Top Bücher über die USA

Gut Bücher über die USA

Top Bücher über die USA zeigen und erklären die wichtigsten Unterschiede in der Gesellschaft, Kultur und das typische Verhalten der Amerikaner.

Top Ratgeber Au-Pair in den USA, Schuljahr in den USA, Auswandern in USA und Erfahrungsberichte.

 

USA: Bücher über Gesellschaft, Land, Geschichte

Welche Bücher sind gut ?

Bild Erwin Ritter
Die drei folgenden Bücher sind alle gut.

Das Buch vom Mana Verlag „Das USA Lesebuch“ ist wie eine Art Lexikon, ideal die USA zum ersten Mal näher kennen zu lernen.

Danach lesen:“ Kulturschock USA“. Das Buch ist ein Muss, sehr viele Praktisches und Hintergründiges.

Das Buch „USA ein Länderporträt“ berichtet viel über Politik, die Lebensart und die Kultur.

Das USA-Lesebuch

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Das USA Lesebuch

Titel: Das USA Lesebuch
Autor: Susanne Satzer
ISBN 978-3955030117
Verlag Mana Verlag
Seitenzahl 491


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Buchbesprechung:
Die Buchreihe „Das … Lesebuch“ vom Mana Verlag hat mir bis jetzt immer gefallen, bis sogar sehr gefallen. Die Buchreihe ist ideal, um einen ersten und gleichzeitig einen ausführlichen Eindruck zu bekommen.

Es geht um Natur, Ureinwohner, Einwanderer, Politik und Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur & Lebensart.
Auf den Seiten sind sehr viele tolle Fotos und Bilder zum jeweiligen Thema. Das macht das Buch interessant. Ich schmökere vor mich hin, halte öfters an und schaue die Bilder an, lese die Randtexte. Eigentlich immer gespannt auf die Bilder auf der nächsten Seite.

Man bekommt einen guten Überblick und lernt das Land kennen. Zwischendurch habe ich noch weitere Bücher über die USA gelesen und mir dieses Buch immer wieder als eine Art Lexikon angeschaut.

Notizen zum Inhalt: Buch Das USA Lesebuch:
Natur: dachte in diesem Kapitel geht es um die Klimazonen und Beschreibung zu den Jahreszeiten, aber es geht hier um eine Reihe von Nationalparks.
Ureinwohner: die zehn Kulturareale, die Ankunft der Weißen, Kampf gegen die Weißen, Vertreibung und Krieg gegen die Indianer, gezwungene Assimilierung, Red Power.

Einwanderer: spanische Eroberer, Mayflower, Manhattan, Santa Fee, deutsche Einwanderer, Franzosen, der Verkauf Lousianas, italienische und jüdische Einwanderer, Iren.
Schwarze: Rassismus in der Geschichte, rassistische Gesetze, Wahlschikanen, Schikanen in der Armee, als Student, Sklavenhandel, Bürgerkrieg, Proteste, Fernsehkanäle für Blacks, Malcom X. Hispanics: Gesezte gegen Hispanics, berühmte Hispanics, Einfluss auf die Gesellschaft, asiatische Einwanderer.

Politik & Gesellschaft: Bundesstaaten, Wahlbeteiligung, pro Bundesstaat unterschiedliche Gesetze zu vielen Themen, die Parteien, Pressefreiheit, Konzerne, Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Internet.

Soziales & Gesundheit: Obamacare, Krankenversicherung, Sozialhilfe, Lebensmittelhilfe, Renten, Schulsystem, Studienkosten, Verkehrslinien, Religionen und der Haltung des Staates.

Wirtschaft: Wirtschaftsregionen, Krise in der Landwirtschaft, Zucht, ölgewinnung, Kaufhausketten, Wirtschaftspolitik unter Roosevelt, Reagan, New Economy, Bankenkriese, Forschung und berühmte Forscher, Silicon Valley.

Kultur: die Regionen: Neu-England, Südstaaten, Mittlerer Westen, Südwesten, Westen, Sportarten, Musik: Blues, Jazz, Country, folk, Rock n’Roll, Schriftsteller.

 

KulturSchock USA

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Buchbesprechung Rezession Buch KulturSchock USA
Titel: Reise Know-How KulturSchock USA
Verlag: Reise Know-How Rump GmbH
Autor: Ingrid Henke
Seitenzahl 288


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Buchbesprechung: 
Das Vorwort gibt den Eindruck, dass die verschiedenen Seiten der USA aufdeckt: Reichtum & Ghettos, Gesellschaft und Mentalität, Metropolen und weite Landschaften.

Es macht Spaß das Buch zu lesen. Knapp und sachlich erzählt, voller Information. So lernt man sehr viel über die Gesellschaft, das Verhalten, die kritischen Punkte kennen, die man begreifen muss, um nicht verblüfft über Verhaltensfallen zu stolpern und um die merkwürdigen Ansichten zu verstehen.

Besonders informativ fand ich die Kapitel: Verhaltenstendenz der Amerikaner, Amerikanischer Alltag. Außerdem positiv: es wird oft zwischen Deutschland und den USA verglichen.

Es ist, wie wenn jemand die Prospekte, Bilder von der USA vom Tisch fegt und sagt: “ So tickt die USA, so ist es !“ und dabei aber sachlich bleibt.

Ein Bekannter reist regelmäßig in die USA und er berichtete. Alles über die Merkwürdigkeiten im Verhalten, Einstellungen, bei der Arbeit stimmen mit dem Buch überein.

Fazit USA Buch: 277 Seiten vollgepackt mit nützlicher Information. Sehr informativ. Das Buch erklärt die Mentalität, Werte der Amerikaner. Also ein sehr brauchbares Buch, auch für berufliche Trips in die USA.

Notizen zum Inhalt -KulturSchock USA

Kulturhistorische Entwicklung: Puritansiche Prädestinationslehre, Pursuit of Happiness, American Dream, Umgang mit Mißerfolgen, Glauben an sich selbst, Frontier, Manifest Destiny- Eroberung nach Westen, Einwanderungswellen & – nationen, Glaube an Erfolg, amerikanische Unschuld, Unverwundbarkeit, 9/11 und Irakkrieg, Finanzkriese, Obamapolitik, Verhaltenstendenzen.

Amerikanische Gesellschaft: ethnische Gruppenverteilung, Afroamerikaner, Hispanics, Asiaten, Araber, die Regionen, Religionen, Kreationisten, die wichtigsten christlichen Konfessionen, Juden, Familie, Heirat, Kinder, die Rolle der Frau, Rolles der Männer, Homosexualität, Dating, Schulsystem, Kritik am Bildungssystem, Eliteunis, Waffen & -lobby, Todesstrafe, Kriminalität, Drogen.
Wirtschaft: wo sind die Stärken, Hire & Fire, Firmengründung, Verlagerung in Billiglohnländer, Arbeitszeiten, poor worker, soziale Absicherung, Steuern, Rechtssprechung.

Politik: Verfassung, die Demokraten, die Republikaner, Wahlsystem, Verwaltungsaufbau, Polizei und Verhalten gegenüber Polizisten, Militäraufbau, Militärindustrie.

Amerikanischer Alltag: Praktisches- was einem auffällt, die wichtigen Werte der Leute, Erfolgswahn, Verkehr und Stellung der Autos, nützliche Begriffe für die Fortbewegung, Shopping und Vokabeln dazu, Hygiene, Prüderie, Skurrile Gesetze, Bedeutung von Sport, Sportarten, Feste und Feiertage, Tischsitten, Restaurantbesuch und Trinkgelder, Fastfood, Vorurteile gegen Deutsche, Deutsche Vorurteile gegen Amerikaner, viele Verhaltenstipps

Textausschnitt Seite 162:
Sieg und Niederlage spielen eine große Rolle in der Gesellschaft, denn Gewinnen und Erfolg bedeuten Geld und Macht.
In einer Gesellschaft, in der Erfolg alles ist, gehören auch gutes Aussehen, Sportlichkeit und Beliebtheit zu den Kriterien für die persönliche Glückserfüllung. Man will erfolgreich sein auf der ganzen Linie – in Job, Familie und Privatleben.

USA- Ein Länderporträt

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USA- Ein Länderporträt
Titel: USA – Ein Länderporträt
Verlag: Links Christoph Verlag
Autor: Ute Mehnert
Seitenzahl 252


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Buchbesprechung:
Jeder von uns hat ein Bild über die USA und ein gutes Buch führt uns hinter das bisherige Bild.

Und wie macht man das ? In dem die Autorin über ausgesuchte Bereiche berichtet, die unterschiedlich zu Deutschland sind und gleichzeitig bedeutsam für die Gesellschaft in den USA.

Es geht im Buch um die verschiedenen Regionen, Bevölkerungsgruppen, Hausbesitz, Konsum und Einkaufen, Essen, Benehmen, Bildung und Politik.

Das Buch ist gut erzählt, nie langweilig. Besonders informativ fand ich die Kapitel über das Benehmen, die Unterschiede der Regionen, sowie über die Politik. Das Buch traf meine Erwartungen und zeigt die Unterschiede, die Mentalität. Man versteht danach die Reaktionen der Amerikaner besser ( außer xxx Trump).

Die Autorin Ute Mehnert lebt seit 2006 in Princeton, New Jersey. Wie in allen Büchern aus der Reihe Länderporträt geht es um die Gesellschaft, Politik, Geschichte des Landes, Essen, etc. Dazu erzählt sie noch von ihren Erfahrungen und denen ihrer Familie mit dem Leben in der USA.

Fazit: Die Autorin schreibt ein Buch, fasziniert und kritisch, in dem Sie die USA erklärt und die Unterschiede dem Leser zeigt. Es ist ungeeignet, um ein erstes Bild von den USA zu erlangen.

Notizen zum Inhalt-USA- Ein Länderporträt

Regionen & Mentalität: der Süden, Nordosten, Heartland, Frontiers, Indianerausrottung & Vertreibung

Einwanderer: woher und wann sie kamen, aus Europa, Mittelamerika, Asien und Schwarze. Religionen mit ihren Megagebäuden, deutsche Einwanderer früher und heute, Elis Island.

Hausbesitz: Stadtflucht in die Vororte, Immobilienblase, Skyscraper, Levitton-Häuser, Architekt Frank Lloyd Wright, New Urbanism- Portland, opportunity cities-Houston.

Konsum & Einkaufen: viel Verkaufspersonal, Coupons, Kaufverhalten, jeder ist verschuldet, Shoppingmalls, Einkaufsarten, Trendwechsel, garage sail.
Essen: Junk-Food, Öko Supermarktketten, Whole Foods, Fast food, McDonald, Kochkunst, home grill, Thanksgiving.

Benehmen: oberflächliche Freundlichkeit, Verbot der Nacktheit, Freundschaften, Dating, Partyverhalten, Beamte, soziales Engagement, positive thinking, Sport: Football, Basketball, Soccer, Soccer Mamie.

Bildung: die besten Unis, Schulsystem, home schooling, college, Studentenparties, Schulden für’s Studium, öffentliche Bibliotheken.

Politik: Das Volk will keinen starken Staat, autonome Bundesstaaten, Senat und Repräsentantenhaus, Verfassungsgericht – Supreme Court, Korruption in der Politik, Finanzprobleme mancher Bundesstaaten, Machtkonzentration, in Washington, Fernsehserien über Politik.

 

Wie ticken die Amerikaner

Bild Erwin Ritter

Diese Bücher berichten über das bizarre in den USA: Kirchen, Schusswaffen, Alkohol und scheinheilige Sexmoral.

Das Buch „Crazy Amerika“ vom Goldmann Verlag zeigt die ganzen krassen Unterschiede. Die großen Gegensätze zwischen den USA und Deutschland.

Im Buch „Allein unter Amerikanern“ vom Suhrkamp Verlag reist der Autor durch die Staaten und spricht mit Leuten aus allen sozialen Schichten. Von Obdachlosen, Schwarzen bis hin zu Politikern. Der Autor blickt hinter die Kulissen, dazu noch witzig erzählt.

Im Sachbuch „Die Abwicklung“ lernt man den Zerfall und Aufstieg von Leuten und Wirtschaftszweigen, Regionen, Politik kennen anhand von Menschenschicksalen.

Diese drei Bücher helfen sehr die die Gesellschaft, die Mentalität zu verstehen. Alle drei sind gut.

So sind sie, die Amerikaner

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Buchbesprechung So sind sie, die Amerikaner Reiseknowhow Verlag
Titel: So sind sie, die Amerikaner
Verlag: Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH
ISBN: 978-3-8317-2870-1
Seiten: 108

 

Buchbesprechung:
Die USA interessieren dich, du hast schon Reiseführer gelesen und fragst dich nun welche Unterschiede im Leben vor Ort bestehen. Welche obskuren Benehmen und Werte haben die Amerikaner? Worüber rümpfen sie die Nase, während du nicht mal mit der Schulter zuckst ?

Das Buch mit gerade mal hundert Seiten beinhaltet Themen, die in keinem Reiseführer vorkommen und gleichzeitig auch nicht in einem Fachbuch über die USA. Was ich damit sagen will ist, dass wenn man anfängt sich für die USA zu interessieren, liest man zuerst mal Reiseführer, Reise- oder Erlebnisberichte und langsam fragt und wundert man sich wie die Amerikaner ticken.

Dieses Buch deckt ideal diese Nische.
In diesem Buch zeigt uns die Autorin, die Unterschiede zu unserer Lebensweise und zeigt uns das System in den USA. Dazu kommen Themen aus vielen Bereichen vor, vom Leben und Ängsten der Bürger (Freizeit, Humor, Ängste, Hygiene, Gesundheit, Werte) und von der Gesellschaft (Feiertage, Politik, Waffenbesitzer, Sprache, bei der Arbeit, Rechtssystem). Der Text ist einfach zu lesen (also ohne Fachbegriffe) interessant geschrieben, auch mit Humor und Kritik.

In einem Buch DIN A5 von gerade mal hundert Seiten, kann man natürlich keine ausführlichen Erklärungen zu den einzelnen Themen liefern, was es manchmal schwierig macht das Thema zu verstehen bei komplizierten Themen wie Bildungssystem, Politik. Aber man erfährt viel.

Fazit USA Buch: das Buch zeigt die Lebensart, die Marotten und die Unterschiede bis Paradoxe wie Waffengesetze, Rechtssystem.

Crazy America

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Buchbesprechung Crazy America
Titel: Crazy America
Verlag: Goldmann TB
Autor: Michaela Haas
Seitenzahl 320


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Buchbesprechung: 
Die Autorin zog vor vielen Jahren der Liebe wegen in die USA, dort schreibt sie Artikel für renommierte deutsche Zeitungen. In diesem Buch befasst sie sich, wahrscheinlich fragen sich viele nach der Wahl Trumps, wie Amerika tickt, mit den Unterschieden der Lebensart in den USA und Deutschland.

Sie vergleicht nicht in den 18 Kapiteln zwischen den zwei Kulturen, sondern sie geht auf die Themen ein, die einem als Deutscher am unverständlichsten sind: Waffenwahn, Freund- und Nachbarschaft, staatliche Schikanen bei der Einreise und die Willkür der Polizei, verrückte Gesetze und Todesstrafe, Geld und Religion, Cannabis und Schmerzmittel, die Glücks-Psychose, Rassismus, Trump-Wahl und vieles mehr.

Das Buch schafft es die Hauptthemen, was nicht funktioniert in den USA und uns als Europäer erschreckt, interessant und mit Humor uns vor Augen zu führen. Gut recherchiert, kritisch und witzig erzählt.

Fazit USA Buch:Ich habe schon andere Bücher gelesen, aber dieses zeigt das Paradoxe der USA.

