Mühlen und Wasserräder erkunden

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„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp!“ Auch heutzutage klappert es – wie in dem bekannten Lied – in der einen oder anderen Mühle noch immer. Vermutlich aber eher aus dem Grund, weil der Zahn der Zeit an der Mühle sowie an ihrem Inhalt nagt. Bloggerin Claudia hat sich mit dem Thema beschäftigt und einige Mühlen erkundet.

Mühlen und Wasserräder – hier läuft’s ganz schön rund…

Wie kam es dazu, dass ich mich mit alten Mühlen beschäftigt habe? Ich kenne einen großen Mühlen-Fan, genauer gesagt ist das mein Ex-Freund, der von seinem Vater eine voll funktionstüchtige Mühle geerbt hat und diese immer noch bewirtschaftet. Natürlich in eingeschränktem Rahmen und auch nicht mehr für Lebensmittel, allerdings wird damit immer noch Tierfutter hergestellt. Dadurch wurde ich sozusagen in die Welt der Mühlen eingeführt und lernte einige davon kennen.

Was vermutlich nicht alle wissen: jedes Jahr wird am Pfingstmontag der Deutsche Mühlentag gefeiert. An diesem Tag öffnen viele Mühlen Tür und Tor für Besucher aus allen Himmelsrichtungen.

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Jedes Jahr an Pfingstmontag war also die Mühle ein besonderes Thema, und alle zwei Jahre öffnete mein Ex-Freund auch seine Türen und lotste Besucher durch die urige, vier Etagen umfassende Originalmühle. Oft kamen wir, wenn wir selbst am Mühlentag unterwegs waren, auch in Mühlen hinein, die offiziell gar nicht für Besucher zugänglich waren. Allein der Satz „Ich bin auch Besitzer einer Mühle.“ verschaffte häufig Zugang zu nicht öffentlichen Mühlen. So sind wir dann auch tatsächlich durch laufende Produktionen spaziert, haben mit dem Inhaber der Mühle gefachsimpelt (okay, ich jetzt nicht so) und zumindest ich habe mir regelmäßig den Kopf irgendwo angestossen, denn in einer Mühle gibt es ständig Ecken, Kanten, Rohre, Riemen und Maschinen, die ungünstig in den Gang hineinragen und die man schnell übersehen kann…

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Es ist erstaunlich, wie viele Mühlen noch Zeugnis von alten Zeiten ablegen, wie viele auch heute noch zu benutzen wären, und wie viele sehr gesammelt in einer Region beisammen stehen. Beispielsweise im Siebenmühlental im Schwäbischen, das Eisenberger Mühltal in Thüringen oder im Sechs Mühlental Weinheim.

Übrigens: Wisst ihr, dass…

  • … man oberschächtige und unterschächtige Wasserräder unterscheidet?
  • … die Römer die Technik der Wassermühlen mit nach Deutschland brachten?
  • …. Mühlen nicht allein dazu genutzt wurden, um Korn zu mahlen, sondern auch um andere Maschinen wie Schrotmühlen, Aufzüge und Sägen anzutreiben?
  • … es eine Mühlendatenbank gibt, sogar eine international? Unter www.milldatabase.org findet man alle Mühlen, sowohl deutschland- als auch weltweit.

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Ich kann jedem, der gerne geschichtsträchtige Gebäude anschaut und der gerne in längst vergangene Zeiten eintaucht nur empfehlen mal bei einem Mühlentag mit dabei zu sein… das ist inen Besuch wert. Einige Eindrücke sind auf meinen Fotos zu sehen. Viel Vergnügen und klipp, klapp!

Meine 5 Mühlen-Tipps:

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Der Deutsche Mühlentag ist ein Aktions- und Thementag rund um das Mühlenwesen und findet jährlich am Pfingstmontag statt. Weitere Infos über den Deutscher Mühlentag gibt es hier: Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung.

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Claudia Niesert

Nach dem Abi ging’s für mich ein Jahr als Au-Pair nach Los Angeles. Für ein Auslandssemester war ich in Göteborg und auch nach meinem Studium hat mich das Thema Ausland und Reisen nicht losgelassen. Seit letztem Sommer habe ich das Zelten und Airbnb für mich entdeckt. Meine aktuelle Leidenschaft: Geocaching auf Reisen.
Claudia Niesert

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