Top Bücher über Südafrika

Top Bücher Südafrika

Top Bücher über Südafrika zeigen und erklären die Gesellschaft, Kultur sowie die Veränderung seit Ende der Apartheid.
Das Land begreifen vor der Südafrika Reise / Backpacking.

 

Bücher über Gesellschaft, Land, Geschichte Südafrikas

Gebrauchsanweisung für Kapstadt und Südafrika

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Gebrauchsanweisung für Kapstadt und Südafrika

Buchrezension:

In dem Buch ‚Gebrauchsanweisung für Südafrika‘ von Elke Naters und Sven Lager, erschienen im Piper Verlag, lernt man das unbekannte Südafrika kennen in Kapitel über die Buren, das vielfältige und reichhaltige Essen, Kulturleben mit Musik, Kunst und Komikern, über die Sprache und gängigen Sportarten, alternative, engagierte Ideen der Leute, der korrupte, schwerfällige Staat. Zu jedem Thema bringen die Erzähler ihre eigenen Erfahrungen aus dem Leben in Südafrika hinzu.

Über die Südafrikaner: die Aufgeschlossenheit gegenüber Fremden, der Humor und Lässigkeit, aber auch die Kriminalität und den Okkultismus.
Dazu erfährt der Leser in drei Kapitel über die Entwicklung von der Apartheid zur Freiheit, über die Buren, schwarzen Völker und die Kollision der Kulturen.

Die Autoren Elke Naters und Sven Lage, leben schon lange in Südafrika und zeigen Südafrika ist vielfältig. Von Großstädten mit viel Kultur bis hin zu weiter Wildnis und Strände. Betont im Buch – mit Beschreibung von Stränden und Landschaften – kommt die weite und wilde Natur Südafrikas zur Geltung.

Fazit:ein gelungenes Buch zur Einführung über Südafrika.


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Südafrika 151

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Südafrika 151
Buchrezension:
Das Buch Südafrika 151 von Elena Beis, erschienen im Conbook Verlag, enthält 151 Einblicke in Südafrika. Dazu gibt es pro Einblick eine Doppelseite auf der einen Seite mit Text und auf der anderen mit Bilder illustriert.

Dank Fotos und Text reist man mit der Autorin durch das Land und sieht im Detail die schönen, besonderen und hässlichen Seiten. Man erfährt von Redewendungen, Kochrezepten, Essgewohnheiten, Musik, von den verschiedenen Völkern bis hin zur Armut, Kriminalität, Mafiabossen, Drogen, AIDS etc.

Mit den recherchierten Einblicken lernt man die Mentalität und Merkwürdigkeiten kennen. Darum das richtige Buch, um Südafrika zu erleben, wie es in keinem Reiseführer steht.


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Erfahrungsberichte

Ein Jahr in Südafrika

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Ein Jahr in Südafrika

Buchrezension:
Unser Bild von Südafrika: Wildnis, Meer und pulsierende Städten mit Ghettos und Villenvierteln. Das alles hässlich umrahmt von Rassismus (trotz des Ende esder Apartheid), Kriminalität und Korruption.

Das Buch ‚Ein Jahr in Südafrika‘ von Kristina Maroldt, erschienen im Herder Verlag, gibt auf 190 Seiten ausführliche Eindrücke. Die Autorin beschreibt die eigenen Erfahrungen im täglichen Leben und springt in alle soziale Schichten: Karneval mit einer Gruppe aus dem Vorort, Gespräch mit einer Schriftstellerin und dem Leiter eines Sozialprojektes, Braai-Grillfeste der Weißen, Gespräche mit Freunden und Nachbarn, Ausflüge in die Wildnis.

Dazu noch‘ Lektionen‘, das heißt kurze Beschreibung der besonderen Merkmale Südafrikas wie Straßenverkehr, Weihnachten, Mode und Essen.

