronomie und eine E-Bike-Ladestation.
Geierlayschleife | Premium-Rundwanderweg
Die Geierlayschleife ist ein 6,4 km langer mittelschwerer Premium-Rundwanderweg, der perfekt geeignet ist, wenn man die Hängeseilbrücke und die Umgebung erkunden möchte. Man sollte dafür rund 2,5 Stunden einplanen und Wanderschuhe mit einem guten Profil mitbringen. Der Rundweg startet nur weniger Meter entfernt vom Besucherzentrum in der Kastellauner Straße. Dort biegt man links in die Pohlstraße ab und wandert in Richtung Süden, danach geht es nach rechts, vorbei an Wiesen und Feldern bis zum Mörsdorfer Brückenkopf und schon hat man die Geierlay erreicht. Man kann die Geierlay auch ohne Wanderung besuchen. Der Weg vom Besucherzentrum zur Brücke ist knapp 2 km lang und leicht zu laufen.
Geierlay Hängeseilbrücke im Hunsrück
Die Geierlay Hängeseilbrücke sieht ganz schön beeindruckend aus, wenn man sie das erste Mal erblickt. Stolze 360 Meter lang, bis zu 100 Meter hoch und 62 Tonnen schwer – eine spektakuläre Erscheinung. Ich wage die ersten Schritte auf den Holzplanken aus Douglasie und je weiter ich auf der Geierlay in Richtung Mitte laufe, desto mehr beginnt sie zu schwingen. Insgesamt hält sich die Bewegung der Brücke allerdings im Rahmen, denn schräg abwärts gespannte Seile stabilisieren die Brücke, u.a. vor starkem Wind. Die gespannten Seile sieht man auch, wenn man den Blick in die Tiefe wagt.
Beim Gang über die Brücke genieße ich die Aussicht auf die idyllische Landschaft und Natur der Umgebung. Der Hunsrück ist ländlich geprägt und ideal für Naturfreunde, vor allem zum Wandern und Radfahren. Von der Brücke aus sieht man die für die Region typische Landschaft: bewaldete Hügel und malerische Täler, darüber hinaus findet man saftige Wiesen und ertragreiche Felder. Unter mir bzw. der Geierlay schlängelt sich der Mörsdorfer Bach durch das Tal, später geht es dort hinunter.
Einen schönen Blick auf die Brücke hat man auch von der anderen Seite am Sosberger Brückenkopf. Der Gang über die Brücke fand ich ein tolles Erlebnis, was sich sehr gelohnt hat. Macht wirklich Spaß die Geierlay zu überqueren und durch die Windlastseile schwankt sie auch nur ein wenig. Dementsprechend sollte sie für jeden gut begehbar sein. Falls man nicht schwindelfrei ist, muss man ja nicht unbedingt nach unten in die Tiefe schauen. Deshalb: ein Naturerlebnis für die ganze Familie!
Die Brücke wurde übrigens nach dem Vorbild nepalesischer Hängeseilbrücken als unversteifte Konstruktion konzipiert. Ein Sicherheitsgefühl beim Überschreiten bieten u.a. die breiten Holzplanken sowie der Maschendrahtzaun und die beiden Tragkabel, die als Handlauf dienen. Nach dem Gang über die Brücke lege ich eine Rast ein, denn es gibt dort einige Bänke. Von denen aus kann man noch einmal die Geierlay ausgiebig bestaunen, bevor man anschließend weiterwandert.
Wanderung auf der Geierlayschleife
Neben der Geierlayschleife verläuft hier auch der bekannte Saar-Hunsrück-Steig zwischen Etappe 19 und Etappe 20. Ich marschiere weiter auf der Geierlayschleife hinab ins Tal in Richtung Mörsdorfer Bach. Die Beschilderung finde ich ideal, wie auch insgesamt auf dem gesamten Rundweg, der beliebtesten Wanderung rund um die Hängeseilbrücke. Der Waldweg führt in die Tiefe und bietet auf diesem Abschnitt noch einmal den Blick auf die Geierlay – diesmal von unten, da sieht man die Seilkonstruktion besonders gut.
Mittlerweile habe ich das Tal erreicht und wandere nach Nordwesten. Der Mörsdorfer Bach plätschert neben dem Wanderweg dahin und das Tal ist Idylle und Natur pur. Vögel zwitschern in den Bäumen und ab und zu raschelt es leise im Wald. Ich komme an der Petrymühle vorbei und wandere weiter durch das verträumte Tal. Hoch über mir spannt sich die Geierlay beeindruckend von Hügel zu Hügel. Nach einem Rastplatz mit einer Bank, unweit vom Forster Kuppen, führt ein schmaler Pfad hinauf nach Nordosten.
Die Natur entlang des Wanderweges gefällt mir mindestens ebenso gut wie die Brücke, wegen der ich die Region besuche. Es ist Ende April und für diese Jahreszeit schon recht üppig grün. Während oben rund um Mörsdorf der Raps gelb blüht, finde ich hier im dichten Wald kleine niedrige Waldblumen vor. Der Waldboden ist teilweise feucht und mit Moos bedeckt und die Laubbäume, vor allem Buchen, sind schon grün und haben ihre Blätter längst ausgerollt.
Auf dem letzten Abschnitt der Geierlayschleife verläuft der Weg als schmaler und gewundener Pfad hinauf, bis man wieder die Wiesen und Felder rund um Mörsdorf erreicht. Man kann noch einmal einen Abstecher zur Brücke machen oder direkt zum Ort und dem Besucherzentrum zurücklaufen. Dort hat man 2-3 Möglichkeiten einzukehren und die Wandertour ausklingen zu lassen. Zudem gibt es einige Unterkünfte in der 600-Einwohner-Gemeinde Mörsdorf im Hunsrück.
Geierlayschleife Wanderung
Länge: 6,4 km
Dauer: 2,5 Stunden
Anstieg: 250 hm
Abstieg: 280 hm
Schwierigkeitsgrad: mittel
Weitere Wanderungen
– Traumschleife Burgherrenweg – 13,9 km
– Traumschleife Dünnbachpfad – 10,8 km
– Traumschleife Layensteig – 13,8 km
– Rundweg Schieferhöhlen – 14,5 km
– Rundweg 4-Bäche – 8,7 km
– Rundweg Rabenlay – 4,8 km
– Rundweg Bergkreuz – 5,4 km
Nützliche Infos über die Geierlay Hängeseilbrücke gibt es hier und die Wanderung der Geierlayschleife hier.
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