Die Zugspitz Region bietet verschiedene Ausflugsziele rund um die Zugspitze, Deutschlands höchsten Berg im Wettersteingebirge. Tipps für den Besuch in Oberbayern.
Mächtige Berggipfel, herrliche Ausblicke, großartige Landschaften: Die Zugspitz Region in Oberbayern punktet nicht nur mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2.962m), sondern auch mit vielen weiteren Bergen im Wettersteingebirge. Hinzu kommen Ausflugsziele im Tal rund um Garmisch-Partenkirchen, die erkundet werden wollen. Die Region lohnt sich zu jeder Jahreszeit, diesmal habe ich sie im Winter (Anfang Februar) besucht.
Wenn man im Winter in die Region reist, bieten sich – neben Skifahren und Skitouren – schöne Winterwanderungen an. Auch Ausflüge in die Winterlandschaft Oberbayerns lassen sich gut planen, viele davon mit Seilbahnen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Als Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Region empfehle ich Garmisch-Partenkirchen. Von dort aus kann man die meisten Ziele schnell erreichen und hat vor Ort eine gute Infrastruktur.
Meine Tipps für die Zugspitz Region findest du in diesem Artikel und einen Tourenbericht für eine Wanderung auf die Zugspitze hier: Auf die Zugspitze wandern – ein Tourenbericht
Zugspitzplatt auf 2.600 Metern Höhe
Mit der Zahnradbahn geht es vom Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen über die Haltestellen Hausberg, Kreuzeck, Grainau, Eibsee und Riffelriß bis hinauf zum Zugspitzplatt. Das Hochplateau liegt unterhalb vom Gipfel auf einer Höhe von 2.600 Metern Höhe. Im Winter findet man hier das höchstgelegene Skigebiet Deutschlands und im Sommer ein herrlich alpines Wandergebiet. Auf dem Plateau befinden sich außerdem zwei der letzten Gletscher Deutschlands: der Nördliche Schneeferner und der Höllentalferner. Im Sommer gibt es Gletscher-Führungen und man kann den Gletscherweg erwandern. Auf den Fotos sieht man die Gastro-Betriebe Sonnalpin, Gletscher 2600 sowie die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus.
Während man im Sommer hier oben ausgedehnte Wandertouren unternehmen kann, sind die Möglichkeiten zum Wandern im Winter aufgrund der Skipisten sehr eingeschränkt. Ein Besuch auf der Zugspitze lohnt sich aber definitiv auch im Winter. Auf dem Zugspitzplatt kann man die kleine Kapelle Maria Heimsuchung besuchen (die auch geöffnet war) sowie die Aussichtsplattform unterhalb der Kapelle und das Iglu-Dorf Zugspitze. Dort kann man im höchsten Iglu Deutschlands übernachten.
Zugspitze (2.962 Meter) mit Aussichtsplattform
Vom Zugspitzplatt fahre ich mit der Gletscherbahn hinauf bis zum Gipfel mit der Aussichtsplattform. Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste Gipfel Deutschlands. Bei meinem Besuch Ende Januar herrschten oben eisige -12°C und auch wenn es an diesem Tag keine Fernsicht gab, hat sich der Besuch dennoch sehr gelohnt. Bei guten Wetterverhältnissen kann man von der Zugspitze mehr als 400 Gipfel sehen und beeindruckende 200 bis 250 Kilometer weit schauen. Ich erlebte an diesem Tag eine frostige Winterstimmung mit eisigen Winden auf der Aussichtsplattform – das Gipfelkreuz war gerade noch zu erkennen.
Auf dem Gipfel gibt es einiges zu entdecken, hierzu zählen u.a. die Alte Zollhütte und eine Ausstellung rund um die Geschichte der Zugspitze. Über den Gipfel verläuft auch die Grenze zwischen Bayern und Tirol, dementsprechend kann man auch mit der Tiroler Zugspitzbahn auf den Gipfel. Auf der Tiroler Seite kann man sich das „Faszination Zugspitze Erlebnismuseum“ anschauen, die Ausstellung ist schön gemacht und dokumentiert die alpine Geschichte rund um den Gipfel.