Ein Buch, das spannend ist und einem zum Schmunzeln bringt, und so ein neues Bild von Südafrika entstehen lässt: Farbenfroh und lebendig in einem neuen Rahmen – ein Land im Umbruch.


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Verhalten Südafrika

Fettnäpfchenführer Südafrika

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Fettnäpfchenführer Südafrika
Buchrezension:

Das Buch beschreibt die Reise von Simon (ein relaxter Surfer) und Silvie (eine typische, voreingenommene und neugierige Touristin) von Kapstadt über Johannesburg zum Kruger Nationalpark. Dabei stolpern sie von einem Fettnäpfchen ins nächste und meistens, ohne dass sie es merken.

Die Autorin Elena Beis hat Ihre – wahrscheinlich jahrelange – Erfahrungen über Südafrika in dem Buch Fettnäpfchenführer Südafrika, erschienen im Conbook Verlag] umgesetzt in eine Geschichte mit einzelnen Szenen. Jede Szene erzählt von Etappen der Reise und beinhaltet die direkten Tipps und Erklärungen dazu.
Es geht um die Völker Südafrikas und der entsprechende Verhaltenskodex, das Verhalten gegenüber Armut, das Kap und Affen, Strände und Haie, Kapstadt und Taxis, Restaurant und Benehmen, über Braai (= das südafrikanische Grillen), Xhosa / Zulu Dorfleben, Johannesburg und Geschäftsgespräche. Zum Schluss noch über den Kruger Nationalpark und Safari.

Diese vielen Erklärungen geben einen tiefen und ausführlichen Einblick auf Südafrika. Man lernt, auf welche Situationen man stoßen kann und wie man sich verhalten soll und wie nicht. Dabei zeigt die Autorin das faszinierende an Südafrika: auf der einen Seite Städte mit internationaler Kultur und auf der anderen Seite afrikanische Wildnis.

Fazit: Empfehlenswert !

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Bücher über die Veränderungen in Südafrika seit der Apartheid

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Mandelas Traum

Buchbesprechung Mandelas TraumTitel: Mandelas Traum – Meine Reise durch Südafrika
Verlag: DuMont Reiseverlag
304 Seiten

Buchvorstellung Youtube-Video:

Buchrezension:
Sehr geehrte Autorin – Leonie March,

ich habe Ihr Buch: Mandelas Traum gelesen und es hat mir sehr gut gefallen.

Bin 1971 geboren und hatte als Jugendlicher über die Ungerechtigkeit der Apartheid in Südafrika erfahren und natürlich, damals noch, durch die vielen Benefiz-Rockkonzerte für Mandelas Freilassung mitgebangt voller Sympathie für ihn. Beeindruckend war, wie er nach seiner Freilassung Südafrika friedlich aus der Apartheid führte. Ein Mann, der sehr viel erleiden musste und doch noch Frieden ausstrahlte und uns mitriss mit seiner Energie und Wärme.

Südafrika – ein Land, dessen Wandel ich von jungen Jahren an verfolgte, weil es ein Experiment war, ob Menschen, die verfeindet waren einen guten, gerechten und gemeinsamen Weg finden können.

In George Orwells Buch „Farm der Tiere“ erheben sich die Tiere gegen ihren tyrannischen Hofbesitzer. Viele kommen dabei um oder sind verwundet. Viele rackern sich ab und geben alles für den Umbruch. Nach dem der Tyrann vertrieben ist, kommen die Schweine an die Macht und nutzen die anderen Tiere nur zu ihrem eigenen Vorteil aus.
Nach Mandelas Tod kamen auch in Südafrika die Schweine an die Macht, die ihre neue Machtstellung schamlos für ihr eigenes Interesse ausnutzen und sich wenig um die Not, Verbesserung im Land kümmern. Die all die Toten und Opfer des Kampfes vergessen haben und nur in die eigene Tasche wirtschaften. Schweine eben.

Lange hörte man nichts neues Positives mehr. Es war eher so, als ob man noch nach kleinen Indizien für eine bessere Zukunft suchte, in einem Land in dem die Revolution, der Umbruch nur wenigen etwas brachte. Wie so oft in der Geschichte.