Notizen zum Inhalt: Buch Crazy America

Small Talk, zehn Punkte in denen die USA weltbester sind, Einreiseschikanen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Staus, Rechtssystem merkwürdig und teuer, die zehn verrücktesten Gesetze, Bargeld holt die Polizei, Todesstrafe, Kreativisten, Geld und Religion, Waffenwahn, legales Cannabis, Schmerzmittel Drogen, die Streben nach Glück Psychose, Rassismus im Rechtssystem, Armut der Indianer, wie Trump die Wahl gewinnen konnte, Haustiere, Umweltschutz.

Allein unter Amerikanern

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Buchbesprechung Allein unter Amerikanern

Titel: Allein unter Amerikanern
Verlag: Suhrkamp Verlag AG
Autor: Tuvia Tenenbom
Seitenzahl 463


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Buchbesprechung:
Der aus Israel stammende, in New York lebende Autor Tuvia Tenenbom, will die Amerikaner und die Kultur des ganzen Landes kennen lernen. Dazu reist er quer durch die USA von Ost nach West, von Alaska bis Florida.
Ich hatte beim Anblick, des Buches Bedenken, ob der Autor, wie die meisten schon ein vorgefertigtes Bild hat und dieses mit dem Buch verteidigt und untermauert.

Völlig unberechtigt, denn Tuvia Tenenbom geht ganz anders vor.
Seine Erscheinung: klein und dick, er sieht eher aus wie ein naiver, neugieriger, höchstens Mittelklasse-Amerikaner. Mit dieser harmlosen Erscheinung, seiner direkten, naiven Art zu fragen, trifft er auf wenig Widerstand, die Leute geben oft ungeschminkte Antworten. Er ist wie ein Schalk der Erstaunliches aus den Leuten herausbekommt, aber gleichzeitig die Meinungen wenig persönlich bewertet, sondern eher mit Humor darüber nachdenkt.

Besonders gut finde ich, wie er immer wieder in die sozialen Unterschichten, den Gefahren und Warnungen trotzend, besucht und darüber berichtet. Zum Beispiel: Gefängnis, Ghettos. Gut ist auch, wie er sich immer wieder in Veranstaltungen schmuggelt und Leute befragt, zum Beispiel: in jüdische Vereine, Unifest, Klimagipfel, Demo für Prostitution.
Als Leser bin ich gespannt, wohin er als nächstes reist, welche Leute er kennen lernt, welche Veranstaltungen.

Das Buch ist eines der wenigen, das ein intensives, tiefgründiges Bild über die USA gibt, über das Leben und die Gesellschaft, die verschiedenen sozialen Schichten und das Zusammenleben, die Dekadenz der Reichen und die große Armut, die Rolle der Schwarzen und die oft freundliche, aber gespielte Art der Amerikaner.

Noch zwei kleine negative Punkte: in den letzten 150 Seiten kommt mich mehr viel Neues, Erstaunliches vor. Irritierend oft spricht er über die Juden in den Staaten.

Fazit: ein tolles Buch über Amerika und die Gesellschaft. Das Buch habe ich verschlungen, nie langweilig.

Zitate
S.350 über die Parteien:
Der Republikaner: „Amerikaner zu sein heißt, zuerst an sich selbst zu denken, was das Wesen des Kapitalismus ist.“
Die Demokratin: “Gesunde Gesellschaften kümmern sich um die schwächeren Teile. Ich habe nichts dagegen, Steuern zu zahlen, solange mein Geld dazu dient, den Armen zu helfen.“

S. 333 „Die Essenz des amerikanischen Christentums ist: Spaß und extremer Narzissmus“

S. 418: „Der Amerikanismus ist eine Kultur der Ängstlichen. Die amerikanische Kultur… flößt ihren Bürgern Angst ein. Um Amerika als eine Einheit zu bewahren, obwohl sein Volk nur durch künstliche Mittel zusammengehalten wird, müssen die amerikanischen Führer die Bürgerschaft zwingen >>nett<< zueinander zu sein und >>sorry<< zu sagen, falls sie in der Vergangenheit nicht nett waren.“

Die Abwicklung

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Buch die Abwicklung

Titel: Die Abwicklung
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Autor: George Packer
Seitenzahl 509


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Buchbesprechung: 
Es fängt an mit 1978 und erzählt in 508 Seiten bis 2011. Ein Wälzer mit Lebensberichten.

Die acht Kapitel sind Zeitspannen in denen verschiedene Leute über ihr Leben, Veränderungen berichten. Die Zeitspannen und Kapitel sind: 1978, 1987, 1994, 1999, 2003, 2008, 2010, 2012. Manche Personen kommen von Anfang bis zum Ende des Buches vor, manche nur einmal in ihrer bestimmten Zeitspanne.

Die Hauptpersonen, die in fast jedem Kapitel vorkommen, repräsentieren die Schichten der Gesellschaft. Von der Arbeiterin Tanny, der Kleinunternehmer Dean, Jeff, der in der Politik mitmischt bis hin zum Millionär von Silicon Valley Peter Thiel.

Man erfährt viel über die Veränderungen des American Dreams, der Gesellschaft, Politik und viel über die Veränderung in der Wirtschaft. Der Autor erklärt nicht die Veränderungen, sondern als Leser erfährt man die Schicksale der vielen Erzähler im Laufe der Zeitspannen und daraus baut man sein eigenes Bild über die USA.

Und hier meine Bildbeschreibung der USA nach dem Buch:

  • Die USA wird von einer selbstherrlichen Oberschicht regiert, die kein Interesse am Rest der Bevölkerung hat und keine Verantwortung übernehmen will. Jeder ist für seinen Erfolg selbst verantwortlich und der Staat versucht nur die Freiheit des Einzelnen zu behindern.
  • Die selbstherrliche Oberschicht tut alles, um die Macht des Staats zurück zu drängen. Ist gegen jeden Eingriff, jede Einschränkung vom Staat.
  • Politiker vertreten nicht das Interesse der Bürger. Reformen gehen unter, wenn sie nicht der Oberschicht dienen.
  • Politik, die das Internet nutzen und den Fernseher, um die Leute gegen Reformen aufzuhetzen.
  • Verfall der produzierenden Industrie, Aufstieg von Wal-Mart, Silicon Valley und Wall Street.
  • Der Staat gibt den Banken die Freiheit den Mittelstand mit Krediten auszunehmen.
  • Die meisten kämpfen ums Überleben und sind immer noch geblendet vom American Dream: „Jeder kann es schaffen, jeder ist seines Glückes Schmied“

Fazit USA Buch: ein großer Wälzer, der einen zum Nachdenken und Verstehen führt. Ich würde zuerst andere Bücher über die USA lesen, die das Leben in den USA erklären ( Kulturschock USA vom Reiseknowhow Verlag; Länderporträt der USA vom Ch. Links Verlag), denn man sollte schon wissen, wie die Amerikaner ticken und denken, sonst bleiben viele Stellen unverständlich.

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Fantasyland



Titel: Fantasyland – 500 Jahre Realitätsverlust
Verlag: Goldmann
Autor: Kurt Andersen
736 Seiten
ISBN: 978-3-442-15968-0


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Buchbesprechung:
„Die Klimaerwärmung kommt daher, dass Gott die Heizung höher stellte“. Das sagte kein Komiker, sondern ein Präsident eines Bundesstaates. Er schrieb auch ein Buch darüber.

Wie so oft in dem Buch: Fantasyland stocke ich beim Lesen vor Erstaunen über die durchgeknallten Ansichten der Amerikaner. Aber genau das ist das tolle an dem Buch, es zeigt uns das absurde in der Geschichte, Religion, Politik und vor allem im Denken der Amerikaner. In dem Wälzer von 700 Seiten verspürt man das Absurde und gleichzeitig kommt man Kapitel für Kapitel immer näher ran wie die Amis ticken bzw. welchen Illusionen – Grundsätze sie verfallen sind. Nach dem Buch verstehe ich noch nicht alles, aber der Autor malt ein genaues Bild, über die Gesellschaft der USA zusammengesetzt aus unzähligen Kleinbildern. Über die Trends, Verschwörungstheorien und gesellschaftlichen Veränderungen in all den Jahrhunderten bis heute. Und was sagt das Kunstwerk aus ?

Die ersten Siedler in den USA sind aus Europa geflüchtet in das Paradies, das Gott extra für sie bereithält, damit sie ihre verfolgte, individuelle Religionen leben können. In dem Satz wird schon klar, dass es in den USA nie um die Wahrheit geht, sondern nur darum, dass jeder so lebt, wie er es für richtig hält. Auch wird der Verfolgungswahn ersichtlich, denn die ersten Siedler wurden verfolgt von Staatsorganen in ihren Herkunftsländern.

Diese Ansichten der Siedler werden durch die Jahrhunderte weiter gegeben und passten sich dem Wandel und Trends an. Früher wurde der Wandel von neuen Predigern oder Kirchen unter die Leute gebracht. Heute durch Fernsehen und Internet. Einzig eine neue Darstellung oder neues Bizarres entsteht, aber die Grundsätze bleiben gleich. Gott ist auf deiner Seite, bringt dir Erfolg, wenn du mitspielst.

Also in den Staaten war die Wahrheit nie so wichtig und im Laufe der Zeit wurden die Leute, besonders heutzutage immer kindischer: „Glaub daran und es wird so kommen „. Dein Reichtum. Deine Karriere.

Zusammengefasst analysiert das Buch:
* die Gesellschafts-Psychosen
* das komische Denken in den USA
* die Macht der Medien
* die Macht der Religionen

Fazit USA Buch: Natürlich sind nicht alle in den Staaten so freaky drauf, aber das Buch gibt einen Einblick, wie das Denken in den USA in so eine Schieflage schlitterte, dass nun sogar ein Trumpf regiert.

Notizen zum Inhalt:
John Smith sieht Engel und schreibt eine Bibelfortsetzung, pseudowissenschaftliche Heilmethoden, Goldrausch, Verschwörungen in den USA gen die USA, romantischer Pioniergeist entsteht, die Kitschpresse entsteht, es gibt Leben mit Wald und Wiese auf dem Mond, Werbeagentur entsteht, Buffalo Bill,
Ende der Wunderheilmittel, KKK, Einwandererwelle aus Europa in der Nachkriegszeit, der Staat wird stärker, Gerichtsverfahren gegen den Darwinismus, neue Religion der Pfingstler, Stummfilme boomen, Tonfilm entsteht, Medienrummel um die Stars entsteht, Radioboom, weiße Mittelklasse-Vororte, Disneyland entsteht, Las Vegas entsteht, die Beats = Individualismus entsteht,Wilhem Reich, Scientology, McCarth-Kommuismus-Wahn, Hollywoods Kommunismus Liste, Hippies, LSD, Esalen, Guru, Vietnam, neue Glaubensrichtungen, Anschläge radikaler Linker, Birch Gesellschaft gegen kommunistische Unterwanderung,christlicher Fundamentalismus Billy Graham und Kreuzzüge durch die Staaten, Kennedy Ermordung, Verschwörungen, Fernsehen Erfindung, Sexfilme-Boom, Haare, konservative Politik, Wrestling, Hip-Hop, Reality TV, Fantasydress, Burning Man Festival, Reagan, private Fernseh- und Radiosender, kuriose alternative Medizin, Hyperrealismus

 


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Fremd in ihrem Land: Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten


Titel: Fremd in ihrem Land – Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten
Autor: Arlie Russell Hochschild
ISBN 9783593507668
Verlag Campus Verlag
Seitenzahl 428

Video – Buchbesprechung

Buchbesprechung:
Das Buch wurde immer wieder gelobt. So war ich gespannt, was es wohl so toll macht (dachte zuerst es geht um Rassismus in den Südstaaten).

Die Südstaaten sind bekannt für die konservative Haltung. Sie sind überzeugte, aktive Kirchenanhänger. Sie sind gegen Abtreibung, gegen staatliche Sozialleistungen. Sie sind mehrheitlich Anhänger der konservativen Republikaner Partei, die gegen Steuern, gegen Umweltschutz, gegen Sozialausgaben sind, aber für die Freiheit der Konzerne und die Kirche kämpfen. Der radikalste Teil ist die Tea-Party.

Dabei ist der Bundesstaat Louisiana der zweitärmste mit einem miesen Bildungs- und Sozialsystem.
Dieses paradoxe im Süden will die Autorin, eine bekannte Soziologin, erforschen und analysieren.

{1. Kapitel}
Im ersten Kapitel trifft die Autorin Leute aus Louisiana aus verschiedenen sozialen Gruppen, die ihr dann aus ihrem Leben erzählen. Ihre Einstellungen, ihre Erfahrungen mit der Chemie- und Ölindustrie und dem Staat. Vor allem erzählen sie noch aus der Vergangenheit, wie sie aufwuchsen und den Wandel miterlebten. Erstaunt verfolge ich mit der Autorin, wie sich die Leute trotz mehrfacher Umweltkatastrophen in der die Tiere, Seen und Sümpfen verreckten, immer noch treu für die Tea-Party stimmen, die so wenig Staat wie möglich und die Wirtschaft nicht beeinflussen will.

{2. Kapitel}
Danach geht sie auf die Politik der Tea-Party bzw. der regierenden Partei der Republikaner ein. Louisiana ist einer der ärmsten Bundesstaaten mit wenig Arbeit, viel Waffen, sehr viele Kirchen, Ku-Klux-Klan und wenig soziale Absicherung oder rechtliche Unterstützung. Trotzdem will die republikanische Regierung die soziale Absicherung weiter abbauen und der Industrie ein freies Schlachtfeld hinterlassen ohne Umweltschutz, ohne Rechte der Arbeiter. Auch schaut sich die Autorin die meinungsbildenden Organe wie Presse und Kirche an, wie sie mit den Umweltskandalen und der Ungerechtigkeit umgehen.

{3. Kapitel}
Sie nimmt ihre Eindrücke, Erfahrungen – ihr Wissen aus vielen Jahren Arbeit – und erstellt im dritten Teil die Analyse des Denkens der Leute in den Südstaaten.
In den USA herrscht immer der Traum durch Fleiß und harte Ausdauer in der Schlange des Erfolgs nach vorne zu kommen. Warum die Leute aus den Südstaaten sich ungerecht behandelt fühlen, warum sie gegen die Nordstaaten und den Staat sind, wird hier sehr gut und verständlich erklärt. Dieses Kapitel bringt einem das Denken, die Mentalität der Menschen erstaunlich nahe.

{4. Kapitel}
Im vierten Kapitel geht es noch weiter zurück und zeigt den Lesern den Einfluss der Geschichte auf das Denke in den Südstaaten. Die Plantagen, Sklaven, der verlorene Bürgerkrieg, Aufstand der Schwarzen, etc.

Fazit USA Buch:
Das Buch erreicht alle Erwartungen. Die Autorin stellt uns Lesern die Leute und ihr Denken vor ohne Vorurteile. Dann geht sie auf die übergeordneten sozialen Gegebenheiten ein: Arbeitgeber, Parteien, Kirchen, Presse und schließlich analysiert sie die Leute und zeigt uns ihr Denken. Auch bringt sie die geschichtlichen sozialen Gegebenheiten mit ein. Als Leser war ich erstaunt wie gut die Autorin analysiert und wie verständlich, mitfühlend, sachlich erklärt.

andere Buchbesprechungen über das Buch: Fremd in ihrem Land

Buchbesprechung bei Deutschlandfunk

Titel: Fremd in ihrem Land. Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten
Autor: Arlie Russell Hochschild
Verlag: Campus Verlag GmbH
428 Seiten

Rassismus in den USA

Rassismus in den USA


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Zwischen mir und der Welt


Titel: Zwischen mir und der Welt
Verlag: Fischer Verlag
Autor: Ta-Nehisi Coates
234 Seiten
ISBN-13: 9783596298327

Buchbesprechung:
Das Buch ist eine Reise.

Eine Reise des Autors, die los geht mit seiner Kindheit im schwarzen Getto von Baltimore, über die Schule zur Uni bis hin in seiner Rolle als erwachsener, schwarzer Mann und Vater in den USA.

