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    Wir befinden uns in der Vorbereitung eine neue Basis für die Arbeit von Ladakh-Hilfe/REWA in Kargil aufzubauen. Unser ursprüngliches Ziel als Verein ist, alle Kinder Ladakhs zu betreuen. In den letzten Jahren bastelten und bauten wir in Leh mit großem Erfolg. Aber der Leh Distrikt ist ja nur ein Teil Ladakhs, der Kargil Distrikt mit der Hauptstadt Kargil und Zanskar gehört auch dazu. In Leh steht alles auf soliden Beinen, wir freuen uns über eingearbeitete einheimische Mitarbeiter, ein super ausgestattetes Therapiezentrum, Spielplatz, Fahrzeuge und gute Zusammenarbeit mit vielen anderen Organisationen. Vielen Kindern wurde und wird über Jahre hinweg geholfen und profitieren von unserem Angebot.

    Kargil unterscheidet sich von Leh in wesentlichen Aspekten. Im Gegensatz zum Leh Distrikt besteht die Bevölkerung zum größten Teil aus Muslimen, in Leh sind es Buddhisten. Wenig Touristen finden den Weg nach Kargil, wenn, dann hauptsächlich als Stützpunkt zur Durchreise nach Zanskar oder Srinagar. Deswegen gibt es in Kargil auch nicht die vielen Shops wie in Leh, wo von Kashmiris und Einheimischen Touristenware angeboten wird. Man kann in Kargil alles einkaufen, was man braucht, es gibt auch Restaurants und Hotels 8nicht die Fülle und Standard wie in Leh), aber keine Veranstaltungen und Vergnügungen für Touristen, wie man das in Leh gewohnt ist.

    Der größte Teil der muslimischen Frauen sind Analphabeten. Sie leben in malerischen Bergdörfern und sind vom schweren Leben gezeichnet. Der Winter ist sehr hart, viel Schnee, der liegen bleibt, die Dächer der Häuser sind eher spitz und nicht flach wie in Leh. Deswegen planen wir den Freiwilligeneinsatz nur über die Sommermonate Mitte Juni bis September. In den Dörfern sind extrem viele unterschiedliche Behinderungen zu finden und niemand da, der sich darum kümmert und den Leuten hilft. Sicherlich werden einige der Patienten von Ärzten gesehen und behandelt, reichere Familien können es sich leisten, nach Delhi oder Srinagar zu reisen zur Diagnosestellung und Behandlung. Aber der Großteil der Bevölkerung ist ignorant und arm. Sie wissen gar nicht, wo sie Hilfe erhalten könnten. Einer der Gründe für die vielen sehr unterschiedlichen Behinderungen ist sicherlich Einheirat von Verwandten, aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle.

    Was wir in Kargil bieten können:

    Zwei einheimische Frauen, die seit 1.11.2010 in Leh für die Arbeit ausgebildet werden.

    Kostenlose Unterkunft und Verpflegung. Die FW werden überwiegend privat in Familien aufgenommen.

    Nagelneue Räume in einem großzügig angelegten Schulgebäude mit riesigen Gartenflächen, die komplett ausgestattet werden müssen (Malerarbeiten, Therapiegeräte, Möbel usw.)

    Ein, Regierungsbeamter, der bei allen Aktivitäten mit Rat und Tat und engagiert zur Seite steht.

    Leh Team, das jederzeit abrufbar ist und zur Hilfe eilt, wenn es größere Einsätze und Arbeiten gibt.

    Voraussetzung für einen Freiwilligeneinsatz in Kargil:

    Mindestens 3 1/2 Monate Einsatzzeit im Sommer (Juni bis September). Die ersten zwei Wochen sollten in Leh verbracht werden, um die Arbeit und das Team dort kennenzulernen, dann bringen wir die Kargil-FW zu ihrem Einsatzort. Wir wollen die Bevölkerung im ersten Sommer nicht mit vielen Leuten verwirren, sondern ein stabiles Team einsetzen, welches „das Feld pflügt“ und die ersten Samen sät.

    Bereitschaft, Neues auf die Beine zu stellen, Pionier zu sein, innovativ, einfühlsam und engagiert Neues durchzusetzen.

    Bereitschaft, mit Muslimen zu arbeiten und kulturelle Vorgaben zu respektieren. Das wird auch das Tragen eines Kopftuches bei Besuchen in den ländlichen Gegenden mit beinhalten.

    Befunderhebung der Patienten, ausführliche Dokumentation, Behandlungspläne erstellen.

    Anleitung von einheimischen Physio-Aids, Elternanleitung, eventuell Rekrutierung von geeignetem Personal zur Weiterbildung als Physio.

    Geduld im Umgang mit fehlenden Strukturen, mit den Leuten zusammen die Probleme zu lösen

    Im Kargil REWA Zentrum die Ausstattung mit den Einheimischen zusammen anzuleiern, dazu lokale Handwerker einsetzen und für die Arbeit gewinnen.

    Wir suchen ein Team von idealerweise 2-3 PhysiotherapeutenInnen mit Erfahrung in Neurologie, Pädiatrie und Orthopädie und einer Ergotherapeutin mit Erfahrung in Hilfsmittelherstellung. Ich werde mich mit diesem Team speziell im Frühjahr 2011 zur Vorbereitung treffen. Da wir bei unserem Besuch in Kargil im August sehr viele jüngere Kinder mit ICP gefunden haben, wird eine entsprechende Hilfsmittelausstattung (Sitzmöglichkeiten usw.) dringend von Nöten sein.

    Wenn Ihr Interesse an dieser anspruchsvollen Aufgabe habt, meldet Euch per E-Mail. Alle weiteren Infos und Voraussetzungen findet Ihr in unserer Homepage http://www.ladakh-hilfe.de

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