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Indien: Medizinische und soziale Hilfe in Kalkutta

Bericht von Sabine Krienke

 

Indien: Medizinische und soziale Hilfe in Kalkutta

In der Millionenmetropole Kalkutta (Kolkata) gibt es viele Menschen, die arm sind, kein Grundeinkommen haben und zum Teil obdachlos sind. Um diese Menschen zu unterstützen, wenn sie krank werden und medizinische Hilfe brauchen, wurde der Verein "Kalkuttahilfe e.V." in Deutschland gegründet.

Im Zentrum Kalkuttas gibt es eine kleine Praxis, die zur Anlaufstelle für einen Teil der armen Bevölkerung geworden ist. Sie finden dort bei Dr. Shaukat Ali (Arzt, Indien), Sabine Krienke (Ärztin, Deutschland) und Badsha (Medizinstudent, Indien) eine medizinische Behandlung, die sie sich ansonsten nicht leisten könnten. Die Behandlungen werden durch die Spenden finanziert, welch ein Deutschland gesammelt werden.

Die meisten dieser Patienten leiden an Typhus, Malaria, Tuberkulose, Asthma, Hepatitis, Diabetes, Lungenentzündung, Anämie, Kreislaufschwäche oder infizierten Wunden. Sowohl die Diagnostik dieser Krankheiten, z.B. durch Röntgenbilder, Bluttests, als auch deren Behandlung wird ermöglicht. 

 
Bei einigen Patienten ist auch eine Ultraschalldiagnostik oder ein CT notwendig, diese werden dann in großen Kliniken durchgeführt und vom Verein bezahlt. Einige dieser Patienten benötigen lebensrettende Operationen – diese werden ebenfalls in einem mit uns zusammen arbeitenden privaten Krankenhaus untergebracht, wo sie operiert und anschließend versorgt werden.

Wichtig ist uns auch die Arbeit für die Straßenkinder in diesem Stadtteil Kalkuttas. Täglich wird zweimal für etwa 20 Straßenkinder gekocht. In einer kleinen Wohnung, die vom Verein angemietet wurde, können sie wohnen und übernachten. Dort werden die Jüngeren von einem Lehrer unterrichtet, die Älteren werden in der Praxis als „Arzthelfer“angelernt. Sie lernen Wunden zu versorgen und übernehmen weitere Tätigkeiten.

Vier Kindern einer obdachlosen Witwe wird die schulische und berufliche Ausbildung ermöglicht. Die Kinder werden bis zu ihrem Abschluss begleitet, dann können sie einen Beruf ergreifen und sich und die Familie selbst versorgen.

Für die Zukunft haben wir uns als Verein vorgenommen die ambulante Behandlung zu erweitern und den Straßenkindern eine Perspektive zu geben für sich selbst zu sorgen und finanziell unabhängig zu werden.

Sabine Krienke
www.kolkata-help.de

 

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