Die Reise führt ihn durch seine Jugend im schwarzen Getto von Baltimore, wo es ums Überleben geht gegen Kriminalität, Gewalt und daher Schule keinen Sinn macht. Dank seinen Eltern und Oma ist er von Büchern fasziniert und geht studieren auf die Howard University, wo fast nur Schwarze studieren. Dort reist er weiter durch viele schwarze Denker – von Malcom X ist er beeindruckt – und Ansichten über die Position der Schwarzen in der Gesellschaft. Wie diese entstanden ist und wie man damit leben kann. Er lernt seine Frau kennen und sein Sohn tritt in seine Leben.

Das Buch ist ein Brief an seinen Sohn, in dem er Wege und Irrwege, Hindernisse, Erschütterungen – sein Freund wurde von der Polizei erschossen – auf seiner Reise zu sich selbst und zu seiner Rolle als Schwarzer literarisch beschreibt. Manchmal kommen in den Sätzen etwas zu viele symbolische Wörter vor, aber das Lesen lohnt sich auf jeden Fall, denn durch diese Mischung aus seinem Nachdenken über die Rolle und sein Erlebtes als Schwarzer lernt man die Theorie und die Praxis kennen.

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Von Selma bis Ferguson – Rasse und Rassismus in den USA

Titel: Von Selma bis Ferguson – Rasse und Rassismus in den USA

Verlag: Transcript

Erscheinungstermin: September 2016

ISBN-13: 9783837635034

Buchbesprechung

Im Bürgerkrieg wurde den Schwarzen von den Nordstaaten die Freiheit versprochen beim Sieg über den Süden, doch diese Versprechen wurden vom Winde verweht, weil der Süden alles tat, um die Schwarzen abseits der Gesellschaft zu halten und weil die Sieger – die Nordstaaten, die Republikaner – damit beschäftigt waren für die nächste Wahl genug Stimmen zu bekommen. Stimmen auch von den Weißen in den Südstaaten. Damit rückten die Schwarzen wieder in den Hintergrund und selbst die Maßnahmen vom Staat – die Reconstruction – den Schwarzen zu mehr Rechten zu verhelfen scheiterten und wurden bald überholt von den Resegregation, dem starken Drang vieler Bundesstaaten, natürlich im Süden, durch neue Gesetze und Gerichtsverfahren die Rechte der Schwarzen zu minimieren. So wurden die Rechte der Schwarzen vermindert, die Rassentrennung voran getrieben. Ku-Klux-Clan und Lynchmorde florieren.

Erst als jeder Mann gebraucht wird im Zweiten Weltkrieg blüht die Gleichstellung auf. Erst als man gegen den Faschismus für Demokratie und Menschenrechte kämpfte, erst dann ist der Rassismus paradox geworden. Der Widerstand der Bürgerrechtsbewegung erlebt ihre Hochzeit: der Marsch nach Washington, Gesetze gegen Rassismus, neue Schulaufteilung

Die beste Zeit der Black Power Bewegung endet mit dem Regierungsantritts Reagans in den 1980zigern, mit seiner Maßnahme „War on Drugs“, denn die Polizeistreifen sind fast nur in schwarzen Ghettos unterwegs und drakonische Strafen für Schwarze sind alltäglich. Aber selbst schon Nixon in den Sechzigern verwendete die weiße Angst vor der Gleichstellungspolitik, um gegen diese vorzugehen, um die Weißen des Südens auf seine Seite zu bringen, mit Erfolg.
Die weiße Unterschicht im ärmeren Süden hat Angst, dass ihre gehobene Stellung geschwächt wird und stattdessen die Schwarzen aufsteigen. Das erklärt auch, warum die Gewerkschaften im Süden keine Chance hatten, denn gleiche Rechte für alle, mehr Gehalt für Schwarze und Mitbestimmung von Schwarzen ist den Weißen ein Graus. Diese Angst nutzen die Politiker und Reichen zu ihren Gunsten aus. Die Reichen können die Gehälter niedrig halten und den Umweltschutz massiv ignorieren. Die Politiker haben ein einfaches Feindbild mit dem sie die Weißen auf ihre Seite bringen.

Mich hat schon immer gewundert, warum das Bildungs- und Gesundheitssystem nur ab der Mittelschicht zugänglich ist, aber vielleicht spielt auch hier der Rassismus eine Rolle, den Schwarzen den Aufstieg so weit wie möglich zu erschweren.
In der ganzen USA herrscht eine weiße Etabliertenvorstellung, in dem Schwarze „unvollkommen und .. grenzenlos unwürdig dem American Way of Life entgegengesetzt und daher aus dem Gesellschaftskörper herauszuschneiden sind“, so denken die meisten Weißen, analysierte der Soziologe Wacquant (Seite 263).

Durch die 14 Kapitel erfährt man viel Hintergründiges über den Rassismus in den USA vom Bürgerkrieg bis heute.
Einmal wie der Staat den Rassismus verdeckt umsetzt, zum Beispiel: mit Stadtplanung, War on Drugs, Polizeigewalt, Gesetze.
Dazu noch wie das Image der Schwarzen entstand, wie die kollektive Fantasie beeinflusst wurde und wird, um die Geringschätzung, Angst und Abneigung der Weißen gegen die Schwarzen aufrecht zu erhalten.
Außerdem erfährt man auch an vielen Berichten wie der Rassismus und Widerstand sich ereignete. Manche Kapitel, die sich mit der nahen Vergangenheit beschäftigen sind etwas detailverliebt langweilig. Kapitel wie die Zukunft Obamas, Filme mit Lieben zwischen Schwarz und Weiß, Persönlichkeit im schwarzen Widerstand: Ella Bakers

Fazit: ein aufschlussreiches Buch. Man sollte aber schon vorher etwas Ahnung haben über den Rassismus gegen die Schwarzen.

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Gebrandmarkt. Die wahre Geschichte des Rassismus in Amerika

Buchbesprechung:
Das Buch gewann den National Book Award in den USA und war auch in Deutschland nominiert für das beste Sachbuch des Jahres.
Das immense Buch von 550 Seiten durchleuchtet die Geschichte des Rassismus in den USA.

Pro Kapitel geht es um eine bedeutende Person einer Epoche. Angefangen mit den ersten Siedlern Cotton Mather, dann Thomas Jefferson, William Lloyd Garrison, W.E. Du Bois und Angela Davis und dazu viel Information über alles, was eine Rolle spielte für die gesellschaftliche Positionierung der Schwarzen in dieser Epoche, wie Regierungsentscheidungen, Ereignisse, Gerichtsbeschlüsse, neue Gesetzte, Buchveröffentlichungen. Also alles, was die soziale Stellung der Schwarzen beeinflusste.

Die Rechte der Schwarzen wurden jahrhundertelang unterdrückt durch Thesen und Rechtfertigungen von Kirche, Staat, Presse und Handel.

Angefangen mit den Ansichten Aristoteles, über die ersten Schiffe vollgestopft mit Sklaven für die portugisieschen Kolonien, das erste Sklavenschiff für die Staaten 1619, der Bürgerkrieg, Jim Crow laws, die Civil Rights Bewegung in den 1960zigern bis hin in die Obama Regierungszeit.
Dass die weißen Sklavenhalter das Image der Schwarzen stets niedrig halten wollten, stets die Schwarzen als faul, minderbemittelt und triebgesteuert bezeichneten, war mir schon klar vor diesem Buch.

Dass dieses Image seit Generationen weiter lebt bei den Weißen, ist auch klar, denn jede Veränderung ist ein Aufwand und die meisten aus der darüberstehenden sozialen Schicht haben keinen Drang den sozialen Abstand zur unteren Schicht zu verringern. Man will den Abstand nach unten bewahren, um nicht Gefahr zu laufen, dass die Unteren aufsteigen und man selbst nach unten rutscht.

Um eine Gruppe zu unterdrücken oder auszunützen, muss man nur eine Erklärung (er)finden und unter den eigenen Leuten verbreiten. Dazu noch Vorteile zugunsten der unbetroffenen Mehrheit. So funktionierte es schon immer in der Geschichte der Menschheit. Die Situation kann sich nur ändern, wenn die Gesellschaft sich im Denken verändert und wenn aus den Unterdrückten eine organisierte Bewegung entsteht. Und wenn die Vernunft an Gewicht gewinnt. Und wenn einflussreiche Denker zu einem Umdenken animieren. Und wenn die Wirtschaft (und damit die Reichen) die Unterdrückten nicht mehr schamlos ausnützen können, wollen, brauchen.
Veränderungen für und gegen die Unterdrückten entspringen aus drei Gruppen.

Die eine Gruppe sind die Segregationisten, die eine klare Rassentrennung fordern. Die zweite Gruppe sind die Antirassisten, gegen Diskriminierung und schließlich noch die Gruppe der Assimilationisten, die versuchen es den anderen extremeren Seiten so Recht wie möglich zu machen.
Und damit ist auch schon gesagt, um was es in dem Wälzer geht. Die drei Gruppen und ihre Einflüsse für und gegen den Rassismus in der jeweiligen Epoche. So ist jedes Kapitel eine Sammlung, wie die jeweilige Gruppe versucht Einfluss zu nehmen auf die Politik, Wissenschaft, Religion, Presse, Gruppierungen und Meinungen.

Als Leser lerne ich, wie über Jahrhunderte „intellektuell brillante und mächtige Männer und Frauen rassistische Ideen“ verbreiten, um die Schwarzen unten zu halten.

Das Buch stellt das Komplexe im Rassismus dar: Weiße gegen Schwarze, Schwarze gegen Schwarze, Schwarze gegen Weiße, Weiße gegen Weiße und es zeigt uns, dass der Rassismus immer noch funktioniert und jeder Verbesserungsversuch von Rückschlägen und Fortschritten gekennzeichnet ist, wie schon seit Jahrhunderten.

Neu war mir, wie selbst die Schwarzen durch ihren Widerstand den Rassismus fördern bzw. das Image über die Schwarzen in schlechten Ruf bringen, da sie selbst ein merkwürdiges Bild voller Angriffsflächen (Macho, Gewalt, etc.) kreieren.

Diese Analyse der Geschichte des Rassismus in den USA ist schon beeindruckend, weil man merkt, dass der Autor vor fachlichem Wissen strotzt und mir scheint, dass er jahrelang für das Buch recherchierte und forschte.

Schlecht finde ich seine einschläfernde Schreibweise, bin selten beim Lesen so oft eingeschlafen. Auch schlecht finde ich das enorme Textvolumen von 547 Seiten. Das Ganze hätte man in weniger als die Hälfte schreiben können, denn es geht im Großen und Ganzen nur um die Einflüsse der drei oben genannten Gruppen. Ihr Denken und ihren Einfluss auf die Politik und Gesellschaft.
Auch schlecht ist, dass der Autor erwartet, dass man die Geschichte der USA kennt. Wissen Sie, was im Civil Rights Act stand ? Oder kennen Sie den Ablauf des Bürgerkriegs ?
Was mir auch im Buch fehlt sind die Beschreibungen der Leute in den Epochen: ihre Stimmungen, ihre Lebensweise. Zum Beispiel fehlen die Erklärungen, warum immer mehr Weiße für Schwarze Sympathie empfanden. Warum waren die Leute im Norden eher gegen Rassismus ?

Fazit USA Buch:
Das immense Buch ist gutes Futter für Diskussionen, beinhaltet aber wenig Erklärendes über die Gesellschaft der USA.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch voller detaillierter Information für Leser beeindruckend ist, die sich schon länger mit der Geschichte der USA oder dem Rassismus befassen, denn es setzt Kenntnisse über die Geschichte und wichtigen Personen voraus. Aber für jemanden der erst anfängt sich damit zu befassen und daher wenig mit den Personen und Details anfangen kann, also für mich, sind es zu viele neue Namen und kleine Geschichten.
Positiv ist, es zeigt die geschichtliche Entwicklung des Rassismus in den USA. Allerdings hätte dazu weniger Lesestoff weitaus gereicht.

Notizen:
Beispiel Aufbau eines Kapitels:
zum Beispiel das letzte Kapitel mit dem Titel: Angela Davis, fängt 1963 an und erstreckt bis ins Jahr 2002 in über 120 Seiten.
Es geht um den Werdegang von Angela Davis, als eine Streiterin für die Schwarzen, ihre Mitgliedschaft bei den Black Panthers, über ihre Haft. Über den Präsidenten Carter, den Kinoerfolg Rocky, die Kandidatur Ronald Reagans, über Gerichtsurteile, den neuen Präsidenten Reagan, die neue Crack-Droge, Reagans Politik gegen Sozialhilfe und gegen Drogen, der Niedergang der schwarzen Mittelschicht, harte Gesetze gegen Drogen, aber eigentlich nur gegen Crack, die billigere Droge der Schwarzen, während Kokain, die Droge der Wohlhabenden (also Weiße) weniger verfolgt wird und so weiter.

Buchbesprechung bei Deutschlandfunk

Titel: Gebrandmarkt. Die wahre Geschichte des Rassismus in Amerika
Verlag: C.H. Beck Verlag
Autor: Ibram X. Kendi
604 Seiten


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The New Jim Crow

Buch über Masseninhaftierung und Rassismus in den USA

Selbst wenn der Rassismus offiziell nicht mehr besteht, wütet er doch weiter in verdeckter Form. Nämlich, dass das Rechtssystem und Politik, die Schwarzen nicht unterstützt, sondern weiter unterdrückt und vom Wohlstand konsequent fern hält.

Wie geht das ?

Die Schwarzen werden in Gefängnisse getrieben, um sie als kriminell gebrandmarkt wieder raus zu lassen. Um sie weg vom geregelten Leben zu halten und sie schnell wieder einsperren zu können.
Das alles begann landesweit mit den Drogenkampagne in den 1980zigern. Durch die Drogenkampagne erhält die Polizei Geld und Waffen, wenn sie Festnahmen zu Drogendelikten verzeichnen.

Richter, Geschworene und Staatsanwälte sind fast ausschließlich Weiße. Außerdem gibt die Verfassung den Staatsanwälten und Richtern die Macht nach eigener Meinung zu entscheiden.
Eine neue rechtliche Willkür kommt auf, denn von dem Beschuldigten kann alles beschlagnahmt werden: Auto, Haus, Bargeld. Als Mieter kann er fristlos gekündigt werden und vieles mehr.

Somit kann die Justiz nach eigenem Ermessen entscheiden, wen und wie sie verfolgen, kontrollieren, bestrafen.
Eine von Rassenvorurteilen geprägte Justizwillkür. Razzien gegen Weiße würden Politiker aufschrecken. Daraus folgt, das fast nur Schwarze vor Gericht kommen und sehr viel härter verurteilt werden als Weiße.
Die Schikanen geht so weit, dass man auch keine Chance mehr nach dem Knast hat. Als Vorbestrafter findet man keine Mietwohnung, auf Sozialwohnungen hat man kein Anrecht. In manchen Staaten muss man die vorgeschriebenen Resozialisierungsprogramme selbst bezahlen. Woher soll ein Sträfling soviel Geld haben ?

