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HelpX - meine Art Neuseeland zu entdecken

Text von Maren Kaufmann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


HelpX - meine Art Neuseeland zu entdecken

Direkt zu Anfang unseres Work&Travel Abenteuers in Neuseeland, nachdem ich zusammen mit einer Freundin in Auckland angekommen bin, waren wir noch etwas blauäugig und wollten natürlich sofort einen bezahlten Job, am liebsten in Northland.

Das hat leider nicht geklappt und so haben wir schnell gelernt, dass zwar nicht immer alles so läuft, wie man es plant, es aber immer einen anderen Weg gibt. So sind wir auf einer Farm weit ab vom Schuss in Waikato gelandet und hatten dort die Möglichkeit, uns erst mal an die Zeitverschiebung und die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen. Am Anfang war echt alles anders: so weit von Familie und Freunden getrennt zu sein, alles selbst zu organisieren, komplett auf eigenen Beinen zu stehen und natürlich Englisch zu sprechen!

Da uns die Arbeit aber gut gefiel, haben wir beschlossen weiterhin „Work for accommodation“ bei Familien und Farmen zu machen, bis wir einen bezahlten Job finden würden. Das mit dem bezahlten Job stellte sich allerdings als etwas schwieriger heraus, da es zu unserem Ankunftszeitpunkt einfach noch zu früh war, um Früchte zu pflücken und auch die Gastronomie hatte keine freien Stellen. Man sagt uns, wir sollen in der Hauptsaison wieder anfragen. So haben wir knapp 3 Monate überall auf der Nordinsel verstreut „HelpX“ gemacht und so schon einiges gesehen, ohne viel Geld auszugeben.

Auf der Südinsel angekommen, haben wir tatsächlich sehr schnell einen bezahlten Job auf einem Weingut gefunden, den wir dann auch knapp 4 Wochen gemacht haben. Die Arbeit war zwar anstrengend, aber trotzdem machbar und man hatte ein Ende in Sicht, was es natürlich erleichterte jeden Tag so früh aufzustehen. Dann war auch schon Weihnachten und Silvester, was wir zusammen mit vielen Freunden, die wir unterwegs kennengelernt hatten, feierten.

Danach gab es für mich noch 2 „HelpX“-Stationen, bevor der Travel Part richtig losging. Ich habe also in gut 3 Wochen die Südinsel bereist und dabei in Hostels gewohnt, wo man ständig auf neue Leute trifft und nie alleine ist. Danach haben mich meine Eltern für 3 Wochen besucht und ich konnte ihnen die Schönheit Neuseelands zeigen. Anschließend ging es für einen Monat nach Australien, um zusammen mit einem Freund, der ebenfalls Work&Travel dort machte, die Ostküste entlang zu reisen, was uns sehr viel Spaß gemacht hat. Danach wollte ich nochmals zurück nach Neuseeland, um Northland noch zu sehen, da es ja am Anfang nicht klappte.
Die erste Hälfte meines Aufenthalts könnte man quasi als den Working Part und die zweite Hälfte als reinen Travel Part ansehen. Man muss also nicht die ganze Zeit arbeiten, sondern kann es sich ganz gut einteilen, sofern man flexibel und spontan ist.
Alles in allem haben mir die 8 Monate im Ausland unheimlich gut gefallen und viel gebracht. Ich würde es jederzeit weiterempfehlen!


Meine Top-Jobs:

„Work for accommodation“:
•    viel Gartenarbeit wie z.B. Unkraut jäten, Rasen mähen etc.
•    Hilfe im Haushalt, z.B. Putzen, aufräumen, kochen...
•    auf Kinder aufpassen
•    Arbeit mit Tieren
•    in einer Honigfabrik

Meine Flop-Jobs:

Nicht wirklich Flop, aber sehr anstrengend war die Arbeit in den Weinbergen; oftmals bis zu 10 Stunden in der prallen Sonne und körperlich sehr anstrengend, da man sich ständig bücken musste.

Durchschnittlicher Verdienst:

15 NZD

Meine Highlights:

•    definitiv die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Neuseeländer
•    Offenheit und Freundlichkeit der Kiwis
•    Bungyjumping, Fallschirmspringen, Tauchen

Meine Reiseroute:

Stationen Nordinsel:
Auckland - Raglan - Tauranga - Coromandel - Rotorua - Taupo - Hawkes bay - Wellington - Bay of Islands - Cape Reinga

Stationen Südinsel:
Picton - Blenheim - Nelson - Christchurch - Fox glacier - Queenstown - Dunedin - Invercargill - Milford Sound - Wanaka - Lake Tekapo - Greymouth

Sowie die Nationalparks und "Sehenswürdigkeiten", also besondere Natur, Wälder, Seen, Meere; all das, was Neuseeland zu bieten hat!

Transport und Unterkünfte:

Hauptreisemittel war der „Nakedbus“ mit einem Pass von 10 Trips zu einem günstigen Preis. Unterkunft entweder in BBH Hostels oder in HelpX Familien: wohnen bei echten Kiwi-Familien! Eine der besten Unterkünfte war „The Villa“ in Picton mit gratis Apple Crumble jeden Abend! :0)

Die besten Orte und Erlebnisse:

•    Bungy jumping in Queenstown!
•    Cathedral cove in coromandel
•    Schwarzen Sand sehen
•    BBQ am Strand
•    Wandern, schwimmen, Kajak fahren im Abel Tasman Nationalpark
•    Sternenhimmel am Lake Tekapo

Work&Travel mit Praktikawelten

Man konnte sich jederzeit mit allen möglichen Fragen und Problemen bei Praktikawelten melden und bekam immer eine nützliche Antwort, Top! Sehr hilfreich war auch die Orientierungsveranstaltung von der Parteiorganisation vor Ort und dadurch, dass wir als Gruppe gemeinsam in Auckland ankamen, war man gleich zusammen unterwegs, hat sich kennengelernt und Freunde gefunden.
Ansonsten konnte man sich jederzeit, egal ob per Telefon oder Email, an sie wenden.
Hilfe bekamen wir sogar auch bei der Steuerrückerstattung Postnachsendung!

Mein Fazit:

Ich bin zufrieden mit meiner Reiseroute und würde es wieder so machen. Work&Travel in Neuseeland war definitiv eine gute und richtige Entscheidung! Ich bin viel selbstständiger und offener geworden, habe neue Freunde gefunden und wertvolle Erfahrungen in vielen Bereichen gemacht, neue, bisher unbekannte Dinge kennengelernt und jede Menge Spaß gehabt, sowie auch mein Englisch verbessert.

Meine Tipps:

Offen sein für ziemlich alles und unbedingt neue Dinge ausprobieren! Außerdem immer flexibel sein und spontane Angebote auch gerne mal annehmen :o)


Maren Kaufmann


 

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