Ihr Buch steigt gerade hier ein. Eigentlich sie und ihr Buch, denn sie reisen durch Südafrika und berichten über die Spuren und Wunden der Apartheid, über die jetzige korrupte Regierung. Sie reisen, um herauszufinden, wie es den Bürgern Südafrikas geht. Gibt es noch positive Bewegungen, Hoffnung ?
Wie gehen sie vor ? In dem sie Leute treffen, die viel Kontakt mit anderen Leuten haben, sei es einer aus einem soziale Projekt in Kapstadt oder ein außergewöhnlicher Fremdenführer, der durch die Problemviertel und die Vergangenheit Johannesburgs führt, sei es ein Künstler und Könige an der Grenze zu Simbabwe.

Viele Leute kämpfen mit einer Ausdauer und Energie weiter, weil sonst das Land zusammenbricht. Immer noch für eine bessere Zukunft.

So höre ich Gespräche mit interessanten Leuten und sehe unbekannte Gegenden, ganz zu schweigen von der Vielfältigkeit der Natur, Klima, Kulturen.
So zeigen sie ein Südafrika, wie es in keinem Touristenführer steht.

Fazit: ein tolles Buch, das uns das heutige Südafrika erklärt und beschreibt.

Der Inhalt:

Durban: soziale Projekte für die Straßenhändler, indisches Fest in
Drakensberge: San Ureinwohner
Eastern Cape: derStamm der Mpondo soll einer Titanförderung weichen, Mandelas Heimatort und der ominöse Politiker Mandla Mandela
Transkei: Pferderennen im Hinterland
East London: wo die Autorin als Austauschschülerin die Apartheid erlebte.
Kapstadt: Veränderung im Viertel Woodstock, Bo-Kaap in der Apartheid und heute, Lango-Township
Westküste: ehemalige Diamantenstadt Kleinzee, ein Dorf an der Grenze zu Namibia, in das Vertriebene zurückkehren.
Norden/Nordosten: Poetry Vortrag in der Oase Kuruman, Modjadji – Ort der Regenkönigin, Künstler und Könige und Geister.
Johannesburg: illegaler Bergbau in still gelegten Stollen, gesellschaftliche-politische Führung durch das Viertel Brixton, Tanzwettbewerb im Vorort.

 

Südafrika – Ein Länderporträt

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Buchbesprechung Südafrika ein Länderporträt

Titel: Südafrika – Ein Länderporträt
Verlag: Ch. Links Verlag
Erschienen: März 2017
Seitenzahl: 216

Buchrezension
In den letzten Büchern über Südafrika, gelesen vor ein paar Jahren, lebt die Hoffnung.
Einmal, weil in Südafrika die gegnerischen Parteien einen friedlichen Umbruch in die Demokratie erreichten. Zweitens Südafrika glänzte mit dem tollen Nelson Mandela und der Fußball-WM. Dazu ist Südafrika voll von atemberaubender Natur und Kultur.

Mit diesem Buch zerfällt das glorreiche, glänzende Bild in einen Scherbenhaufen. Die ANC brachte Finsternis über das Regenbogenland. Die Maßnahmen den Schwarzen mehr Einfluss im Land und mehr Wohlstand zu bringen, endete nach kurzem Erfolg in den ersten Jahren in einer immensen Korruption, steigender Kriminalität, Stromausfälle, Niedergang des Rechtssystems. So weit, dass man mit einem Kollaps rechnen muss, wie im Nachbarland Simbabwe.

Dazu ist die Regierung und vor allem das Staatsoberhaupt Zuma schuld. Ein Vorbild für Korruption und er pfeift auf die Verfassung. Der ganze Apparat des ANC schert sich wenig um das Volk. Es geht nur noch um die eigenen Einkünfte. Die Reichen wollen ihr Geld verteidigen, andere wollen mit allen Mitteln an Geld und der Staat schafft es nicht die kriminellen Energien zu bremsen, sondern Staatsbeamte, etc. bedienen sich.
Die Wirtschaft, der Staat, die Infrastruktur gehen zu Grunde und die Überfälle, Einbrüche werden immer zahlreicher und brutaler.