Das Buch schildert einen fatalen Rassismus verdeckt unter Drogenpolitik. Ich kann dem Buch nicht glauben, dass diese willkürliche, alltägliche Ungerechtigkeit so wirklich schon seit Jahrzehnten funktioniert.

interessante Textstellen aus dem Buch
Anfang der 1980er Jahre, als der Krieg gegen Drogen seinen Anfang nahm, standen viele amerikanische Innenstädte vor dem ökonomischen Kollaps. Die einfachen Arbeitsplätze in der Industrie, die es in den Städten während der 1950er und 1960er Jahre noch in Hülle und Fülle gegeben hatte, waren verschwunden. Vor 1970 konnten auch gering qualifizierte, in der Stadt lebenden Arbeiter unweit ihres Wohnorts eine Stelle in der Industrie finden. Mit der Globalisierung war dies zu Ende. Die Konzerne verlagerten die Produktion in Länder, in denen es keine Gewerkschaften gab und wo die Arbeiter nur einen Bruchteil dessen verdienten, was in den USA als anständiger Lohn galt.“
S.82


Heute befinden sich mehr Afroamerikaner in den Mühlen der Justiz – im Gefängnis oder unter Bewährungs- und Meldeauflagen auf freiem Fuß als es im Jahr 1850, ein Jahrzehnt vor dem Bürgerkrieg, Sklaven gab.
S.247


Die Gleichgültigkeit, die Weigerung, Menschen über alle Grenzen der Hautfarbe hinweg Mitgefühl entgegen zu bringen, bildet den Kern des heutigen Kontrollsystems und jedes anderen rassistischen Kastensystems in den Vereinigten Staaten oder anderswo auf der Welt.
S.316

Verlag: bpb – Bundeszentrale für politische Bildung
Autor: Michelle Alexander
Seiten: 391
Erscheinungsdatum: 17.07.2017
Bestellnummer: 10063

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Angry White Men – Die USA und ihre zornigen Männer

Buchbesprechung:
In dem Buch analysiert der Autor, warum die weißen Männer in den USA immer mehr Partei ergreifen für radikale Strömungen und konservative Politik.

Die ersten zwei Kapiteln berichten, worauf dieser Zorn der Weißen Männer basiert. Diese Kapitel sind interessant, denn man versteht auf welchen Grundlagen und auf welche Weise diese Strömungen ins Volk gemischt werden. Anderseits durchleuchtet die Analyse nicht tief genug. Viele Fragen bleiben mir offen (zum Beispiel: welche sozialen Schichten, Regionen und Religionen).

Im Rest des Buches geht es darum, wie sich diese Wut in den USA bemerkbar macht: Amokläufer, die fast nur Weiße sind, die weißen rechten Parteien, Frauen als Zielscheiben, die Männerrechtsbewegung.

Der Weiße Mann hat die USA besiedelt, die Freiheit erkämpft und sein Land zur Weltmacht empor geführt und nun kommen Andere und unterwandern die hart erkämpfte Stellung, um den verdienten Wohlstand den Weißen zu stehlen. Diese feindliche Gruppe ist für Frauenrechte, für Sozialprogramme und für die Rechte anderer Rassen. Also hat diese Gruppe den Staat schon unterwandert und benutzt jetzt den Staat, um den Weißen Schritt für Schritt den verdienten Wohlstand zu entreißen.

Und da sind wir wieder beim alten Problem in den USA: eine Verschwörungstheorie, die von Internet, Fernsehen, Radio aufgebauscht wird. Dieser hitzige Drang kommt daher, dass man die eigenen Probleme auf feindseligen Machenschaften anderer zurückführt, um die eigene Reinheit und Tugend zu bewahren und zugleich die Ursache des Problems zu identifizieren (Seite 276 – der Historiker Richard Hofstadter nennt es paranoider Stil).

Das Buch bringt nicht viel Neues. Man erfährt zwar von den Einstellungen der Weißen, aber ich kann mir nicht vorstellen oder besser gesagt, das Buch überzeugt mich nicht, dass eine Mehrheit der Weißen so denkt. Es fehlen einfach einleuchtende Beispiele oder Erfahrungsberichte.
Angry white men ist kein Buch, dass man unbedingt lesen muss.

Verlag: bpb – Bundeszentrale für politische Bildung
Autor: Michael Kimmel
Seiten: 351,
Erscheinungsdatum: 13.07.2016,
Bestellnummer: 1730

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Rassismus in den USA – Historie und Analyse einer Rassenkonstruktion

Titel: Rassismus in den USA – Historie und Analyse einer Rassenkonstruktion

ISBN 978-3-89771-007-8

Erscheinungsdatum: Mai 2000

Buchbesprechung
Ich suchte ein Buch über den Rassismus in den USA. Die Frage, die ich mir stelle ist, warum hat man als Schwarzer immer noch sehr schlechte Chancen in einem Land, in dem alle einmal Einwanderer waren aus vielen Ländern mit verschiedenen Religionen und Kulturen. Das Land müsste ja eigentlich protzen mit Toleranz!

Die Schwarzen werden ja heute noch in Ghettos gehalten und schlecht behandelt von der Polizei, Rechtsprechung und im täglichen Leben (ganz zu schweigen vom extremen Rassismus im Süden).

Warum gab es nie einen tiefen Widerstand ? Warum sitzt der Rassismus so tief und lange verwurzelt in den USA ?

Vom Buch „Rassismus in den USA – Historie und Analyse einer Rassenkonstruktion“ erhoffte ich mir die Antworten.

Der Aufbau des Buches sieht vielversprechend aus: pro Epoche gibt es ein Kapitel über die Geschichte und Ereignisse und pro Epoche ein kleines Kapitel das, so hoffte ich, mehr auf die sozialpsychologischen Folgen eingingen. Eine Art Theorie zu jeder Epoche.

Vielversprechend, aber leider sind die Theorie – Kapitel oft nicht verständlich. Einmal unverständlich, was das Geschriebene im Theorie Kapitel mit Rassismus zu tun haben soll und zweitens ziemlich unverständlich ausgedrückt. Kapitel, die man sich fast alle sparen kann.

Aber die Kapitel über die Epochen sind gut. Es wird immer eine Epoche beschrieben und dazu wie sich die Stellung der Schwarzen in der Gesellschaft veränderte. So reist man durch die Geschichte der USA. Es geht los als englische Kolonie bis hin zur Zeit unter Präsident Clinton (Auflage Oktober 2001). Als Leser erfahre ich die Veränderungen in der Geschichte, wie die USA zur Weltmacht wurde im ersten und im Zweiten Weltkrieg, wie es in die Weltpolitik eingriff mit Besatzungen und in Kriegen. Wie sich der Wohlstand veränderte durch die Jahrhunderte.

Das Buch befasst sich in den 260 Seiten eher mit der Geschichte der USA und höchstens zur Hälfte des Buches geht es um die Lage der Schwarzen. Auch wird die Lage der Schwarzen nur beschrieben, aber es fehlt die tiefere Analyse.

Mir scheint es gibt nur ein Grund für den Rassismus. Im Buch genannt auf Seite 224: „Es deutet sich zu der Zeit aber schon die Tendenz an, rassische Herkunft zu einem Instrument im Wettbewerb um Gelder, Privilegien und Ressourcen, im Verteilungskampf zu machen“.

Fazit USA Buch: das Lesen lohnt sich, aber die Fragen bleiben noch offen.

Inhalt: Buch Rassismus in den USA


Geschichte: Kolonialzeit, Revolution, die junge Republik, Nord-Süd Konflikt, Bürgerkrieg, Aufstieg zur Weltmacht, Reformen und Reaktionen, New Deal und Weltkrieg, Kalter Krieg, Auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert.

Theorie:Die Entstehung des Individuums, Rassismus Grundstruktur der abendländischen Gesellschaft, Zuschreibungen: Natur, Begehren, Clustern, Autopoiesis des Rassismus

 

Verhalten USA

Fettnäpfchenführer USA

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Buch Fettnäpfchenführer USA

Titel: Fettnäpfchenführer USA
Verlag: Conbook Medien GmbH
Autor: Kai Blum
Seitenzahl 256

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Buchbesprechung:
Die Handlung des Buches „Fettnäpfchenführer USA“ ist folgendes: Torsten und Susanne aus Deutschland lernten Mark und Sarah aus den USA auf der Leipziger Buchmesse kennen. Nun geht’s zu Besuch nach Ann Abor in der Nähe von Detroit. Das Buch ist eingeteilt in 36 Kapitel in denen die Zwei etwas tun und sich dabei ungeschickt anstellen zum Beispiel: Auto fahren, Restaurantbesuch. Dann wird pro Kapitel das falsche Verhalten erklärt und Ratschläge für richtiges Verhalten gegeben. Dazu gibt’s zwsichendrin immer wieder graue Textboxen, wo über Besonderheiten berichtet wird.

Ich habe schon viele Fettnäpfchenführer gelesen und manche trotzen vor Information: wie man sich verhalten soll und wie nicht, von Tipps und berichten noch über viele kulturelle Besonderheiten des Landes (sehr gefallen hat mir der Fettnäpfchenführer Irland, Taiwan, Portugal, Norwegen) .

Fazit USA Buch: Dieses Buch bringt schon gute Information, aber es hätte viel mehr sein können. Wertvoll fand ich die Themen: Benehmen, wenn man zum Essen eingeladen wird, Restaurantbesuch, Apotheke, Hotel, Autofahren und Polizei. Aber es gab auch manche Kapitel, die waren etwas fade. Das heißt, auf ein korrektes Verhalten wäre man automatisch gekommen.

Auch kommen im Vergleich zu anderen Fettnäpfchenbüchern, weniger graue Textboxen mit besonderen Erklärungen vor.

Notizen zum Inhalt: ein typisches Haus, root beer, Benehmen beim Essen, Gebet und Religion, Steuer in den Bundesstaaten, Trinkgeld, Alkoholverkauf, Fernsehen, Waschbären, Zugfahrt, Apotheke, Hotel, Autofahren und Highway, am Strand, Einkaufen, Restaurantbesuch, Verhalten beim Überfall, Pinkeln in der Öffentlichkeit, Sprachenvielfalt, Autofahren und Polizei, Tanken, Frühstücks Diner, Radfahren, Einladungen, Tornados, Azrtbesuch, Präsentatioin im Verlag.

 

Staat und das politische System der USA

Bücher über Staat und das politische System der USA


Die Büchern über Politik und Staat waren enttäuschend, denn keines konnte das für uns merkwürdige politische System in den USA erklären, sondern meist nur mit Nostalgie über die Entstehung der Demokratie davon schweben von der aktuellen Realität oder das Buch verzettelt sich in Fachbegriffe … doch dann las ich das Top-Buch: „Auf Kosten der Freiheit“. Nach dem Buch versteht man diese extrem kapitalistische, scheinheilige Politik.

Auf Kosten der Freiheit

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Buchbesprechung auf Kosten der Anderen
Titel: auf Kosten der Freiheit
Verlag: Quadriga
Autor: Josef Braml
Seitenzahl 282


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Buchbesprechung:
Bücher über ein Land zu lesen ist, wie wenn man Schicht für Schicht in das Hirn eines Landes eindringt und immer mehr begreift, woher die Aktionen und Reaktionen, das fadenscheinige Gesicht, das Verhalten der Gesellschaft kommt.

Hinter das Gesicht, in das Hirn der USA vorzudringen, ist sehr schwierig. Diese nach außen hin machtvoll glitzernde Weltmacht: militärisch, im IT Bereich, Internet, Filmindustrie und gleichzeitig beschränkt erscheinend mit Religion, Waffenwahn, Bildung nur für die Reichen, Armut und Kriminalität.

Im Laufe von zwanzig gelesenen Büchern blieben viele Fragen offen, oft gaben die Bücher nur ein Eindruck, eine Annahme wie das Hirn funktioniert, aber noch keine Erklärung für das Verhalten.

Das Buch: “Auf Kosten der Freiheit“, war das letzte Buch auf meiner Liste. Es war auf der Liste, da ich kein anderes interessantes finden konnte und mir immer noch nicht klar war, wie das Land funktioniert. Ich dachte, das Buch ist eine Polemik gegen die USA, wenig Sachliches, aber viel Negatives.

In der Hängematte auf der Terrasse, die ersten Kapitel gelesen. Ich bin begeistert. Warum ?

Der Autor erreicht das, was nur wenige erreichen, denn er verzettelt sich nicht in Nebensächlichkeiten, in langweilige Fachthemen, auch spricht er nicht mit Fachwörtern am Leser vorbei, sondern er erklärt Kapitel für Kapitel die Struktur der Gesellschaft in den USA.
Er durchleuchtet die Politik, die Macht der Reichen und wie die untere Gesellschaft ruhig gehalten wird. Er zeigt, wie die Politik den wenigen Konzernen hilft, und wie vice versa die Wirtschaft die Politik lenkt, wie Medien und Lobbyismus funktioniert.

Der Autor Josef Braml ist seit 2006 USA Experte für die deutsche Politik. Josef Braml schafft es das Hirn der USA zu sezieren und dem Leser die Analyse zu erklären. Das Ergebnis der Analyse ist allerdings ziemlich schwarz. Kein gesundes Gehirn.

Die Wirtschaftslobby unterwandert die Demokratie ohne große Hindernisse. Sie finanzieren den Wahlkampf. Sie finanzieren und stellen Interessengruppen, think tanks auf, die den Abgeordneten den Weg vorgeben. Die Abgeordneten folgen den Vorgaben, denn die Konzerne haben ihren Wahlkampf finanziert. Die kritische Presse ist in den Staaten rar und die Medien sind in wenigen Händen.
Die Bürger sind schon seit Jahrhunderten abgeneigt gegen einen starken Staat. Einmal weil die ersten Siedler, wegen ihrer Religionen verfolgt wurden von Staat und Kirche. Einmal weil die USA rießig und daher jeder Einzelne und jeder Bundesstaat auf sich selbst gestellt war. Ein Hauptpunkt ist aber, dass die Reichen keinen starken Staat wollen. Ein Staat, der sie einschränken oder gegen ihren Plan ist, darum investieren die Reichen enorm viel Geld um die Meinung den Leute ins Hirn zu stopfen.

Fazit USA Buch: Das Buch zeigt sachlich und doch knallhart wie die Wirtschaft die Politik und die Öffentliche Meinung unterwandert und die Kursrichtungen vorgibt.
Lediglich bei den letzten Kapiteln geht es um die Außenpolitik, daher uninteressant.

Notizen aus dem Buch.
S. 63: Im angeblich reichsten Land der Welt wächst eines von fünf Kindern in Armut auf. Nur Rumänien weist unter den entwickelten Ländern eine höhere Kinderarmut auf,

S. 65: Die sozialen Verlierer fühlen sich in ihrem Scheitern auf sich allein gestellt. Sie sind wegen fehlender gewerkschaftlicher Strukturen und mangels Eigeninitiative schlecht organisiert, eher apathisch als politisch aktiv. Viele erleben ihre prekäre Lage als gottgewolltes Schicksal – nicht als kollektives, sondern als individuelles.

S.67: Der Konsum von Drogen gehört mittlerweile zum Alltag in den USA. Der Rückzug viele Amerikaner in eine Drogenwelt mag in einigen Fällen Ausdruck stiller Rebellion sein. Er hält die meisten aber davon ab, politisch aktiv zu werden und aufzubegehren.

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Amerika verstehen

Buchbesprechung Amerika verstehen
Titel: Amerika verstehen
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Autor: Ronald D. Gerste
Seitenzahl 208


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Buchbesprechung: 
Das Buch habe ich in zwei Tagen verschlungen. Es ist leicht zu lesen und interessant geschrieben.

In über der Hälfte des Buches geht es um Politik und geschichtliche Ereignisse, die der Autor interessant und gut verständlich darstellt. Für Leser, die schon etwas vertraut mit der USA sind, bringt dieser Teil des Buches erstaunlich viel Neues. Ein wirklich guter Teil.

Dann kommen Kapitel mit vielversprechenden Titeln: Patriotismus, Afroamerikaner, Industrie und Verkehr etc. Das einzelne Kapitel umfasst zehn bis siebzehn Seiten.
Alle diese Themen in zehn bis siebzehn Buchseiten verständlich und interessant zu erklären, dafür gäbe es volle Punktzahl.
Leider klappt dies dann auch bei vielen Kapiteln nicht. Die Themen werden geschichtlich erklärt, aber hintergründige Information fehlt.