Zurück auf der bayerischen Seite kehre ich in das Gipfel-Restaurant 2962 ein und bestelle mir feine Spinatknödel, die ich empfehlen kann. Inzwischen gibt es auf der Zugspitze ein 2. Gipfelkreuz (indoor), man kann sich ganz bequem damit fotografieren, ohne auf das eigentliche bzw. ursprüngliche Gipfelkreuz kraxeln zu müssen. Ich schaue mir noch die historischen Fotografieren und Plakate an, bevor ich mit der Seilbahn hinunter bis zur Talstation am Eibsee fahre. Die Seilbahn Zugspitze kommt übrigens auf drei Weltrekorde: sie besitzt die weltweit höchste Stahlbaustütze (127 Meter), das weltweit längste freie Spannfeld (3.213 Meter) und überwindet den weltweit größten Höhenunterschied (1.945 Meter).
Noch zwei Tipps: auf der Website der Zugspitze hat man stets eine Übersicht über das aktuelle und bevorstehende Wetter auf dem Gipfel und auf der Zugspitze kann man im Sommer auch im höchstgelegenen Haus Deutschlands, der DAV-Schutzhütte „Münchner Haus“, übernachten.
Eibsee | Wanderung mit Bergpanorama
Eine Wanderung auf dem Rundweg um den Eibsee bietet traumhafte Ausblicke auf der Bergpanorama der Region. Als Startpunkt empfehle ich den Parkplatz am östlichen Ufer beim Eibsee-Hotel, der Talstation der Seilbahn Zugspitze und bei der Haltestelle Eibsee der Zahnradbahn. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Seeufer. Der Rundweg ist 7,5 km lang und man sollte dafür rund zwei Stunden Gehzeit einplanen. Unterwegs gibt es idyllische Picknickplätze und Bänke für eine Rast.
Der Eibsee ist 177 Hektar groß und knapp 2,5 km lang, er zählt zu den beliebtesten Seen in den bayerischen Alpen. Im Sommer funkelt das Wasser in türkisblauen Farben und der See lockt zum Bootfahren, Kajakfahren, Stand-Up-Paddeln und für weitere Outdoor-Aktivitäten rund um den See. Bei meinem Besuch im Winter war der Eibsee zugefroren und eingebettet in eine malerische Winterlandschaft. Besonders schön finde ich die acht kleinen Inseln im See, sie sind perfekt für schöne Fotomotiv.
Gerade vom nördlichen Seeufer hat man wunderschöne Ausblicke auf das Wettersteingebirge und den höchsten Gipfel – die Zugspitze. Der Rundweg ist insgesamt recht flach und nach der Wanderung gibt es mehrere Möglichkeiten zum Einkehren, u.a. das Eibsee-Hotel, das SeeRestaurant Eibsee und die Eibsee-Alm. Die Wanderung rund um den Eibsee lasst sich gut verbinden mit einer Fahrt mit der Seilbahn auf die Zugspitze oder mit einem Besuch der Gemeinde Grainau.
Osterfelderkopf auf 2.057 Metern Höhe
Der Ostterfelderkopf ist ein 2.057 Meter hoher Gipfel in der Nordflanke der Alpspitze. Mit der Zahnradbahn fahre ich ab dem Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen bis zur Haltestelle Kreuzeck und dann mit der Alpspitzbahn hinauf zur Bergstation mit dem Restaurant Osterfelder 2000 unterhalb vom Gipfel. Von oben hat man einen wunderbaren Ausblick ins Tal auf Garmisch-Partenkirchen und auf die umliegenden Berge der Region. Alpspitze, Waxenstein, Kreuzjoch, Wank, die Zugspitze und viele weitere Gipfel befinden sich in direkter Nähe zum Osterfelderkopf, der im Winter ein beliebtes Skigebiet ist.