Mitte der Neunziger war Südafrika ein interessantes Land. Ein Land, das sich verändert, entwickelt, voller Ideen und auf neuen Wegen Probleme zu lösen. Und nun ?
Frustrierend, deprimierend, wo doch Südafrika ein Vorbild war für die friedliche Konfliktlösung. Gemeinsam eine neue Zukunft für alle zu erschaffen.

Fazit: ein sehr informatives, erschütterndes, aufrüttelndes Buch.

 

Südafrika mit 21

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Buchbesprechung Südafrika mit 21
Titel: Südafrika mit 21
Verlag: Peter Hammer Verlag
Erschienen: März 2017
Seitenzahl: 201

Buchbesprechung
Die Apartheid ist seit 21 Jahren zu Ende. Wie lebt man heute in Südafrika ? Was denken die Leute über ihr Leben in Südafrika ?
Die zwei Autoren stellen sich auch diese Frage. Um Antworten zu finden, treffen sie sich mit 16 jungen Menschen, die in dem Jahr zur Welt kamen, als Nelson Mandela die erste demokratische Wahl gewann und somit die Apartheid beendete.

Es sind 16 Lebensgeschichten von weißen, mehrheitlich aber schwarzen Südafrikanern, die befragt werden über ihr bisheriges Leben und über ihre Zukunftspläne.
Als Leser erlebe ich deren Schicksale mit all den sozialen und familiären Problemen. Wie in den schwarzen Familien, die Mutter mit den Kindern vom Vater in Stich gelassen wird, was aber anscheinend nicht so schlimm ist, weil der Vater die Mutter und Kinder schlägt. Wie Drogen, Alkohol und Diebstahl die Townships bedroht. Wie oft die Mutter nicht viel von ihren Kindern mitbekommt, weil sie weit weg (meist bei den Weißen im Haushalt) arbeiten muss. Wie Schwule und Lesben schikaniert und bedroht werden. Wie schwierig es ist, wenn du Talent hast, darin gefördert zu werden. Meist nur mit wohlwollendem Einfluss der Weißen, Schulen, Organisationen.

Aber das Buch ist keine Polemik oder Anklage gegen die weiße Oberschicht, auch nicht gegen die ANC, sondern es sind Lebensgeschichten, Schicksale.
Als Leser erfahre ich dadurch viel über das Leben in Südafrika. Auch über die Mentalität und die sozialen Probleme. Oft bewundere ich die Erzähler mit welcher Entschlossenheit, Ausdauer und Geradlinigkeit sie in schwierigen, bedrohlichen Situationen ihr Leben versuchen trotzdem voran zu kommen.

Die Leute erzählen und als Leser höre ich zu und zum Glück sehen die Erzähler den Leser nicht, denn oft bewegen einen diese Schicksale. Man reagiert emotional: traurig über die Armut und Ungerechtigkeit und gleichzeitig bewundert man die Standfestigkeit und Ausdauer in ihrem harten Leben.
Es ist kein Sachbuch über die gesellschaftlichen Veränderungen seit dem Ende der Apartheid, aber es ist ein gutes Buch über Leute und das Leben in Südafrika. Berührend und verstörend.

Notizen zum Inhalt:
junge Frau mit schwerer Kindheit, aus der schwarzen Armut zum Musiklehrer, ein Junge vom Land will Bildung, die weiße Enklave Orania, eine begabte Tänzerin und zwei Identitäten beim Ausweisamt, eine lesbische Rapperin, Tochter zwei weißer lesbischer Frauen, Schwanger in der Schulzeit, Zwillingen touren mit klassischer Musik durch die Welt, Modedesignerin, muslimischer Kricket Spieler aus Australien

 

Born free

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Buch über Südafrika Born Free

Titel: Born free – Mein Leben im Südafrika nach der Apartheid
Verlag: Rotpunktverlag
Erschienen: Februar 2016
Seitenzahl: 191

Buchbesprechung

Kurzer Prozess: das Lesen lohnt sich nicht !