Zum Beispiel: Kapitel 8: Industrie und Verkehr. Ich dachte: „Jetzt geht’s um die Veränderung der Wirtschaft in der USA. Vom Verfall der Stahl- und Autoindustrie zur Aufleben von Software- und Finanzmarkt“. Aber es wurde nur auf die Geschichte der Eisenbahn und auf verfallene Bahnhöfe eingegangen.

Gute Kapitel sind: Gesundheit, Schusswaffen. Auch wird noch viel über Trump erzählt.

Fazit USA Buch: interessant geschrieben. Ideal für Politik und Geschichte, aber in anderen Themen liest man über Unterschiede zwischen Deutschland und den USA, aber das Buch reicht nicht aus, um die Unterschiede zu verstehen.

Das politische System der USA

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Buchbesprechung Das politische System der USA

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Titel: Das politische System der USA
Verlag: Beck C. H.
Autor: Emil Hübner, Ursula Münch
Seitenzahl 224

 

Buchbesprechung
Durch die Wahl Trumps fragt man sich: Welche Macht hat er nun und wie schützt sich das politische System der USA vor seiner Willkür ?
Bei den vielen anderen gelesenen Büchern wird zwar das politische System erklärt, aber nicht ausführlich und nicht verständlich. Als ich dieses Buchcover sah, dachte ich sofort: “trockener Stoff. Sachlich und umständlich erzählt“.

Und hier gleich mein Fazit: zäh zu lesen aber lohnend. Allerdings muss man schon einigermaßen das politische System der USA kennen.

Es gibt gute Kapitel, die manche Themen beleuchten, über die in keinem anderen Buch berichtet wird. Die Themen sind: die amerikanischen Massenmedien, die amerikanischen Interessenverbände.
Andererseits gibt es Kapitel, da verlieren sich die Autoren in Kleinigkeiten. Ein Thema wird als Kapiteltitel genannt, dann folgt Text über mehrere Seiten, in denen sich die Autoren in Teilbereiche des Kapitels verheddern. Als Leser quäle ich mich durch den Text und trotzdem, am Ende des Kapitels, ist mir nichts klarer geworden.

Das Buch ist ein trockener Stoff. Keine persönlichen Meinungen enthalten, aber dafür enthält es viele Meinungen von anderen Fachleuten.
Sehr sachlich, viele Fachbegriffe aus der USA zum Beispiel: die Bezeichnungen der politischen und richterlichen Entscheidungen.

1. Kapitel: Entstehung der Verfassung
2. Kapitel: die Besiedlung, Aufbau der Staaten, die Afroamerikaner und die Armen
3. Kapitel: der Föderalismus, die Verteilung der Macht zwischen Bundesstaaten und der Regierung
4. Kapitel: die Interessenverbände, Finanzierung des Wahlkampfes, Lobbyismus
5. Kapitel. Die Parteien und ihre Grundwerte, Aufbau der Parteien, Vorwahlen
6. Kapitel: die Wahlen, die Aufteilung der Wahlbezirke, Auswertungen, Wahlkampffinanzierung,
7. Kapitel: Medien, Fernsehsender, die Medienkonzerne, Rechtsentscheidungen für und gegen die Medienfreiheit, Einfluss der Medien auf die Politik.
8. Kapitel: Macht und gegenseitige Kontrolle von Präsident und Kongress
9. Kapitel: erklärt den Rechtsstaat, die Unterschiede zu Europa, Supreme Court, Machteinfluss des Supreme Courts.

Im Land Gottes

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Buchbesprechung Im Land Gottes Joan Didion

Titel: Im Land Gottes
Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.
Autor: Joan Didion
Seitenzahl 192


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Buchbesprechung:
Joan Didion ist eine großartige Schriftstellerin. Ihre zwei Bücher „Blaue Stunden“ und „Das Jahr magischen Denkens“ gehen einem unter die Haut. Sie berichtet vom Zusammenbruch ihres Lebens, als in kurzer Zeit ihr Mann und ihre einzige Tochter stirbt. So analytisch, toll geschrieben, jeden Satz, dass ich gespannt war, wie sie die Politik und die Merkwürdigkeiten der Gesellschaft der USA erklärt. Vor allem bei dem Untertitel des Buches: „Wie Amerika wurde was es heute ist.“

Aber das Buch ist eine Ansammlung von einzelnen Reportagen Mitte der Neunziger bis 2004. Die Kapitel beinhalten jeweils einen Artikel über ein Thema oder eine Person.

Eine Person, mit der ich nichts anfangen kann. Vielleicht, weil ich die beschriebenen Personen nur in den USA einen Namen haben.

Vielleicht, weil die Artikel schon so alt sind, dass das Thema inzwischen schon wieder in Vergessenheit geraten ist.
Das Buch ist vielleicht lesenswert, wenn man die Schreibart von Joan Didion liebt. Vielleicht lesenswert, wenn sich schon sehr gut mit den politischen Persönlichkeiten auskennt.

Jedenfalls nicht geeignet, um die USA kennen und verstehen zu lernen.

Reichtum und Macht in den USA

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Requiem für den amerikanischen Traum

Verlag: Ullstein
Erscheinung: Februar 2019
ISBN-13: 9783548377919

Buchbesprechung USA

Noam Chomsky ist einer der bekanntesten USA-Systemkritiker. Er deckt auf, wer die Macht hat und wie in den USA wirklich regiert wird.
In diesem Buch fasst er seine Jahrzehnte von Erkenntnissen zusammen: Die 10 Prinzipen der Konzentration von Reichtum und Macht.
1.) Demokratie einschränken
2.) Ideologie bestimmen
3.) Wirtschaft umgestalten
4.) Andere die Last tragen lassen
5.) Solidarität bekämpfen
6.) Regulierungsbehörden regulieren
7.) Wahlen manipulieren
8.) den Pöbel im Zaun halten
9.) Zustimmung konstruieren
10.) die Bevölkerung an den Rand drängen

Chomsky bringt pro Prinzip eine Erklärung und schließlich als Beweise: Presseaussagen, anderen Analysen, Gerichtsverhandlungen.

Trotz diesem kleinen Buch von gerade mal 175 Seiten im kleinen DINA 5 Format schafft er es uns die Realität gnadenlos um die Ohren zu hauen, als würde ein alter weißer Mann den Jugendlichen in Kürze erklären, wie die Welt funktioniert, und zwar so:
Die Reichen lassen das Parlament nach ihrem Takt tanzen und leiten die Meinungen der Bürger in ihre Richtung.

Chomsky hat eine trockene Sprache, aber er zeigt klar und deutlich, wie die Reichen die Gesellschaft und Demokratie untergraben nur zu ihrem Vorteil. Die Gesellschaft und Mitmenschen sind den Reichen nur unwichtig. Die Verwesung der Demokratie.
Erschreckend dazu, wie ähnliche Anzeichen schon in Deutschland bestehen !!!

weitere Buchbesprechung von deutschlandfunk:

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Americanic – Berichte aus einer sinkenden Gesellschaft

Verlag Antje Kunstmann

Erscheinung: Januar 2019

ISBN-13: 9783956142604

Buchbesprechung USA

Der Autor Thomas Frank berichtete früher über die Wall Street und verfasste schon mehrere Bücher über die Reichen der USA.

Das Buch „Americanic“ ist eine Sammlung von 33 Artikel (von 2009 bis 2018) über die Veränderung der Gesellschaft, Politik und das Verhalten der Reichen in den USA.

Man kommt als Leser ins nachdenkliche Grübeln, denn merkt er denkt viel nach und kritisiert wohlüberlegt. Er weiß, wer hinter den Kulissen die Drähte der USA zieht.
Manchmal auch mit Schmunzeln, denn die Texte sind noch kräftig mit Ironie garniert, aber auch oft bleibt man voller Fragezeichen bis zum Ende des Artikels, da viele Namen von Politikern vorkommen, die ein normaler Leser im deutschsprachigen Raum nicht kennt. So wird oft das Lesen langweilig. Dazu sind manche Artikel auch schon zu alt.

Fazit Buch USA:


Erfahrungsberichte USA

Woher ich kam

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Kalifornien -woher ich kam

Titel: Woher ich kam
Verlag: Ullstein
Autor: Joan Didion
Erscheinungstermin: April 2019
ISBN-13: 9783550050213

Buchbesprechung:
Innehalten, in aller Ruhe über seine Heimat, über seine Vorfahren nachdenken, über das harte Leben der Siedler und darüber nachdenken, welche Lebensphilosophie, Lebensart sich daraus bildete. Darüber nachdenken, wie sich die Gesellschaft und Kalifornien veränderte und was es veränderte in all den Jahren seit den ersten Siedlern im 18. Jahrhundert.

Darüber nachdenken, wie man selbst und die engen Familienmitglieder im Laufe der Zeit lebten.
All dies tat die Autorin und verfasste ein Buch über ihre Heimat Kalifornien.

Das Tolle an dem Buch, es ist kein Sachbuch, keine Ansammlung von trockenen Fakten. Es ist auch keine heroische, glänzende Familiensaga, sondern ein Buch mit vielen Schichten der Betrachtung, die immer wieder wechseln.

Eine Schicht der Betrachtung ist die Geschichte Kaliforniens. Wie entwickelte sich Kalifornien ?
Sie erzählt anhand ihrer Vorfahren über die Besiedlung. Keine Helden nur raue Leute, die auf eine bessere Existenz hofften. Als Leser erlebe ich ihre Kindheit, vor der Industrialisierung, als man noch von der Landwirtschaft lebte und der rauen Natur mit Überschwemmungen, Hitze, Trockenheit ausgesetzt war. Wie mit der Eisenbahnerschließung am Ende des Zweiten Weltkriegs die Industrialisierung begann, wie mit der Rüstungs- und Raumfahrtindustrie Kalifornien boomte, Jobs und Wohlstand brachte und sich die Bevölkerung verdoppelte und über den Niedergang der Rüstungsindustrie am Ende der Achtziger.

In der zweiten Schicht der Betrachtung geht es um ihre Eltern, Großeltern, diese typische kalifornische Generation, die noch vom harten Siedlerleben wussten und deren Mentalität und Kommunikation davon geprägt sind. Natürlich auch voller Emotionen, wie ihre Mutter alt wird und stirbt, über ihren Vater – die Familie eben im Laufe der Zeit.

Die dritte Schicht der Betrachtung richtet sich kritisch an sich selbst. Über das Leben der Autorin, wie sie mit der kalifornischen Lebensart, mit ihren Eltern zu Recht kam. Selbstkritische Blicke, die mich als Leser nachdenklich stimmen.

Das macht eben ein gutes Buch aus. Den Leser in ein fremdes Land zu führen, das Leben dort zu zeigen und kritisch zu durchleuchten. Nie zu viel erzählen und doch Emotionen erwecken. So dass ich viel und wenig weiß – also ins Grübeln komme – und die Geschichte weiter denke. Kalifornien miterleben.

Fazit USA Buch:
Eine Reise durch Kaliforniens Geschichte, Gesellschaft, Mentalität und über die Familie der Autorin.

Ein Jahr in New York

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Ein Jahr in New York
Titel: Ein Jahr in New York
Verlag: Herder Verlag GmbH
Autor: Nadine Sieger
Seitenzahl 192


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Buchbesprechung:
Die Autorin erzählt in ihrem Buch, wie sie als Reporterin von Hamburg nach New York zieht. Berichtet, wie sie die Weltstadt und neue Freunde kennenlernt. Aber das Buch bringt noch mehr, denn sie zeigt uns Lesern auch die Besonderheiten: die vielen kulturellen Events, Dating, Feiertage, die Lebensart in der multikulturellen Metropole.

Das Buch ist gut geschrieben. Sie schweift nie in Uninteressantes ab, in anderen Büchern kommt ein ewig langer Bericht über die Schwangerschaft, Karriere, Heimweh, etc vor. Bei diesem Buch kommt kein so langweiliger Abschnitt vor.

Merkwürdig kommt mir vor, wie wenig über die Kriminalität in New York berichtet wird. Anscheinend ist weder sie noch ihre Freunde etwas zugestoßen.

Fazit USA Buch: Das Buch ist spannend und entspannend (nichts Schockierendes) und zeigt die Besonderheiten der multikulturellen Weltmetropole und der New Yorker.

Ein Jahr in Kalifornien

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Ein Jahr in Kalifornien
Titel: Ein Jahr in Kalifornien
Verlag: Herder Verlag GmbH
Autor: Kerstin Zilm
Seitenzahl 189

 

Buchbesprechung:
Das Buch ist schwer einzuordnen. Ist es ein Buch, das viel über Kalifornien vermittelt ?

Eher über Los Angeles und die Filmindustrie mit Interview Terminen, denn die Autorin arbeitet für den deutschen Rundfunk.

Ist das Buch eine Art Tagebuch oder Liebesgeschichte ?

Auch nicht, denn man lebt mit als Leser in LA, lernt die Mentalität und das Gehabe dort kennen. Ihr Freund Ben, muss ein liebenswerter Mensch sein, denn er kommt positiv rüber. Sie dagegen eher gestresst. Aber es geht nicht um ihre Beziehung.

Auch unternimmt sie Ausflüge. Touren mit ihrem Freund Ben (Football in Oakland, Schnee und Schwimmen an einem Tag, ), mit ihrer amerikanischen-mexikanischen Freundin (zur mexikanischen Grenze, um Trinkwasser für Flüchtlinge zu deponieren, Selbstfindungs-Wochende in Hippieanlage am Meer), mit ihrer Schwester auf Besuch auf einen abgeschiedenen etwas Hippie Campingplatz, mit ihrer besten Freundin auf Besuch aus Deutschland entlang dem Pacific Coast Highway.

Ich fasse es mal so zusammen: interessant zu lesen (an einem Weihnachtsfeiertag Nachmittag und eine schlaflose Nacht, wegen der neuen Kaffeemaschine bei der Schwiegermutter habe ich das Buch verschlungen).
Enttäuschend war, wie wenig Hintergründiges zutage kommt. Ich meine damit, dass die Autorin wenig über Kalifornien erzählt, eher über LA, denn da spielt das Buch. Sie hat wenig Tiefgründiges recherchiert. Sie kommt in LA an, erzählt von ihrem Leben und wie LA und Kalifornien auf sie einwirkt. Vom Showbusiness bis Hippies.

Fazit USA Buch: ist ein Buch über das Leben einer Radioreporterin in LA und Ihre Eindrücke. Interessant erzählt.

Hartland

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Buchbesprechung Hartland
Titel: Hartland – Zu Fuß durch Amerika
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Autor: Wolfgang Büscher
Seitenzahl 304

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Buchbesprechung: 
Die USA erleben auf eine andere Art: zu Fuß 3500 Kilometer von Nord nach Süd durch das abgelegene Heartland. Ein unbekanntes riesiges Gebiet, das an keiner Küste liegt und an keinem Gebirge, karge, flache Prärie und Indianerreservate.

Der Autor ist unterwegs von der kanadischen Grenze im Schnee und bis zur mexikanischen Grenze in der sommerlichen Hitze. Er trifft viele Leute, die ihn mitnehmen mit dem Auto, in Kneipen oder er wird eingeladen im Haus zu übernachten bei manchmal schrägen und oft freundlichen Leuten.

Mir hat schon sein vorheriges Buch, in dem der Autor von Berlin nach Moskau wandert, gefallen und auch dieses Buch ist gut. Ich mag seine sachliche, stoische, melancholische Erzählung, Szenenbeschreibungen, die einem in Erinnerung bleiben und vor allem zeigt er die unspektakulären Gebiete und Leute. Auch hat er vorher recherchiert und bringt die Geschichte der Orte, Gebiete mit ins Spiel.

Fazit USA Buch: wenig Tiefgründiges, aber gut.

 

Weit Draußen – Geschichten aus Wyoming

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weit draußen- Wyoming

Titel: Weit draußen
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Erscheinung: 1999.
Seitenzahl: 296
ISBN-13: 9783630870397

Buchbesprechung:
Beim Anblick des Buches war ich misstrauisch. Entweder eine kitschige Hymne über Land und Leute oder eine abgehobene, realitätsfremde Beschreibung der Schönheit des Lebens in Wyoming.

