Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus

Buchbesprechung Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus
Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus

Buchbesprechung 13.04.26:
Wir kleine Leute gehen, davon aus das die freie Marktwirtschaft den Sozialismus besiegte, denn die freie Marktwirtschaft ist effizienter als die Planwirtschaft. Die Planwirtschaft konnte nicht funktionieren, weil der Einzelne unter ging und der Staat die Wirtschaft regelte und behinderte.

Die freie Marktwirtschaft dagegen gibt dem Einzelnen die Freiheit etwas aus sich zu machen. Erfolgreich zu sein. Aber dieses Buch zeigt uns das es nicht so ist. Es gibt eine neue Planwirtschaft der Konzerne.

"Der freie Markt ist eine Nebelkerze, hinter der sich die brutale, despotische Macht der Konzerne verbirgt." S.27

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte der Staat noch großen Einfluss: auf Gesundheit, Energien, Telekommunikation, Banken, Steuern. Der Staat konnte planen für die Zukunft der Gesellschaft.

Dann kam die Liberalisierung des Marktes, der Niedergang des Ostens und der Staat sollte weniger Einfluss haben und seine Bereiche an die freie Wirtschaft abgeben. Jeder sollte wieder durch Fleiss und Wissen seine eigene Firma und Erfolg planen können. Die neoliberatel Revolution.

Das hat aber nicht funktioniert. Wenige haben sehr viel Reichtum und die Masse hat weniger. Warum ? Antwort: in der neoliberalen Revolution ging es darum, die Autorität des Kapitals über die Arbeiterschaft wieder herzustellen. Die Konzerne planen die Zukunft. Das Problem ist heute, das die Planwirtschaft nur noch von den Unternehmen kommt. Gewerkschaften und Staat haben keine Macht mehr.

"Der freie Markt übt auf einige brutalen Wettbewerbsdruck aus, nämlich auf diejenigen mit der geringsten Macht: Gleichzeitig wird er von anderen zur privaten Bereicherung gesteuert und manipuliert... Seine Funktion bestehe nicht darin, die Freiheit zu fördern und zu schützen, sondern zu unterdrücken.

Allerdings ist die Macht des Kapitals nie allumfassend. Kapitalistische Gesellschaften und die Weltwirtschaft sind immens komplexe Systeme, die nie vollständig von einem einzelnen Akteur oder Gruppe kontrolliert werden können. Dennoch sind einige Personen und Institutiionen priveligierter in der Entscheidung, wer was bekommt, als andere. Diese Beobachtung gilt sogar für jene kapitalistischen Volkswirtschaften, in denen der Wettbewerb am besten funktioniert, wenn auch in geringem Ausmaß. Kapitalismus ist also ein hybrides System aus Wettbewerbsdruck und zentralisierter Kontrolle - aus Wettbewerb und Planwirtschaft. " S.61

Wir haben heute schon sehr viele Beispiele, wie Konzerne über dem Recht und fern von Verantwortung stehen. Ohne Rücksicht oder Verantwortung. Im Buch kommen als Beispiele: Ford, Boing, Amazon, Black Rock, Exxon, Evergrande.

Heute spielt der Staat eine zentrale Rolle dabei, den Kapitalisten zu helfen ihre Interessen durchzusetzen. Konzerne setzen sich über Gesetze hinweg und läuft es für den Konzern schief, muss der Staat dafür bezahlen. Dazu gibt es heute ein internationales Rechtssystem, das Kapitalisten schützt und dem Staat die Macht nimmt effektive Gesetze durchzuführen. In Ecuador verschmutzte ein amerikanischer Ölkonzern ein riesiges Gebiet, Steven Donziger war der Anwalt der Geschädigten. Nun sitzt der Anwalt immer noch im Gefängnis und Ecuador musste Schadenersatz an den Ölkonzern zahlen. Konzerne planen unsere Wirtschaft und unterwandern Staat und Gesetze.

Das Buch ist eine tolle Analyse, dazu noch sachlich und verständlich für jedermann.

Buchbesprechung Fazit: Die Konzerne haben die Macht und erzählen uns: jeder kämpft für sich allein und nur die besten sind erfolgreich. So ging die Gemeinschaft zu Grunde. Hier kommt der positive zweite Teil: Die Autorin sagt uns, die Gemeinschaft muss sich wieder formen und die Politik beeinflussen. Sie nennt uns am Schluss viele Projekte von Gemeinschaften, die funktionieren. Sie zeigt uns einen neuen Weg.
Lesen und unser Zeit verstehen !