Der Buchtitel: „Born free – mein Leben im Südafrika nach der Apartheid“ war für mich ein Indiz, dass das Buch ein Leben unter der ANC Regierung nach dem Ende der Apartheid beschreibt und eine Analyse über den Verfall der ANC ist. Ein Verfall hin zu einer Partei, die das Volk mit ihren Problemen in Stich gelassen hat und sich nur um das eigene Absahnen schert.

Pustekuchen !!! Die Autorin erzählt nur von sich. Angefangen mit ihrer kämpferischen Mutter, ihrer Kindheit, ihr schulischer und beruflicher Werdegang. Ihren Blick immer nur auf sich und ihre Familie gerichtet. Das war es dann aber auch schon. Wenig über die ANC, wobei das Buch am Anfang ein Brief an die ANC ist. Aber kein einziger tiefgründiger Satz, der nur annähernd den Verfall der ANC analysiert.

Stattdessen geht es Seite um Seite um ihren Werdegang. Wie erfolgreich sie in der Schule ist, dann unbedingt auf ihre ausgewählte Uni will, dann aber bei einem Barbecue bei der Uni angewidert von der Arroganz der weißen Studenten ist. Anschließend arbeitet sie für eine politische Organisation, mit der sie dann aber in Clinch kommt und zu einer anderen Organisation wechselt. Wo sie sich – oh wie erstaunlich – wieder empört und sich mit denen auch verkracht.

Mich wundert, dass sie sich als so intelligent beschreibt und doch immer – ohne nur eine einzige Weisheit daraus zu ziehen – enorme Energie verschwendet in hysterischem Gemotze und leider nicht bemerkt, wie sie sich und vielen ihrer Mitstreiter schadet.

Fazit: lohnt sich nicht. Nichts über die ANC, nichts über die Gesellschaft.

 

Romane über Südafrika

Niemand, der mit mir geht

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Roman Niemand, der mit mir geht

Titel: Niemand der mit mir geht
Verlag: Suhrkamp Verlag
Erscheinung: 1997
ISBN-13: 9783518391501

Buchbesprechung:

Die Autorin Nadine Gordimer kennt Südafrika aus allen Blickwinkeln. Als privilegierte Weiße geboren, der Vater war jüdischer Kommunist, entschied sie sich gegen die Apartheid zu kämpfen. So sprang sie von ihrer hohen sozialen Position ab auf die Seite der Unterdrückten. Sie erlebte den Schwarzen Widerstand. Erlebte die weißen Unterdrücker. Aber auch erlebte sie die Schwarzen, ihr Mißtrauen gegen sie als Weiße, wie die Schwarzen auch gegeneinander kämpften und schließlich, wie sie sich bedienen am neuen Staat.

Südafrika, ein Land von weißen Siedlern erobert, die Schwarzen unterdrückend. Weißer Reichtum und schwarze Armut. Dann die jahrzehntelange Revolte voller Blut, Tod, Frust, Parolen, Verrat, Verachtung und Hass bis zur Abschaffung der Apartheid. Hier spielt das Buch „Niemand der mit mir spricht“ kurz nach Ende der Apartheid. So geht es in dem Buch, um die Juristin Vera Stark, die in einer NGO arbeitet und sich für die Rechte einsetzt, die kurz nach dem Ende der Apartheid den Schwarzen zustehen. So bereist sie eine Farm, in der ein Weißer die Schwarzen vertreiben will und erlebt den Hochmut der Weißen, aber auch die Schwarzen, die bitterarm und gewaltbereit sind. So erlebe ich als Leser auch die Familie von Vera. Wie sie sich langsam von ihrem Mann abwendet (auch geht es viel um Sex) und wie ihre Kinder ihren Weg in der Gesellschaft suchen.