Aber das Buch zeigt uns das raue Leben auf den abgelegenen Farmen, weit ab vom Schuss. Die raue, ruppige, wortkarge Mentalität. Störrische Dickköpfe, die sich beweisen und durchschlagen müssen.

Weite und Abgeschiedenheit in der kargen Prärie.

Jedes Kapitel handelt von einer Familie, von einem Bauernhof im Kampf ums Überleben und um die Leute, die sich durchschlagen oder scheitern.

Fazit USA Buch: Interessant zu lesen, man lebt mit in Wyoming.

Stadt im Rausch

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Buchbesprechung Stadt im Rausch

Titel: Stadt im Rausch Meine Suche nach dem Glück in Las Vegas
Verlag: DuMont Reiseabenteuer
Autor: Christoph Wöhrle Paperback
248 Seiten
gedruckt: ISBN 978-3-7701-8273-2
E-Book: ISBN 978-3-7701-9972-2

 

Buchbesprechung:
Las Vegas – Glücksspiele und massenweise Entertainment in allen Kategorien… über diese Stadt berichtet der Autor in 15 Kapiteln.
Der Autor hat sich ein Bild über das Leben und die Leute in Las Vegas gemacht und stellt dem Leser pro Kapitel jemanden zu den verschiedenen Themen vor.
Dazu trifft er jemanden hängt mit ihm zusammen rum und interviewt ihn. So geht er die Gesellschaft von Las Vegas durch und zeigt dem Leser das Leben und die Leute. Von professionelle Spieler, Diskothekeninhaber, Stripperin, Boxer, Zauberer, Fresstempel, Kater-Doktor, Studenten, Millionär und Obdachlose. Gut finde ich auch seine Texte über Spielsucht aus dem Buch von Dostojewski und aus der Psychologie über Spielsucht.

Das einzige, was mir fehlt ist, dass der Autor keinen Bezug zu Glückspielen hat. Er berichtet aus Distanz. Er kann mit Zocken in Glückspielen oder Poker nicht mit fiebern. Dadurch fehlt dem Buch etwas Impulsives, der Rausch des Riskierens, Zockens.

Es geht nie um Politik oder dunkle Machenschaften hinter den Kulissen, sondern das Buch zeigt die Leute und das Leben in Las Vegas. Gleichzeitig berichtet er über vieles, natürlich über Glückspiele, Poker, Stripperin, aber auch vom Leben abseits, von einer bekannten Firma, von Heimatlosen.

Fazit USA Buch: Die Kapitel sind interessant geschrieben, entspannend zu lesen.

Stichworte zum Buch:
Pokerwettbewerb, Boxen, Boxtrainingshalle, Glückspiele in Las Vegas, Autotester im Saloon von Beatty, Treffen mit Indianern, Nachtclubbesitzer, Fresstempel Heart Attack Grill, Kater Doktor, Studenten – die eine ist Stripperin, der andere arbeitet im Casino, der soziale Millionär Hsieks, die Obdachlosen im Tunnel, Zauberstar, internationales Pokertournier mit einem Deutschen, der Tod eines deutschen Glückspielers.

Tief im Süden

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Buchbesprechung Tief im Süden
Titel: Tief im Süden
Verlag: Dumont Reise Verlag
Autor: Paul Theroux
Seitenzahl 616


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Buchbesprechung: 
Im American Book Center in Den Haag gibt es viele Bücher von Paul Theroux. „In den USA muss er ein sehr bekannter Reisereporter sein, also muss er ein guter Journalist sein“, dachte ich und war gespannt auf das neue Buch: „Tief im Süden“.

Aber die Spannung änderte sich. In den ersten achtzig Seiten schreibt er nicht über die Südstaaten, sondern von anderen Büchern und anderen Schriftstellern, die über die Südstaaten berichteten. Bei einem Kapitel wird in achtzehn Seiten geplappert, aufgelistet oder genannt in welchen Büchern und mit welchen Texten das Wort „Nigger“ vorkommt und ich wartete Zeile für Zeile, dass entweder die Begründung kommt warum er das herausfinden will oder auf die Überleitung auf das Leben in den Südstaaten … aber es kam nichts nur weitere Auflistungen.

Ich war kurz davor das Buch zu verlassen in dieser langen Flaute, als dann plötzlich und endlich Segel gesetzt werden und das Buch vorwärts kommt. Endlich zeigt er, warum er bekannt ist. Er reist durch die Südstaaten (South Carolina, Alabama, Mississippi, Georgia, Arkansas), wird angesprochen von Leuten oder spricht Leute an, um die Lebensart und Mentalität kennen zu lernen. Dabei geht er nicht so frech forsch vor (wie Tuvia Tenenbom in seinem Buch: Allein unter Amerikanern), sondern läßt sich Zeit die Leute kennen zu lernen. Er beschreibt die Orte, Leute und Situationen so realistisch wie möglich ohne dabei auf Effekte aus zu sein, eher um das alltägliche zu beschreiben und die Leute respektvoll zu behandeln. Höflich und wenig offensiv im Dialog. Er spricht mit Leuten auf der Straße, auf Waffenmessen, in Kneipen, im Supermarkt, in Waffengeschäften und interviewt Leute in sozialen Projekten, Pfarrer der vielen Kirchen.

Es sind lange Beschreibungen, immer wieder neue Begegnungen in denen ich mit dabei bin. Beschreibungen rar an Aufdringlichkeit und überraschenden Szenen. Eher in einer Langsamkeit und versuchter Genauigkeit reiht er die Bilder zusammen und bildet sich dann eine Meinung, die aber erst nach über zweihundert Seiten erstmals auftaucht.
Für mich drückt diese Art die Trägheit und Langsamkeit der Südstaaten aus. Man spürt die Stimmung: schleppend, traurig, verbittert. Die Leute leiden immer noch unter der Niederlage der Südstaaten im Bürgerkrieg.

Und langsam wird das Bild von Rassismus, Ku Klux Klan, Armut der Schwarzen und wirtschaftlicher Niedergang in den letzten Jahrzehnten (alles Produzenten gehen nach Mexiko oder die Arbeiten werden durch Maschinen erledigt) immer deutlicher.

Interessante geschrieben, schon ein Vergnügen es zu lesen, aber es gibt auch Negatives.

    • Dieser achtzig Seiten lange Monolog über andere Bücher oder besser gesagt Buchausschnitte am Anfang. Keine Ahnung, was er damit bezweckte.
    • Das Buch hat 600 Seiten. Es wäre aber auch mit viel weniger Seiten alles genauso gesagt gewesen. Also oft nichts Neues, sondern nur (guter) Text.
    • Auch sind die Gespräche manchmal zu wenig durchbohrend. Zum Beispiel als er den erfolgreichen Unternehmer, der aus dem Irak kommt, besucht. Der Iraker hatte doch bestimmt ein Bild und Erwartungen an die USA. Der ist doch bestimmt mit dem amerikanischen Leben zusammengestoßen. Seine Eindrücke über die Amerikaner … aber der Autor fragt nicht danach, sondern schreibt von den Eheproblemen eines Arbeiters.
    • Gespräche mit reichen Weißen oder Ku-Klux-Klan Anhängern – also die Perspektive der Gegenseite – kommt nicht vor.

Fazit USA Buch: interessantes Buch über die Südstaaten. Gut geschrieben. Weniger Text und tiefere Fragen hätten mehr gebracht.

Die Amerikafalle

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Buchbesprechung Die Amerikafalle

Titel: Die Amerikafalle
Verlag: Verlag: Kremayr & Scheriau
Autor: Martin Amanshauser
Seitenzahl 211

ISBN-13: 9783218011112

Buchbesprechung:

Für ein halbes Jahr als Gastdozent in eine kleine Stadt in Ohio, im Norden der USA.
Von seinem Leben dort, von den Eindrücken auf der Uni, von den Amerikanern in ihrer Art, von Reisen und Erlebnissen (keine dramatischen) erzählt das Buch.

Der Inhalt besteht aus lauter kleinen Texthäppchen, gefüllt mit Eindrücken, Reiseberichten, Erlebtem. So berichtet der Autor, wie er ankommt, über Arbeit, Studenten und Kollegen auf der Uni, vom Essen, Autofahren, die Einschulung der eigenen Kinder und vieles mehr.
Die Häppchentexte umfassen nicht mal eine Buchseite, da springt der Autor schon zum nächsten. Was das Buch auf der einen Seite abwechslungsreich und interessant macht, besonders durch den witzigen, ironischen Ton. Allerdings, auf der anderen Seite, wird ziemlich wild von einem Thema zu nächsten gesprungen, sodass keine tiefgründigen Gedanken oder gar eine Analyse über das Leben und die Gesellschaft der USA entsteht, was ich mir beim Buchtitel: Amerikafalle erhoffte.
Auch kommen Reiseberichte über große Städte vor. Hier sind die Texte zwar länger, aber erzählen nichts Bewegendes, eher Eindrücke eines Touristen.

Fazit USA Buch: einfach zu lesen, witzig, aber wenig Neues.

Notizen zum Inhalt:
Essen, Trinkgewohnheiten, Sprache & Aussprache in Ohio, Grundschule, Eishockey, Autofahren, Krankenhaus, Angst & Regeln, Noam Chomsky, Buffalo-Bill-Show

Im Land der Freien

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Buchbesprechung Im Land der Freien
Titel: Im Land der Freien
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH
Autor: Andreas Altmann
Seitenzahl 192


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Buchbesprechung: 
Andreas Altmann ist sehr bekannt für seine Reiseberichte.

In diesem Buch „Im Land der Freien“ reist er mit der Greyhound Buslinie, mit der man durch die ganze USA reisen kann. Er ist unterwegs von New York über Charlotteville, Atlanta, New Orleans, Houston, Santa Fe, Denver nach Los Angeles und schließlich bis zur Endstation San Francisco.

Wie immer interessiert sich Andreas Altmann für die Leute, lernt viele im Bus kennen und berichtet über die örtlichen Besonderheiten. Zum Beispiel in der Stadt Boulder über einen heimatlosen Poeten, über Steve Seagal: Buddhist und Held in Actionfilmen, über die buddhistische Universität, spendiert von Allen Ginsberg (über den er auch berichtet) und vermittelt kurz seinen Eindruck über die Leute vor Ort und über die Stadt.

Ich kenne andere Bücher von Altmann. Ich mag Altmanns Ton, seinen verbitterten Ton, manchmal exzentrisch und seine Art abseits vom Tourismus zu reisen, über skurile Leute zu berichten. Aber diese, seine Art, fehlt hier im gesamten Buch. Das ganze Buch kommt mir oberflächlich vor, als hätte er die Reise wenig vorbereitet, keine interessanten Leute vorher ausgesucht, wenig recherchiert.
Auch sind interessante Punkte, wie die besuchten Städte, Leute, Lebensart nur kurz beschrieben.

Fazit USA Buch: Es berichtet wenig über die USA. Seine Art des Erzählens ist wenig bissig. Ein etwas langweiliges Buch.

Die spinnen, die Amis

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Buch Die spinnen die amis Buchbesprechung
Titel: Die spinnen, die Amis
Verlag: Maverick-Verlag
Autor: Steve Przybilla
Seitenzahl 180

 

Buchbesprechung:
Buchtitel: „Die spinnen, die Amis“ und als Untertitel: „Ein Blick hinter die Kulissen“. Klingt spannend. Dazu liegt dem Autor das USA-Thema schon lange am Herzen. Also noch ein Plus mehr für das Buch. Ich erwartete ein Buch, das über die Lebensart, Skurriles im Leben, in der USA berichtet.

Das Buch hat 30 Blicke hinter die Kulissen (meistens jeweils drei bis vier Seiten lang), aber es sind keine Blicke hinter, sondern auf die Kulisse. Zwar erzählt er über Merkwürdiges. Eigentlich aber doch nicht so merkwürdig, eher kleine Berichte über außergewöhnliche touristische Attraktionen. Außergewöhnliches wie Fledermäuse in Atlanta, Karneval in New Orleans, Sternwarte in der Wüste Arizonas und vieles mehr.

Diese Themen sind gut für Artikel in der Wochenendzeitung als Reisetipps, aber mehr sagt es nicht aus. Nichts Tiefgründiges über die Gesellschaft oder die Lebensart in den USA.

Die 15 Seiten „Survival Guide“ gehören eigentlich in einen Reiseführer. Noch was Negatives: Zwischen den Kapiteln kommen erstaunlich viele leere Seiten vor.

Fazit USA Buch:
das Buch ist schnell gelesen, bringt aber sehr wenig.

Streiflichter aus Amerika

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Buchbesrechung Streiflichter Amerika

Titel: Streiflichter aus Amerika
Verlag: Goldmann TB
Autor: Bill Bryson
Seitenzahl 352


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Buchbesprechung:
Das Buch wurde unheimlich oft gelesen und bekam sehr viele Bewertungen. Gute Bewertungen.
Mich hat das Buch gelangweilt, nach ein paar Kapiteln wollte ich nicht mehr.

Warum ? Zwei Gründe: Erstens die Themen sind nicht interessant. Er berichtet über die Computerhotline, Unfallrisiken mit Matratzen und Bleistiften, der Unterschied von Baseball zu Cricket. Rechtschreibefehler in der Werbung und so weiter.

Der zweite Grund. Da kommt ein Autor, der lange in Großbritannien lebte, in die USA zurück und berichtet von seinen Eindrücken. Ist ja eigentlich eine gute Voraussetzung, um auf die Unterschiede einzugehen, aber er erzählt in einer Art, die amüsant sein soll, wie in einer Kneipe, wo jemand die Aufmerksamkeit will und doch nichts Bemerkenswertes hervor bringt, sondern nur flache, seichte Konversation, bei der man höchstens ab und zu schmunzelt.

Vielleicht, wenn ich das Buch ganz durchgelesen hätte, wäre mir auch noch etwas Interessantes entgegen gekommen, aber mich hat das Buch nicht angesprochen.

 

Hymnus – Die Suche nach Amerika

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Buchbesprechung Hymnus die Suche nach Amerika
Titel: Hymnus – Die Suche nach Amerika
Verlag: DuMont Reiseabenteuer
Autor: Dennis Freischlad
Seitenzahl 330

 

Buchbesprechnung:
Der Autor bricht in New York auf und durchquert mit dem Auto die USA über den Süden nach Kalifornien.

Die Kapiteltitel, die einzelnen Staaten, sind immer interessant. Dann, der Autor berichtet eine Zeit lang in den Kapiteln über die Gegend, über Leute, die er trifft aber dann schweift er ab meist bis zum Ende.

Zum Beispiel das Kapitel: Mississippi. In diesem Buch fährt der Autor durch diese Region und erzählt von dem Problem einen Campingplatz zu finden. Schließlich findet er Unterkunft in einem Hotel. Dann kommen seitenweise Sätze über Blues-Musiker.
Als ob es nichts Interessantes über die Gegend zu erzählen gibt. Als ob er sich lieber über Sein Thema sprechen hört, als uns die Gegend mit ihrer Landschaft, Leute, Geschichte, Probleme … etwas Fremdes oder Faszinierendes zu zeigen.
Er erwähnt kurz die große Armut in Mississippi und das war es ! Keinen Satz über Rassismus und rassistischen Verbrechen, Ku-Klux-Klan, die weiße Oberschicht oder warum hier die Armut vorherrscht.

Als Leser bleibe ich beim Erzähler im Auto, in keinem Moment spüre ich, wie das Leben vor Ort ist.

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Schuljahr in den USA

Schuljahr in den USA


Welche Bücher sind gut ?