Aussichtsplattform AlpspiX
Direkt neben der Bergstation ist die Aussichtsplattform AlpspiX. Die Stahlkonstruktion mit zwei Stegen schwebt quasi 1.000 Meter über dem Erdboden und bietet einen beeindruckenden Ausblick senkrecht in die Tiefe. Der Besuch lohnt sich definitiv, nicht zuletzt auch zum Fotografieren des Bergpanoramas. Von der Aussichtsplattform sind es nur wenige Stufen über einen schmalen Kamm, der von einem Zaun flankiert wird, bis zum Berggipfel mit dem Gipfelbuch.
Ich lasse den Blick vom Gipfelkreuz schweifen auf das schneebedeckte Bergpanorama und genieße den Moment, bevor ich mich wieder zurück zur Bergstation mache und dort einkehre. Danach fahre ich mit der Alpspitzbahn wieder hinab ins Tal. Im Sommer kann man auf dem Osterfelderkopf ausgedehnte Wandertouren unternehmen, u.a. zur Hochalm und der Kreuzalm. Bei beiden kann man einkehren, wie auch im Hexenkessel und im Kreuzeckhaus. Der benachbarte Gipfel, Hausberg genannt, soll sich ebenfalls zum Wandern lohnen. Einkehren kann man dort etwa im Bayernhaus oder im Garmischer Haus.
Garmisch-Partenkirchen
Wenn man die Zugspitz Region erkunden möchte, bietet sich Garmisch-Partenkirchen als Ausgangspunkt an. Die Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern befindet sich in direkter Nähe zur Zugspitze und die wichtigsten Ausflugsziele in der Umgebung lassen sich mit der Zahnradbahn oder mit Seilbahnen erreichen. Die Auswahl an Möglichkeiten zum Übernachten und Einkehren ist groß, auch die Infrastruktur für Skifahrer im Winter und für Wanderer im Sommer. Garmisch ist tendenziell etwas moderner und Partenkirchen etwas traditioneller, was die Architektur angeht. Besonders schön finde ich die Häuser mit Lüftelmalerei im altbayerischen Stil.
Olympia-Skistadion & Olympiaschanze
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Garmisch-Partenkirchen gehört das Olympia-Skistadion mit den Sprungschanzen. Das Stadion wurde für die Olympischen Winterspiele 1936 erbaut. Die Winterspiele nutzten damals die Nationalsozialisten als Propaganda, was aus heutiger Sicht Teil der Geschichte des Olympiastadions ist. Unabhängig davon lohnt es sich das Stadion mit den imposanten Sprungschanzen zu besichtigen. Es gibt auch einen Themenweg mit Info-Tafeln und im Sommer geführte Touren.
Partnachklamm
Ein weiteres Highlight in Garmisch-Partenkirchen ist die Partnachklamm, eine rund 700 Meter lange Schlucht (Klamm) entlang der Partnach mit bis zu 80 Meter hohen Felswänden. Leider habe ich es bisher bei meinen Besuchen in der Zugspitz Region immer verpasst die Klamm zu besuchen. Bei meinem letzten Besuch im Februar, bei dem die Fotos dieses Artikels entstanden sind, war die Schlucht wegen Eisbruchs geschlossen. Wenn im Winter Tauwetter einsetzt, kann sie aufgrund von Eisbruch geschlossen sein. Deshalb ist auf den Fotos nur der Eingang der Klamm zu sehen und der Weg, der in Richtung der Schlucht führt.
Abschließend noch mein Tipp zum Übernachten für die Zugspitz Region: ich habe im Hotel Drei Mohren in Garmisch-Partenkirchen übernachtet und kann das Hotel empfehlen. Es bietet schöne Zimmer, ein tolles Frühstück und ein gutes Restaurant.
Hast du weitere Tipps für die Zugspitz Region? Dann ergänze sie gerne in den Kommentaren.
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