In dem Buch kommen viele Charaktere vor: Ein jahrelanger Widerstandskämpfer, der gegen die internen Schwarzen Verräter kämpfen musste, jahrelang im Untergrund und nun vom ANC im neuen Parlament nicht mehr aufgestellt wird. Ausgedient und abgelegt.

Ein Schwarzer, der seine Familie im Hinterland verließ, um Arbeit zu finden und nun in der Anwaltskanzlei arbeitet. Herausgerissen aus der Heimat.

Ein weiterer Schwarzer, der nun in Konzernen der Weißen arbeitet und im Parlament tätig ist. Vorwand der Weißen nun kooperativ zu sein. Ihr Mann der versucht eine Firma zu gründen. Der neue Optimismus.

Was haben alle Charakter gemeinsam ? Um was geht es in dem Buch ?

Alle Charakter versuchen aus ihrem Land, das nun endlich von der Unterdrückung befreit ist, das beste zu machen. Herauszuwachsen in eine bessere und vor allem freie Zukunft und doch ist dieser freie Weg voller Enttäuschungen, Verrat und Scheitern.

Aber trotzdem endlich frei ? Oder lässt diese traumatisierte Gesellschaft, diese zerstörten Menschen es nicht zu, dass es sich zum Guten hin entwickelt ?

Fazit Buchbesprechung Südafrika: Fakt ist, es ist wieder ein mitreisendes Lesen und ein Erleben der Gesellschaft Südafrikas.

 

Keine Zeit wie diese

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Roman keine zeit wie diese

Titel: Keine Zeit wie diese
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
Erscheinung: November 2013
ISBN-13: 9783833309243

Buchbesprechung:

In dem Roman „Keine Zeit wie diese“ geht es um ein Ehepaar – sie schwarz, er weiß – dass im Untergrund gegen die Apartheid kämpfte und nun mit Hoffnung und Energie die neue Republik mitgestalten wollen.

Sie arbeitet als Rechtsanwältin und er als Lehrer an der Uni. Sie ziehen nach dem Ende der Apartheid aus dem Untergrund in ein Stadtviertel in die Nähe zu Freunden, die alle politisch aktiv waren und sind. Eine Familie wird gegründet, ein Leben im Mittelstandsvorort.

Darum geht es in dem Buch, wie sich Südafrika verändert nach Mandela in der Gesellschaft, im sozialen Umfeld, in der Familie.

Geschickt erzählt, sodass ich als Leser dabei bin wie sich das Leben der Familie, Freunde, des Landes verändert. Dazwischen immer wieder aufwühlende Gedanken über Gerechtigkeit und das Leben.

In 500 Seiten Südafrika erlebt: wie die Hoffnung nach der Apartheid zur Enttäuschung wird, wie der Regierungschef Zuma – früher Rebell -zum Parasit wird, wie der ANC von der Partei des Umbruchs (Regenbogennation) zur Partei des selbstgefälligen, korrupten Untergangs wird und doch ihre Anhänger weiter bei Stimmung hält. Aus dem Kampf um die Gerechtigkeit wird ein Kampf um Besitz, die Ideologien verkauft, die Armen bleiben arm, Zerfall und Dekadenz.

Hinter dem Roman steckt eine Studie über die Veränderung des Landes seit Ende der Apartheid und aus dieser Studie wird eine Geschichte über das Leben und die Menschen nach der Apartheid. Die Autorin Nadine Gordimer ist Literaturnobelpreisträgerin und den hat sie verdient. Sie zeigt uns seit vielen Büchern das Leben, die Menschen und Probleme Südafrikas.

Einziger Vorbehalt: man sollte etwas Bescheid wissen über Südafrika, über die Apartheid, den ANC.

Fazit: ein mitreisender Roman voller Leben.

 

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