Um einen Einblick zu bekommen, was einen als Schüler in den USA erwartet dient das Buch vom Mana Verlag. Das Buch schildert die vielen Unterschiede und Fettnäpfchen. Viele Einblicke und Tipps für das Leben in der USA. Es berichtet sehr gut, was einen dort erwartet, dazu noch mit vielen Bildern.

Das Buch vom Interconnections Verlag ist ideal als anschließendes Buch. Es enthält die Perspektive der Mutter der Gastschülerin. Es geht um die richtige Bewerbung, Formalitäten, Finanzielles, VISA. Alles Themen, die im Mana Verlag nur kurz vorkommen. Freilich kommen viele Punkte in beiden Büchern vor, aber so lernt der Leser die wichtigen Punkte definitiv kennen.

Highschool USA

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Buch Highschool USA
Titel: Highschool USA – Als Gastschüler in Amerika
Verlag: Interconnections Verlag
Autor: Georg Beckmann
Seitenzahl 186

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Buchbesprechnung:
Das Buch „Highschool USA“ vom Interconnections Verlag ist verfasst von einer Mutter, deren Tochter Johanna für ein Schuljahr in die USA will. Aus der Perspektive der Mutter ist das Buch auch weitgehend aufgebaut, was nicht schlecht ist, denn es gibt hautnahe Tipps und Erfahrungen weiter.

Das Buch beschreibt ausführlich, auf was bei der Suche nach einem Veranstalter zu achten ist: die Bewerbungsphase, Vertrag mit der Agentur, Formalitäten und Arztbesuche, Visumsbeschaffung in Deutschland.

Danach geht’s um die Gastfamilie: Eine finden und Leben bei der Gastfamilie, mögliche Probleme. Verhaltenstipps und was man nicht tun darf im prüden Amerika. Weitere Themen sind Gepäck, Punkte der abweichenden Lebensweise, Schulsystem.

Gut finde ich die Beiträge: Finanzierung, Taschengeld, Visum Beantragung (diese Punkte sind im Mana Buch nicht so ausführlich).

Fazit USA Buch: Das Buch ist geeignet für Leute, die sich entschlossen haben, sich für ein Schuljahr zu bewerben, denn es zeigt, was man konkret tun muss, um sich erfolgreich zu bewerben und was für ein Wall von Formalitäten auf einen zukommt. Es berichtet aber weniger über abweichende Lebensart an der Schule und bei der Gastfamilie. Dazu ist das Buch vom Mana Verlag besser.

Ein Schuljahr in den USA

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Ein Schuljahr in den USA
Titel: Ein Schuljahr in den USA
Verlag: Mana Verlag
Autor: Birthe Ringhoff
Seitenzahl 224

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Buchbesprechung: 
„Ein Schuljahr in den USA, was gibt es da viel zu erzählen ?“ fragte ich mich beim Anblick des Buches.

Das Buch greift in 222 Seiten alle Punkte auf. Von der Auswahl der Organisation, Fördermöglichkeiten, Bewerbungsablauf mit Tipps, korrektes Verhalten gegenüber der Gastfamilie, Schulleben, welche Integratioinsphasen und Probleme, gleich dazu noch Lösungen, Heimkehr und letztlich Reintegration in Deutschland. Sowie acht Erfahrungsberichte.

Dazu noch viele Bilder, die das Lesen auflockern und einen Einblick geben.

Die Autorin gibt viele persönliche Tipps, Erfahrungen, viele Do’s und Don’ts weiter. Man merkt, sie ist mit Herz dabei.

Fazit: ein Muss für jeden, der sich für ein Schuljahr in den USA interessiert.

Notizen zum Inhalt: Buch Ein Schuljahr in den USA

Voraussetzungen: persönliche Voraussetzungen, Flug, Versicherung, Sprachkenntnisse, Schulnoten, Gesundheit.

Auswahl der Organisation: Qualitätsmerkmale, Liste der Organisationen mit Kosten, Privat organisieren, Fördermöglichkeiten.

Bewerbungsphase: Bewerbungsablauf mit Tipps, wie Gastfamilien und Schulen gefunden werden.

Verhalten & Leben in den USA: korrektes Verhalten gegenüber den Gasteltern, Do’s und Don’ts, Gastfamilie, Religion, Feiertage, Essen & Essen gehen, Umgang mit Sexualität, Gesetze und Rausschmiss, die Phasen des Aufenthaltes, Freunde finden, der Alltag, typische Probleme und Lösungen, Kontakte nach Hause.

Schulleben: Schulsystem, Alltag an der Schule, Fächerwahl, Benotung, Führerscheinprüfung, Schulordnung, Abschlussfest.

Abschied und Rückkehr: von Gastfamilie und Freunde verabschieden, Rückkehr und Wiedereingewöhnung, Re-integration an der deutschen Schule.

Erfahrungsberichte: Leena – Kalifornien, Luise – Idaho, Mareike – Texas, Clara – Idaho, Anna wie der USA-Aufenthalt ihr Leben veränderte, Dominique – North Carolina.

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Aupair USA

Au Pair in den USA

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Au Pair USA
Titel: Au Pair in den USA
Verlag: Mana Verlag
Autor: Birgit Ermer
Seitenzahl 220

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Buchbesprechung: 

Nach der Schule oder Ausbildung als Au-Pair in den USA zu gehen, ist wohl die billigste Möglichkeit. Wie geht man vor ? Man stellt sich vor, dass man sich bewirbt, und erhält dann eine Familie zugewiesen. Dabei hat man nur Vermutungen über den wirklichen Ablauf. Es bleiben viele Fragen offen, viele Bedenken ungelöst.
Bei dem Buch „Au Pair in den USA“ ging ich davon aus, dass es ein Buch aus der Perspektive eines Au-Pair Interessenten aufgebaut ist: Kosten, Bewerbungsablauf, Aufgaben als Au-Pair. All dies wird wohl in diesem Buch erklärt werden.
Dabei gibt es drei Perspektiven: Bewerber, Gastfamilie und Vermittler .

Natürlich ist der Hauptteil die Vorbereitung und der Ablauf der Au-Pair Bewerbung. Hier führt sie den Leser ausführlich durch die Bewerbungsphase. Angefangen, wie man für erste Erfahrungen mit Kindern im Heimatland sammeln kann, was in einer Bewerbung vorkommen soll und was nicht, berichtet über das Skype Interview mit den möglichen Gasteltern.
Sie zeigt auch, wie das Leben als Au-Pair in den Staaten abläuft. Welche Rechte und Pflichten, was man nicht tun darf, Verhaltenstipps, Freizeitgestaltung, Gepäck und Einfuhrbestimmungen, Auto fahren, Alkohol, Familie wechseln. Sie berichtet über die Stimmungen während dem Jahr und der Rückkehr nach Deutschland. Kein Thema fehlt !

Die nächste, wichtige Perspektive ist die der Gasteltern. Welche Rechte und Pflichten, welche Erwartungen und Bedenken, aus welchen sozialen Schichten. Sie berichtet über die typische Lebensart der Gastfamilie und typische deutsche Stolpersteine. Sie berichtet, wie die Kinder erzogen werden und welche Werte bestehen in einer typischen Familie. Was erwarten die Kinder und wie sind sie es gewohnt behandelt zu werden. Tipps, wie man mit den Gasteltern umgehen soll im Alltäglichen und bei Konflikten.

Die Perspektive der Vermittler kommt auch vor: für was der Vermittler verantwortlich ist, wie erkennt man einen guten Vermittler, Auswahlverfahren, Betreuer vor Ort.
Nicht zu vergessen die Erfahrungsberichte und die allgemeine Information: rechtlicher Hintergrund, Entstehung, andere Arten von Au Pair Diensten.

Die Autorin Birgit Ermer war selbst Au Pair in den USA und ist schon jahrelang tätig bei einem renommierten Vermittler. Mir kommt es vor als ob sie schon jahrelang Informationen sammelt, recherchiert und dies nun mit viel Herz und Faszination für das Thema in einen perfekten Ratgeber umwandelt, der von Herzen versucht dem Leser so weit wie möglich zu unterstützen, um ein tolles Jahr in den USA zu verbringen.

Fazit USA Buch: ein tolles Buch, ein Muss für jeden Au pair USA Interessierten. Sehr viel Information und Ratschläge.

 


Aupair in den USA

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Buch Aupair USA interconnections verlag
Titel: Au-Pair USA
Verlag: Interconnections Verlag
Autor: Henriette Lavalle
Seitenzahl 250

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Buchbesprechung: 
Es gibt zwei Au-pair USA Ratgeber. Einer vom Mana Verlag, einer vom Interconnections Verlag.

Mit dem Buch vom Interconnections Verlag fing ich an, las die ersten zwei Kapitel, in denen es um die wichtigsten Fragen geht: Voraussetzungen, Aufgaben, Kosten und mit den einzelnen Schritten der Bewerbung. Im nächsten Kapitel sind Tipps zur Reisevorbereitung aufgeführt.

“Moment, da fehlt doch viel Information und Tipps zwischen Bewerbung und Abreise“, dachte ich und begann mit dem Buch vom Mana Verlag und konnte nicht mehr aufhören das andere Buch zu lesen. Ein toller Ratgeber.

Danach war es schwierig unvoreingenommen weiter zu lesen im Interconnections Buch. Es folgen die Themen: Koffer packen, Gastgeschenke, Einleben in der Familie, Betreuung der Kinder, etc.

Gut sind die Ideen für die Freizeitgestaltung, die zwölf Seiten mit Ratschlägen, wie man auf Probleme mit der Gastfamilie reagieren sollte, sowie die vielen Erfahrungsberichte.

Viele Ratschläge sind zu kurz beschrieben. Manche Themen sind zu allgemein und gehören nicht in einen Ratgeber für Aupair USA. Zum Beispiel die seitenlange Aufzählung der Kinderaltersstufen mit Spielvorschlägen oder wie man Kinder vor Verletzungen schützen soll. Vier Seiten über die Geschichte der USA hätte man sich auch sparen können.

Nächstes Kapitel: Leben in den USA, also Stolpersteine oder auffallende Unterschiede. Hier schweift sie oft ab und bringt als Folge keine nennenswerte Ratschläge oder Beschreibung der Unterschiede. Zum Beispiel: die Hygiene Hysterie in den USA: Sie erzählt, wie sich nach ihrer persönlichen Meinung, der Drang zur Hygiene allgemein hysterisch im Laufe der Zeit auf der Welt entwickelte. Was hat das mit Aupair USA zu tun ? Dieses Abschweifen kommt leider noch öfters vor.

Fazit USA Buch: hier fehlt die Struktur und oft schweift die Autorin vom Thema ab.

Kulturschock! Au-pair USA

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Erfahrungsbericht Au Pair USA
Titel: Kulturschok ! Au-pair USA
Verlag: Books on Demand, Norderstedt
ISBN: 9783741265457

 

Buchbesprechung:
Für wen ist das Buch ?
Für jeden, der überlegt sich als Aupair zu bewerben und der sich für das Familienleben in den USA interessiert.

Oder für Ex-Aupair, die andere Erfahrungen miterleben wollen.

Erleben tut man das Jahr in den USA. Die ganzen Phasen eines Jahres im Ausland. Man erlebt als Leser den emotionalen Abschied in Deutschland von Familie und Freunde, die Ankunft und die erste schwierige Zeit in der reichen Familie in der Nähe von New York, die Probleme mit dem Kind und manchen Launen der Mutter. Der Frust und die Einsamkeit in der neuen Umgebung.

Dann kommt die Phase des Einlebens, das Kind wird zutraulicher, die Autorin lernt andere Aupair kennen, die Weltstadt New York. Man beginnt sich einzuleben und es wird interessant.

Die nächste Phase, wo man sich eingelebt hat und das Leben vor Ort immer öfter genießt, wo man mit den Sitten und der Lebensart vertraut ist. Akzeptiert und eingelebt und mit Gastfamilie und Freunde Positives, Beeindruckendes erlebt.

Und schließlich der Abschied und die Heimreise.

Das Buch ist wie ein Tagebuch geschrieben und eingeteilt in in vier Kapitel:

  • Teil 1: November -Dezember: Ausreise und Kulturschock
  • Teil 2: Januar – April: Erholung und Anpassung
  • Teil 3: Mai -Oktober: Eingelebt
  • Teil 4: November: Heimkehr

Der Text ist einfach geschrieben, eben wie in einem Tagebuch. Ich hatte meine Bedenken, ob jemand 182 Seiten interessant über ein Jahr schreiben kann. Entweder könnte es langweilig sein, weil zu viel Alltägliches genannt wird oder aber es könnte ein Gejammer über das Kind oder ein Schwall von Nebensächlichkeiten werden. Aber keines trifft zu.

Das Buch habe ich in wenigen Tagen verschlungen, denn als Leser erlebe ich die Phase mit (und das obwohl ich nie Aupair war). Das Buch war relaxend und doch spannend, ich war immer neugierig, was als nächstes passiert.

 


Sprachführer USA

— WERBUNG —

Die Kauderwelsch Sprachführer sind praktisch, da man Sätze und Vokabeln lernt, die man braucht.

Wenn man etwas länger in Amerika bleiben möchte, empfiehlt sich der Kauderwelschband „Amerikanisch“ und wer Spaß an alltagssprachlichem Amerikanisch hat, sollte die beiden Slangbände noch mit dazunehmen.


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Amerikanisch – Wort für Wort
Kauderwelsch Buch
ISBN: 978-3-89416-749-3
Seiten: 176
Bandnummer: 143

 

Ausstattung: komplett in Farbe; Umschlagklappen mit Aussprache und wichtigen Redewendungen, Wörterlisten Amerikanisch-Deutsch und Deutsch-Amerikanisch.
Mit Aussprachebeispielen: Ausgewählte Wörter, Sätze und Redewendungen aus dem Buch kostenlos anhören, über QR-Codes oder den Link auf der Buchrückseite.


–ANZEIGE—
American Slang – das andere Englisch
Kauderwelsch Buch
ISBN: 978-3-89416-802-5
Seiten: 112
Bandnummer: 29

 

Ausstattung: komplett in Farbe, handliches Format, ausführliches Register.

Mit Aussprachebeispielen: Ausgewählte Wörter, Sätze und Redewendungen aus dem Buch kostenlos anhören, über QR-Codes oder den Link auf der Buchrückseite.


–ANZEIGE—
More American Slang
– mehr anderes Englisch –
Kauderwelsch Buch
ISBN: 978-3-89416-257-3
Seiten: 96
Bandnummer: 67

 

Ausstattung: ca. 1000 Begriffe praxisnah geordnet

 


Geschäftskultur USA

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Titel: Geschäftskultur USA kompakt
Verlag: Conbook Medien GmbH
Autor: Johanna Marius
Seitenzahl 120

 

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Auswandern USA

Der amerikanische Traum

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Buch Ratgeber für Visum und Auswandern USA

Titel: Der amerikanische Traum – Mit GreenCard oder Visum in die USA
Verlag: Redline
Autor: Alexander Kos, Marcus Sieber, Holger Zimmermann
Seitenzahl 520

USA-Auswandern auf Zeit

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USA-AuswanderaufZeit

Titel: USA – Auswanderung auf Zeit
Verlag: Interconnections Verlag
Autor: Jürgen Halder
Seitenzahl 140

Alltag in Amerika

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Titel: Alltag in Amerika
Verlag: Conbook Medien GmbH
Autor: Kai Blum
Seitenzahl 320

 

Romane über das Leben in der USA

Licht und Glut

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Buchbesprechung Licht und Glut
Ein guter Roman über das wirkliche Leben, als hätte die Schriftstellerin diese Geschichte erlebt.

Es geht um Leute in Pennsylvania. In einer Gegend, wo früher der Bergbau Arbeit und Geld brachte, aber nun nur noch von ihrem Ersparten zehren, in der bangen Hoffnung, dass es bald wieder besser wird. Die Abgehängten, die vergessenen kleinen Leute, abseits der boomenden Regionen.

