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Dominikanische Republik: Wie die Jungfrau zum Kinde

Bericht von Simon Schoenhals, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Dominikanische Republik: Wie die Jungfrau zum Kinde

Zu der Reise kam ich wie die Jungfrau zum Kinde, aber das ist eine andere Geschichte. Tatsache ist, dass ich ohne jegliche Vorinformation die frohe Botschaft bekam in die Dominikanische Republik fliegen zu dürfen. Zwei Wochen hatte ich Zeit mich zu informieren. Mein Google lief heiß, doch außer dass es traumhaft schön sein soll, dass man gut tauchen kann und dass es leider auch ein "Sextourismus-Ziel" ist, kam an Informationen wenig zusammen. Naja, ich alleine auf der Insel, keine wirklich verwertbaren Informationen über Land und Leute... 

 
Dann kamen Bustransfer - und Kulturschock (und das nicht, weil es um 7 Uhr schon dunkel wurde). Drei Stunden dauerte es, bis ich am Hotel ankam. Drei Stunden in einem Bus, der nach den gründlichen deutschen TÜV-Standards alles andere als verkehrssicher war. Aber immerhin mit Klimaanlage, was beiden Temperaturen Gold wert war. Das Hotel war ein gutes Mittelklassedomizil mit sehr netten Mitarbeitern. Die Dominikaner sind sehr freundlich und herzlich und empfangen Touristen mit offenen Armen - aber die meisten auch sehr arm. 
 
Dies bekam ich mit, als ich eine Tagesreise ins Landesinnere unternahm. Teilweise sah man dort, vor allem in dem Bergen, viel Armut. Die Menschen wohnten in Wellblechhütten und hatten auch nur sporadisch fließendes Wasser. Ich fühlte mich in dem Moment, als unser Touristenbus durch diese Berglandschaft fuhr, ziemlich schlecht. Aber die Leute schienen mit ihrer Situation trotzdem zufrieden zu sein, überall ertönte Musik und es wurde auf den Strassen getanzt.

Apropos auf den Strassen tanzen... ich hatte das Glück zu einer Zeit auf der Insel zu sein, als die Dominikaner ihren Präsidenten neu gewählt haben. Vorweg schon mal: der Favorit des Volkes machte das Rennen. So ein großes gemeinsames Fest habe ich noch nie gesehen. jeder feierte mit und das tagelang. Das sollte man sich mal hier vorstellen nach einer Bundestagswahl! Ein weiters Highlight sind die Tauchgebiete in der Karibik. Das Meer ist kristallklar und die Fischarten sind reichhaltig. Alles in allem kann ich sagen, dass dort das schönste Tauchgebiet war, indem ich bisher gewesen bin. Man kann in Höhlen tauchen, man kann Wracktauchen machen oder einfach auch nur Schnorcheln ist auch schon ein Erlebnis.

Auch das Wetter war ein Erlebnis, die meiste Zeit war Sonne angesagt, doch es gab auch Regen. Ich war echt erstaunt, wie viel Wasser auf einmal vom Himmel kommen kann, das ganze Spektakel dauerte 48 Stunden. Zwei Tage, an denen man im überschwemmten Speisesaal ein gratis Fußbad beim Essen bekam, sein Zimmer nur dann verlassen konnte, wenn man mit seiner Kleidung auch schwimmen gehen würde und immer eskortiert wurde von netten Mitarbeitern mit Regenschirm. Nach diesen Zwei Tagen konnte man das Ausmaß des Regens in Augenschein nehmen. Der Strand war ins Meer abgerutscht, der Weg zur Rezeption konnte nur gewadet werden und der Hotelpool war wegen Überfüllung geschlossen.

Insgesamt kann ich jedem, der einen netten Urlaub mit vielen netten Menschen in karibischer Umgebung machen will, die Dominikanische Republik wärmstens ans Herz legen. Die Wirtschaft dort lebt zu einem großen Teil vom Tourismus, man unterstützt damit auch die Menschen, auch wenn es manchmal nicht den Anschein hat. Ich hatte es mir dann "abgewöhnt" mit den Menschen um die Preise zu feilschen, denn was bringt es einen Dollar zu sparen, wenn die Preise sowieso weit unter den unseren liegen? 
 
Zum Schluss möchte ich noch eine negative Sache schildern. Leider nutzen viele Männer diese Armut, die auf der Insel herrscht, auch aus. So war es kein seltenes Bild, wenn man einen europäisch aussehenden Mann mit einen minderjährigen Mädchen im Arm in einer Bar sitzen sieht. Man wird da teilweise richtig aggressiv bei solchen Beobachtungen, doch leider wird dies stillschweigend von den Behörden geduldet, auch wenn es eigentlich nicht erlaubt ist.

Nichts desto trotz überwiegen in jedem Fall meine positiven Erinnerungen, wenn ich nun zurückschaue. Das Land ist wunderschön und sehr abwechslungsreich.

Simon

 

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