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Tunesien: Land mit vielen Gesichtern

Bericht von Miriam Mierisch

 

Tunesien: Land mit vielen Gesichtern

Meine Reise begann in Monastir, dort befindet sich der internationale Flughafen von Tunesien. Von dort aus ging es erstmal nach Port el Kantaoui, eine kleine, aber traumhaft schöne Stadt am Meer mit einem atemberaubenden Hafen. Direkt am Hafen befinden sich kleine gemütliche Restaurants und maurische Cafes, die zu einem typisch tunesischen Pfefferminztee mit Mandeln einladen. Von dort ging es mit dem Zug (etwa 2 Std. Fahrt) weiter nach Tunis, der Hauptstadt Tunesiens. Tunis bietet endlos lange Einkaufsstrassen, von typisch tunesischen Souvenirshops hin bis zu Designerläden - alles was das Herz begehrt. Nach Sonnenuntergang laden zahlreiche Diskotheken und Bars zum endlosen Feiern ein.

Wer diesem Trubel entgehen möchte, setzt sich am besten in ein Taxi und fährt (ca. 15 min. von Tunis entfernt) nach Sidi Bousaid - für mich eine der schönsten Städte in Tunesien. Alle Häuser in dort sind in weiß gehalten - mit blauen Fensterläden. Das Gesamtbild dieser Stadt ist atemberaubend. Überall befinden sich gemütliche, liebevoll eingerichtete Restaurants, wo man landestypisch essen kann (z.B.CousCous). Nachbarstadt von Sidi Bousaid ist die geschichtsträchtige Stadt Karthago. Ein Besuch ist eine wahre Reise in die Vergangenheit. Überall findet man alte Gemäuer, Ruinen und Museen. In Karthago befindet sich außerdem die größte katholische Kirche in Tunesien, sie ist auf einen Berg gebaut, von dort aus kann man über ganz Tunis schauen. 


Wer das Abenteuer liebt, sollte sich einen Ausflug in die Wüste nicht entgehen lassen. Entweder als Gruppenreise, oder auf eigene Faust per Bus oder Zug. Einen Sonnenuntergang in der Wüste zu erleben ist ein unvergessliches Erlebnis. Wohnen kann man in einem kleinen Wüstendorf, wo man in kleinen Lehmhäusern oder unter freiem Himmel in einem Zelt übernachten kann. Gekocht wird auf dem Feuer; Einwohner backen dort frisches Brot und Suppe oder CousCous. Zum Trinken gibt es Tee; Wasser sollte man sich unbedingt genügend mitnehmen. Beste Reisezeit ist Frühling und Herbst, im Sommer sollte man die Wüste nicht besuchen, da können es locker mal 45-50 Grad im Schatten sein.

Nach meinem Trip in die Wüste besuchte ich noch Kairouan, eine alte kleine Stadt, in der es viel zu sehen gibt. Man kann dort auch als Nichtmuslim zu mindestens in den Innenhof der sehr schönen Moschee und diese anschauen. In der Zeit des Ramadans ist diese Mosche Treffpunkt sehr vieler Gläubigen aus ganz Tunesien. Ich legte noch einen kurzen Halt in Hammamet ein – den Ort kann man wirklich als Hotelstadt bezeichnen! Vom Mittelklasse- bis Luxushotel ist dort alles Vertreten, Hotel neben Hotel, Diskothek neben Diskothek- nichts für Leute, die Ruhe und Entspannung suchen. Man findet dort fast mehr Touristen als Einheimische in der Stadt…

Zum Schluss besuchte ich noch die Städte Sousse und Monastir. Sousse liegt ca. 15 Min. von Monastir (Internationaler Flughafen) entfernt. Für mich ist es eine sehr schöne Stadt, da man dort alles findet, was mir wichtig ist. Eine gemütliche Innenstadt mit vielen Geschäften und Cafes und es liegt direkt am Meer, wo man endlos spazieren gehen kann. Nachts locken Diskotheken, Bars oder maurische Cafes zum Besuch.

Tunesien ist mit etwa 10 Millionen Einwohnern ein eher kleines, aber sehr faszinierendes Land. 95% aller Tunesier sind Araber, der Islam ist Staatsreligion. Verständigen kann man sich in Arabisch, Französisch, Englisch und manchmal auch in Deutsch. Die Menschen in Tunesien habe ich als sehr hilfsbereit und freundlich erlebt. Es wird nicht alles so genau genommen wie in Deutschland. Wenn man in Tunesien ist und nicht alles so ist, wie man es von Deutschland her kennt, dann sollte man nicht vergessen, dass man sich in einem anderen Kulturkreis aufhält, in der auch andere Werte und Normen gelten.

Das einzige, was ich manchmal als störend empfunden habe, ist dasAnsprechen bzw. "Andrehen" von Waren in der Stadt. Ich habe dann versucht nicht auf die Gespräche einzugehen, sondern einfach Danke gesagt und bin weiter gelaufen. Diesen Tipp kann ich weiter empfehlen, ansonsten kann ein Stadtbummel evtl. sehr lange dauern. Außerdem sollte man auf die Preise achten; Souvenirs kann man z.B. auch in staatlichen Geschäften kaufen, dort gibt es festgelegte Preise. Ich kann jedem nur empfehlen einmal nach Tunesien zu reisen und mit eigenen Augen die Vielfalt dieses schönen Landes zu entdecken…


Miriam Mierisch

 

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