So sind ein Teil der Leute optimistisch, als einer fleißig die Leute in der Gegend besucht und ihnen Geld verspricht für die Zusage, dass auf ihrem Gelände unterhalb der Oberfläche gebohrt werden darf – Franking, die neue Ölfördermethode. Er verspricht Teilhabe am Gewinn. Um diese und andere Leute aus der Gegend geht es.

So kommen im Roman immer wieder neue Leute vor mit ihrem Schicksal und Leben. Meist läuft oder lief etwas schief, sei es eine kaputte Ehe, Drogenprobleme, Knast.

Als hätte die Autorin die Schicksale aus dem realen Leben gesammelt und nun daraus ein Roman über eine Gegend und Zeitspanne erschaffen voller Sympathie für die unteren der Gesellschaft.

Das Buch ist aber nie übertrieben emotionale, auch wird nicht über ein Schicksal gejammert oder beklagt, sondern es ist so beschrieben, wie es im Leben wohl passiert ist. Die Menschen sind so real, als lebten sie mit immer noch dort in dieser trostlosen Gegend.

Das Buch zeigt uns das Marode, wie die einen Leute Hoffnung und andere Mistrauen erleben und dabei sich und andere täuschen.

Titel: Licht und Glut
Verlag: Droemer/Knaur
Autor: Jennifer Haigh
Seitenzahl 478
ISBN: 9783426305942

 

Hillbilly-Elegie

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Selten hatte ich so viele Vorbehalte gegen ein Buch. Hillbilly – amerikanische weiße Unterschicht von rauen, schottisch-irischen Einwanderern, die sich in den Appalachen nieder ließen – was soll man darüber schreiben ?

„Es wird wohl selbstherrlich erzählt, wie der Autor sich aus der Unterschicht kämpft bis hoch zum Anwalt. The American dream“, dachte ich.

Das Buch ist der Lebenslauf des Autors: von der desolaten Kindheit mit der Mutter, Schulzeit, Militär, Studium bis zum Beruf als Anwalt.

Selten war ein Buch so spannend und gleichzeitig erzählt es so viel über das Leben und die Leute in der Unterschicht der USA. Wobei wenig Aktion oder kriminelles vorkommt, sondern über den Werdegang des Autors mit seinen vielen Hürden, Hindernissen, Katastrohen berichtet aus der Sicht der unteren Klasse.

Der Autor erzählt, hinterfragt und analysiert sich und vor allem seine soziale Umgebung und Gesellschaft. Gleichzeitig sachlich und doch menschlich emotional. Als Leser sehe ich die Abgründe von Drogen, Alkohol, zerrütteten Familien und den positiven Weg aus dem Schlamassel, dank der aufopfernden und loyalen Großeltern. Man erlebt die USA: die Unteren, das Marode, aber auch wie wichtig die liebevolle, geregelte Familie ist (nicht die Mutter, aber die Großeltern und Schwester) und wie die Militärzeit ihm Ordnung und Ausdauer beibringt.

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Roman, Biografie und Sachbuch. Als Leser bin ich erstaunt und verwirrt über dieses Leben, diese Gesellschaft, die soziale Gruppe der Hillbillys und lerne gleichzeitig, was das Leben prägt und wie die soziale Herkunft das Leben bestimmt und wie wichtig manche Leute in deinem Leben sind.

Titel: Hillbilly-Elegie
Verlag: Ullstein Verlag
Autor: J. D. Vance
Seitenzahl 296
ISBN: 9783550050084

 

Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben

Buch Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben

Titel: Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben

Verlag: Claassen Verlag

Erscheinung: 2008

Autor: Joan Didion

ISBN-13: 9783546004091

ISBN-10: 3546004094

Buchbesprechung:
Eine Zeitspanne der USA beschrieben in einer Sammlung von Berichten.

Das Buch ist keine Sammlung von sachlichen Berichten, sondern vom Erleben der Gesellschaft und dem eigenen Leben.
So erlebe ich als Leser in 21 Artikeln die 1960ziger bis 1970ziger hauptsächlich in Kalifornien, von den Hippies in San Francisco, dem Industriewandel in Kalifornien, bis hin zum dekadenten und verfallenden Hollywood. Diese Zeit in den USA hautnah.

Und ich erlebe das Leben der Autorin, damals um die Dreißig immer unterwegs. Joan Didion ist Journalistin, schon damals berühmt und immer unsicher auf ihrem Weg, kritisch gegenüber der Gesellschaft und sich. Ich erfahre über ihre Zweifel, über ihre Familie und viel Persönliches aus ihrem Leben. Damals vor langer Zeit.

Darin sind Sätze über sich oder die Gesellschaft, die einem den kalten Schauer den Rücken runter jagen. Eine Zeit voller scheinbarer Bedeutung, Wandel, Revolte und doch nur „Geschichte, die nichts erzählt“.

Die Übersetzerin trifft im Vorwort genau den Punkt:
Was Didon im Visier hat, sind unsere sprachlichen Rettungsversuche, sind die Illusionen, die hohlen Idealisierungen, die Lügen, die verlogene Moral, die bürokratischen und medialen Verrenkungen, die politischen und sozialen Euphemismen, mit denen wir uns einreden, unser Leben folgen einem höheren Plan, strebe auf Ruhm und Glück zu, unterliege eine Gesetzmäßigkeit, ergäbe Sinn.“ (Seite 9)

Fazit zum Buch USA: wieder typisch Joan Didion: emotional und sachlich. Voller Ehrlichkeit, als versuche sie etwas Schönes zu finden und das Hässliche offen zu legen.

Notizen:
Hippies in San Francisco, Kalifornien im Wandel – Rüstungsindustrie, Hollywood Filme, Frauenbewegung, Filmemacher Hollywood, Malibu Beach, Leben ins Los Angeles

 
meine Eindrücke – Notizen

Bild Erwin Ritter

Mentalität in den USA

ich fragte mich vor den Büchern: Warum in den USA so oft an so viel Müll und einfache Erklärungen geglaubt wird?

Liegt wohl daran, dass die ersten Siedler ihre eigene Religion hatten, die sie gegen die herrschenden Kirchen in Europa und gegen die Regierungen verteidigten mussten. Schon daher kommt der Drang seine eigene Entscheidung für richtig zu halten.

In den USA gab es keine Zensur von den mächtigen Kirchen oder Königen auch keine Richtungen von Intellektuellen. So dass jeder etwas behaupten konnte, eine neue Religion gründen, ohne dass es mit der Gesellschaftsmoral kollidierte. Alles war möglich und die Wahrheit selbst bestimmbar: „wenn du dich etwas besser fühlst, dann muss es wahr sein“ (Buch Fantasyland: 500 Jahre Realitätsverlust / Kurt Andersen)

Religion


nach dem Buch: Fantasyland von Kurt Anderssen

Jeder kann die Bibel so interpretieren und Recht haben. Jeder kann Kontakt zu Gott haben und jeder kann ein Priester seiner Interpretation sein.
Die ersten Siedler waren Anhänger solcher neuen radikalen Religionen, die ihre neue Religion gegen andere verteidigen mussten, weil sie die Wahrheit erlebten und diese nun verteidigen müssen.

Also weg vom Logischen, hin zum Absurden, aber mit berauschendem Erleben der Religion.

Allerdings ist man immer bedroht von Satan, der in Form des Staates, anderer Parteien, Indianer, Hexen, Franzosen (katholisch, daher falsche Religion), Kommunisten und vieles mehr Einfluss nehmen kann.
Ein Land voller Skepsis, wo jeder recht hat und doch immer bedroht ist.

Kirchen in den USA


nach dem Buch: Fantasyland von Kurt Anderssen

Der enorme Einfluss der Kirche ist für uns Europäer merkwürdig. Während die Europäer immer weniger religiös sind, boomen die obskuren Kirchen in den USA seit den Sechzigern.

Wie sie das erreichen? Eine groß gewordene Kirche, die Pfingstkirche, vermittelt:

Jeder ist individuell für sich verantwortlich und doch ist Erfolg eine Gabe von Gott, wenn man ihn darum bittet. Reichtum ist nicht schlimm, denn er wird von Gott gegeben, aber vieles ist dämonisch und vom Bösen besessen wie Verhütung, manche Politiker und Staaten (sogar der japanische König ist von einem Dämon gezeugt).

Der Autor Kurt Andersen kann diese durchgeknallte Religiosität auch nicht entziffern, aber er bring uns in über 200 Seiten näher wie die Kirchen mit ihren merkwürdigen Überzeugungen durch Fernsehen, Internet und Büchern die Leute in ihre Kirchenhallen lockt.

Liegt wohl daran, dass die Kirchen sich immer wieder den Trends anpassen oder neue Trends erschaffen. Kennen Sie eine Kirche mit Fitness-Studio ?

Auch bringt er uns Lesern eine weitere unbekannte Möglichkeit näher, dass die Republikaner und die mächtigen fundamentalen Kirchen zusammenarbeiten, um den Leuten zu vermitteln, dass alle gleich sind und mit Glauben an Gott (eigentlich an die Kirche) erfolgreich sein können. Nur wenn sie Gott nicht genügend anerkennen, dann werden sie auch nicht erfolgreich und reich sein. Somit lehren sie den Bürgern, dass jede soziale Hilfe oder Einschränkung der Reichen eine Wendung gegen Gott darstellt. Damit wird den Reichen geholfen und die Armen werden ruhig gehalten.

Parteien in den USA

Demokraten: liberal, wollen starken Staat, Bildung und soziale Leistungen für Benachteiligte, Gesundheitsreform
  • New Deal Generation nach Roosevelt regierte bis 1968, dann durch den Vietnamkrieg, Yippie Krawalle und innerparteiliche Probleme, der sinkende Einfluss der Gewerkschaften verloren sie Wähler
  • verloren die Wähler in den Südstaaten
  • Gewerkschaften verloren massiv an gesellschaftlichem Einfluss
  • Wähler sind heute liberale Weiße an den Küsten und in den Metropolen
  • Demokraten kümmern sich zu sehr um ethnische und sexuelle Minderheiten und zu wenig die blue Color Stammwähler
  • 1980 kam Reagan an die Macht – weniger Staat und mehr Macht den Reichen.“Die Ruhe der mittsiebziger Jahre hatte ihre Ursachen jedoch wohl vor allem in einer natürlichen Erschöpfung der vorhandenen Energien, in der Resignation vor dem zähen Beharrungsvermögen des Establishments und wohl auch im Nachlassen der Wirtschaftskonjunktur. Gute Noten beispielsweise und ein sicherer Arbeitsplatz stellten nun ganz offenbar wieder erstrebenswerte Ziele dar“ (Sautter, 1994)
  • Clinton hat die weiße Mittelschicht vergessen – in den Midlands und im Süden. Clinton hat mit neuen Handelsabkommen 2000 ermöglicht, dass die Industrie sich ins billigere Ausland verdrücken konnte. Die Partei, die eigentlich für die Mittelschicht zuständig war, hat den soziale Niedergang voran getrieben, während die Oberschicht davon profitierte.“Zwischen 2000 und 2010 verschwand mehr als ein Drittel der Industrie-Arbeitsplätze (von 17,1 zu 11,8 Millionen)“. (aus dem Buch Amerikafalle von Martin Amanshauser)
Republikaner: konservativ, wollen wenig Staat, jedem sein eigenes Schicksal, Sender: Fox News, NRA.
  • wurde die Partei der religiösen Rechten
  • wollen Steuersenkung für Reiche
  • Deregulierung von Unternehmen
  • wollen idiologische Polarisierung: für Schulgebet, gegen Abtreibung, gegen Homosexuelle, für Waffenbesitz

Geschichte des politischen Wandels 
Begonnen hat diese Stammesbildung 1964 als die Republikaner als Reaktion auf die linke Bürgerrechtsbewegung scharf nach rechts schwenkten und fast alle schwarzen Wähler verloren. Es folgte der Wegzug junger Menschen vom Land – in der globalisierten Wirtschaft wurde Bildung noch wichtiger, und die renommierten Universitäten fanden sich fast ausschließlich in den immer kosmopolitischer werdenden Küstenregionen der USA. Die Demokraten reagierten darauf mit einem Schulterzucken, sie wendeten sich von der weißen Landbevölkerung ab und der bunten Stadtbevölkerung zu.

(Ausschnitt aus der DIE ZEIT vom 25.10.2018: Der Feind in meinem Land)

Rassismus

* Staaten mit dem stärksten Rassismus: Georgia, South Carolina, Mississippi, Alabama, Louisiana

* Schwarze leben im Norden in Großstädten, im Süden auf dem Land

* es gibt auch Rassismus der Schwarzen gegen Hispanics and vice versa

* Weiße erhalten mehr staatliche soziale Fürsorge, die Polizei ist hart gegen Schwarze (zum Beispiel: Drogenbesitz)

* nach dem Buch: Angry White men von Michael Kimmel:

Die ersten Siedler waren Weiße. Die das Land in harter Arbeit erschlossen und die Freiheit erkämpften waren Weiße. Aber es kamen andere: Juden, Chinesen, Schwarze, Hispanics, die nun die Stellung der Weißen bedrohen. Seit den Achtzigern als der konservative Reagan an die Macht kam und als die Fernseh- und Radio-Privatsender entstanden, werden die Leute angestachelt durch die Medien. Eine Verschwörungstheorie, dass die Weißen von den nicht-Weißen unterwandert werden. Dass der Staat schon unterwandert ist. Schon so weit unterwandert, dass der Sozialstaat nur ein Mittel ist den Weißen das Geld zu nehmen und auf die anderen (Schmarotzer) zu verteilen.

In den Sechzigern gehörte die Mehrheit in den USA zum Mittelstand (und weniger Megareiche) und von da an hat es sich zum Nachteil der weißen Mittelschicht verändert. Der Mittelstand ist geschrumpft und die Superreichen haben an Reichtum zugelegt.

Seite 78:
Die Vorstellung, dass sich Amerika im Belagerungszustand befinde, ist mit diversen Ängsten der weißen amerikanischen Männer verknüpft: der Angst, dass die anderen die Herrschaft übernehmen, was einer Beleidigung unserer Männer gleichkommt, denn sie werden uns die Arbeitsplätze, die Häuser und die Frauen wegnehmen, wenn wir nicht aufpassen; der Angst, dass sie nehmen, was rechtmäßig uns gehört; der Angst, dass wir von diesen so gar nicht vollwertig männlichen Horden und einer schwachen Regierung, die völlig in ihrem Bann steht, entmännlicht werden können

Anteile in der Bevölkerung:

(aus dem Buch: Rassismus in den den USA – Unrast Verlag)

*1960 waren 90% aller Amerikaner weiß. Keine Lateinamerikaner. Nur in ein paar Staaten erreichten die Weißen nur 70% (Missippi, South Carolina, Louisiana, Alabama)

* Mai 2000 hatten die USA:

  • 71,5 % White
  • 12,8 % Black
  • 11,7 % Hispanic

* bis zum Jahr 2030 wird erwartet:

  • ** 60,1 % White
  • ** 13,4 % Black
  • ** 17,9 % Hispanic

* den Prognosen zufolge wird die weiße Bevölkerung praktisch stagnieren und die Hispanics, Asian-Americans und die Schwarzen werden zunehmen und Mitte des 21. Jahrhunderts die Mehrheit stellen.

Geschichte des Rassismus in den USA:

– nach dem Bürgerkrieg wird er Rassismus wieder stärker: Lynchmorde, Gesetze gegen Schwarze.

– im 2. Weltkrieg wurden die Schwarzen gebraucht in der Industrie und im Militär. Roosevelt gewährte ihnen Rechte, die Weißen waren aber dagegen.

– in den Sechzigern unter Präsident Johnson bekamen Schwarze immer mehr Recht auf Gleichstellung.

– 1980 kam Reagan an die Macht – weniger Staat und mehr Macht den Reichen.

 

Freiwilligendienst in den USA