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    Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg berichtet, dass die humanitäre Hilfe in Ausland in den vergangenen Jahren immer „gefährlicher, komplexer und anspruchsvoller“ geworden ist. „Chronische Krisen wie Hungersnöte und Konflikte nehmen zu, gleichzeitig wird der Zugang zu Krisengebieten erschwert. All diesen Herausforderungen müssen Hilfsorganisationen Rechnung tragen“, sagte Generalsekretär Karl-Otto Zentel.

    Zentel betonte, die Professionalisierung von Hilfe sei ein wichtiger Schritt zu mehr Wirksamkeit.“Die Idee des freiwilligen Helfers, der nach einer Naturkatastrophe spontan ins Flugzeug steigt, ist leider nicht mehr zeitgemäß. Humanitäre Organisationen entsenden heute Fachkräfte oder haben in den Ländern bereits Teams vor Ort, koordinieren sich untereinander und unterziehen ihre Arbeit im Anschluss externen Bewertungen.“ Man habe aus der Vergangenheit viel gelernt, müsse aber trotzdem fortlaufend die Arbeitsweise den Einsatzgebieten anpassen und weiterentwickeln.

    „Sicher ist, dass wir auch in Krisen schnell, effizient und nachvollziehbar handeln und uns anvertraute Gelder sinnvoll und gerecht einsetzen müssen“, so Zentel. Aber das lasse sich eben nur durch entsprechende Vorbereitungen, geschulte Mitarbeiter und schnell abrufbare Kapazitäten umsetzen, und diese würden Geld kosten. „In Jahren, in denen große medienwirksame Katastrophen ausbleiben, aber trotzdem großer Bedarf besteht, ist es schwierig, diese Infrastruktur aufrecht zu erhalten.“

    Die Nothilfe von CARE erreichte im vergangenen Jahr 16 Millionen Menschen in Not. CARE konzentriert sich in der Nothilfe auf die Wasserversorgung, Nahrung, Unterkünfte und Basis-Gesundheitsdienste.

    Die Erfahrung, dass die humanitäre Hilfe grundlegend immmer gefährlicher und ansprucsvoller wird, macht auch das Kinderhilfswerk World Vision. Es wirbt dafür, dass der Schutz von Kindern vor Gewalt und Vertreibung verbessert wird. Gleichzeitig ruft World Vision dazu auf, weit mehr Kindern durch psychosoziale Betreuung zu helfen, mit ihren zutiefst verstörenden Erlebnissen und einer unsicheren Situation zurecht zu kommen. „In Syrien und den Aufnahmeländern syrischer Flüchtlinge, im Ostkongo und in vielen anderen Regionen der Welt hoffen Millionen Kinder auf mehr Sicherheit und auf Chancen, in ein normales Leben zurückkehren zu können“, sagte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland.

    Eine soeben erschienene Studie der University of Columbia kommt World Vision zufolge zu dem Ergebnis, dass gute Betreuungsangebote in geschützten Räumen die Widerstandskräfte bei Flüchtlingskindern stärken und dauerhafte Trauma-Belastungen verhüten können. Laut der von Unicef unterstützten Erhebungen ging es den sechs- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen aus dem Kongo, die regelmäßig eines der Betreuungsangebote der sogenannten „Child Friendly Spaces“ in Anspruch nahmen, bereits nach drei Monaten deutlich besser als den nicht betreuten Kindern. Sie hatten außerdem neues Wissen erworben und soziale Kompetenzen entwickelt, während sich bei den nicht betreuten Kindern das subjektive Wohlbefinden verschlechtert hatte und psychosoziale Probleme ausgeprägter waren als drei Monate zuvor. (Quelle: epo.de)

    Mehr Infos unter http://www.care.de und http://www.worldvision.de

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